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Vom Busbahnhof in Tel Aviv ist es nur eine Stunde mit der Linie 379 bis zu Dieters Camper, der an der Ortseinfahrt nach Sderot steht. Knapp drei Euro fuer ein Busticket, dass einen vermeintlich in eine andere Realitaet befoerdert. Raus aus der viel beschworenen Bubble Tel Aviv mit ihrer unbaendigen Lebenslust und rein in die Stadt, die in den letzten Jahren mehr als fuenftausend Mal mit Kassam-Raketen angegriffen wurde.

Obama war im Rahmen seiner Nahosttour als dieter1Praesidentschaftskandidat in der Stadt und Henry Bernard Levi  behauptet aus Solidaritaet jede Israel-Reise in Sderot zu beginnen. Auch Dieter zeigt Flagge – deren zwei sogar – und wurde dafuer schon in den Nachrichten von Kanal 10 portraetiert. Von seinem Camper sind es zehn Minuten ins Zentrum der Kleinstadt, die dort so manchen Unterschied zu Tel Aviv offenbart. Kleine Staedte wirken je nach Geschmack des Betrachters ohnehin immer kassamangenehm ruhig oder unangenehm trist. Ich fuehle mich fast an die Langeweile deutscher Staedte mit ihrem gleichfoermigen Ausgehangebot erinnert. Ein grosses Einkaufszentrum, dann hier und dort ein Imbiss, ein Pub, ein Cafe, eine Kleinstadtdisko. Relativ wenig Leben auf den Strasen. Und doch ist alles ganz anders als in Remseck, Kirchheim oder Plochingen. Abgesehen vom  fantastischen Wetter im Maerz zerstoeren auch die zahllosen Bunker alle aufpoppenden Assoziationen, bevor diese Sinn machen.

Es ist geradezu unmoeglich sich in Sderot zu verlaufen. Alle 50 Meter steht ein Bunker am Strassenrand und an fast jedem Bunker haengt eine Stadtkarte. Drinnen ist dagegen ausser schuetzendem Beton nichts zu sehen. Eine Linie auf dem Boden, die anzeigt, wie weit von der Tuer entfernt man stehen sollte, wenn einem das Leben lieb und teuer ist. Jenseits der Linie Platz fuer ein Dutzend Menschen, wenn sie sich eng aneinanderdruecken.

Die Dinger wirken fast absurd in ihrer Anhaeufung.  

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Wer sich in Sderot bis auf die Huegel am westlichen Stadtrand begibt, hat freie Sicht auf  Hamastan.  

Wenn die Sonne sich hinter der Nachbarstadt Bait Hanoun ins Meer senkt, gibt die Stadt im Gaza eine fantastische Kulisse.  

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One Response to “Israelreise – pt.1 – Sderot”

  1. Micha sagt:

    Der Olli b loggt jetzt tatsächlich. Sehr schön und abonniert.

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