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Ari’el ist je nach Standpunkt Haupstadt von Samaria oder tief in palaestinensisches Gebiet gebautes Unrecht. Die Siedlung, die den vermentlich moeglichen Palaestinenser-Staat unmoeglich macht, weil sie sein Territorium aufschneidet.
ariel
Ari’el liegt eine Busfahrt queer durch die Metropolenregion und einige Sekunden Flugzeit einer Rakete weit entfernt von Tel Aviv. Von seiner Anhoehe liese es sich trefflich auf den Dan-Block feuern.

Eine Vorstellung, die Israelis vorsichtig sein laesst mit ihrem Zuspruch fuer die brennenden Raemungsphantasien, die z.Zt. durch Obama weiter angefacht werden.
ariel
Netanyahu wird gern und heftig vom Ausland gescholten, wenn er fuer die Siedler bis zu einer evtl. Verstaendigung mit den Palaestinensern ein “normales Leben” fordert. Es ist v.a. fuer Europaeer so schwer zu verdauen, wie es ihnen auch schwer fallen wuerde, zu schlucken, dass in der Hauptstadt von Samaria normale Menschen Leben, fuer die dieses Recht auf ein normales Leben geltend gemacht wird. Schaut man sich einmal in Ari’el um, kann einem der Vorwurf des Taktierens mit dem Begriff “normales Leben” durchaus selbst als Griff in die Trickkiste vorkommen. Um die Siedler zu daemonisieren.

Denn letztlich koennte man sich doch fragen, warum denn den BewohnerInnen von Ari’el nicht zugestanden werden sollte, bis auf Weiteres ein normales Leben in ihrer schoenen Stadt zu fuehren.
ariel
Dass Siedlungen nicht gutwillig geraeumt und gutglaeubig in die Haende der Palaestinenser gegeben werden koennen, muesste spaetestens seit dem Rueckzug aus Gaza klar sein. Muesste wohlgemerkt, denn Steinmeier und Co. reiten eben auf dieser Forderung herum. Fuer Bibi indes scheint ein “judenreines” Judaea und Samaria undenkbar.
ariel
Vielleicht sollte Steinmeier statt einer drei Hauptstaedte an einem Tag Angeberreise einmal einige Stunden in Ari’el verbringen. Um sich etwas in die Menschen einzufuehlen, deren Existenz in Samaria so verteufelt wird. Denn zur Daemonisierung eignen sich die BewohnerInnen von Ari’el – unter ihnen sehr viele russischsprachige Einwanderer – so wenig, wie die Einwohner von Ma’ale Adumim

ariel

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