| Gilo – juedischer Stadtteil auf einem Huegel im Sued-Osten der israelischen Hauptstadt Jerusalem.
Ich war in Gilo und moechte gegen eine Suggestion, wie sie die Zeit in ihrer Bilderwahl betreibt, ein paar Eindruecke wiedergeben, die sich beim Besuch von Gilo aufdraengen. Es werden keine Wohnblocks neben Moscheen geklotzt. Auf religioesem Wahn oder grossisraelischer Motivation keine Hinweise. Tatsaechlich draengt sich der Reiz der Lage auf und macht es sehr plausibel, dass es einen Bedarf an neuen Wohneinheiten gibt. Niemand hat die Araber seiner Zeit gezwungen, den juedischen Staat in den Wuergegriff zu nehmen und ihm eine Reihe von Kriegen aufzuzwingen, die zu israelischen Gebietsgewinnen gefuehrt haben. Der Plan, jetzt alles zu annulieren und alle Gebiete jenseits der sogenannten gruenen Linie zum Sperrgebiet fuer Juden zu machen, ist von den Entwicklungen der letzten 40 Jahre ueberholt. Und vorbei an den Realitaeten kann kein vernuenftiger Kompromiss gefunden werden. Sich ueber Wohnungsbau in Gilo zu entruesten geleitet den Nahostkonflikt unter das Licht palaestinensischer Propaganda, die nicht viel zur Erleuchtung beitragen kann. Von Gilo bietet sich ein freier Blick ueber Jerusalem. Freies Schussfeld und damit ein weiterer Grund, warum es muessig ist, palaestinensische Ansprueche gerade auf diesen Teil Israels zu diskutieren. |






freier Blick von Gilo auf das Zentrum Jerusalems
