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	<title>Olivers Betrachtungen &#187; Antisemitismus</title>
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		<title>Humanitäter</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>

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		<description><![CDATA[

Für Erdogan und die Hamas hätte es nicht besser kommen können. Unter ihren islamistischen Spielführern haben sich die Türken auf die vordersten Plätze des weltweit beliebten Antizionismus propagandiert. Viele Türken scheint das Entschädigung genug für die verpasste Teilnahme an der WM-Endrunde. Dankbar halten sie  ihre Fahnen in den Wind.  
Den Offensiv-Spezialisten der Hamas, die seit der Militäroperation cast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-522 aligncenter" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2010/06/israel-300x168.jpg" alt="Israel" width="300" height="168" /></p>
<p>Für Erdogan und die Hamas hätte es nicht besser kommen können. Unter ihren islamistischen Spielführern haben sich die Türken auf die vordersten Plätze des weltweit beliebten Antizionismus propagandiert. Viele Türken scheint das Entschädigung genug für die verpasste Teilnahme an der WM-Endrunde. Dankbar halten sie  ihre Fahnen in den Wind.  <br />
Den Offensiv-Spezialisten der Hamas, die seit der Militäroperation cast lead in die Defensive gedrängt schienen, haben die Humanitäter der Marmara eine unverhoffte Konterchance geboten. Evtl. werden sie sich sogar aus der Belagerung ihres Strafraums befreien.<br />
Die Runde geht ganz klar an den islamistischen Block. Vom iranischen Regime, über den syrischen Präsidenten bis zu den Stürmern der Hizbollah bezeugen eingespielte Israelfeinde den Türken standing ovations und feuern die Hamas an.<br />
Von der Muslimbrüderschaft in Ägypten bis zu Hugo Chavez wird die neue Aufstellung gegen Israel gelobt.</p>
<p> Hier in Israel herrscht dagegen eine Stimmung der Unsicherheit, die mit einer Welle des Patriotismus leidlich kaschiert wird. Seit bordende israelische Soldaten auf der Mavi Marmara von einem Lynchmob in Empfang genommen wurden und neun &#8220;Menschenrechtsaktivisten&#8221; bei der Übernahme des Schiffes ihr Leben auf Deck gelassen haben, plagen sich die Israelis mit Bauchweh.<br />
Die Aktion selbst, die Folgen und die möglichen Auswirkungen haben unverkennbar auf den Magen geschlagen.</p>
<p>Die verfügbaren Bilder des fatalen Einsatzes werden wieder und wieder gesichtet. Dass die israelischen Soldaten derart ans Messer geliefert wurden, geht nicht spurlos an den Menschen hier in Israel vorbei.<br />
So wünschen sich auch 2/3 der Israelis eine Untersuchungskomission (Maariv vom 2.6.). Bisher wird nur spekuliert, wo die Fehler gemacht wurden. Der Verteidigungsminister und die Geheimdienste stehen besonders unter Druck.<br />
Den an der Aktion beteiligten Soldaten kommt derweil Zuspruch von allen Seiten zu. Fast jede israelische Familie schickt ihre Söhne und Töchter zur Armee.</p>
<p>Dem Schock über die Geschehnisse folgt die Fassungslosigkeit über die weltweiten Reaktionen. Besonders bitter stößt  den Israelis die Rezeption und Auslegung der Geschehnisse in Europa auf.</p>
<p>Dass in der arabischen Welt israelische Fahnen brennen und &#8220;Tod Israel&#8221; skandiert wird, geschieht in regelmäßigen Intervallen. Auch die Radikalisierung der Türkei unter der Führung der AKP ist ein Prozess, der sich schon so lange hinzieht, dass es kaum für Verwunderung sorgt, dass jetzt Zehntausende in Istanbul ihren antiisraelischen Zorn auf die Straße tragen. Türkisches Fernsehen zeigt schon seit längerer Zeit offen antisemitische Serien und Filme. Jeder hier weiß, dass Erdogan sich schon lange mit Israelfeindlichkeit profiliert und die Nähe zu Iran und Syrien sucht. Dass bisher 300.000 Israelis pro Jahr in der Türkei Urlaub gemacht haben, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass man hier die Eskalation von Seiten der Türken erwartet hat.</p>
<p>Es ist die Israelfeindlichkeit, in der Europa versinkt, die hier auf das Gemüt drückt. Nicht, dass die Israelis nicht schon seit Jahren den Eindruck haben, dass die Welt gegen sie ist. Der antiisraelischen Stimmung in Europa aber hat man gehofft/geglaubt könnte man mit Erklärungen begegnen.</p>
<p>Dabei hat sich während der Militäroperation in Gaza schon klar gezeigt, dass man sich in Europa hinsichtlich des Nahostkonfliktes nicht für Erklärungen, Zusammenhänge und ideologiekritische Betrachtungen interessiert, sondern seine Ressentiments pflegt, wo es nur geht. Die Israelis haben den europäischen Antizionismus völlig unterschätzt. Die antiisraelische Berichterstattung und die israelfeindlichen Demonstrationen wurden stets als Folge islamistischer Propaganda begriffen. Was sie sicher auch waren. Aber das ist maximal die halbe Wahrheit.</p>
<p>Der in Europa weit verbreitete Antisemitismus im Gewand der Israelkritik wird  hier in Israel konstant verdrängt.</p>
<p>Es wird nicht erwogen, dass die Europäer sich vielleicht nicht nur vor den Karren der Islamisten spannen lassen, sondern deren antisemitische Verständnismuster teilen.</p>
<p> Was der jüdische Staat &#8220;im eigenen Interesse&#8221; zu tun hat, wird obsessiv von jenen Israelfeinden diskutiert, die sich in Europa &#8220;kritische Freunde&#8221; nennen und mit ihren Forderungen stets die israelische Souveränität und Demokratie herabwürdigen.</p>
<p> Von der Militäraktion gegen Raketenbeschuss über die Ausgrenzung von Terroristen bis zum Wohnungsbau in der eigenen Hauptstadt, fordert jede Bewegung der Israelis einen internationalen Aufschrei hervor, in den die Europäer einstimmen.</p>
<p> Dass es bei der Anteilnahme nie wirklich um das Verständnis des Nahostkonfliktes geht, wird daraus ersichtlich, dass trotz seiner viel beschworenen Bedeutung  für das Weltgeschehen  keine Anstrengungen unternommen werden, seine Hintergründe zu beleuchten. </p>
<p>Die Auseinandersetzung mit der Hamas wurde erst interessant, als Israel angegriffen hat. Raketenterror war den Europäern immer nur eine Fusnote.  Dieses dekontextualisierte Interesse lässt das israelische Handeln stets als Aggression erscheinen und koppelt so bestätigend auf die antiisraelischen Ansichten zurück. Bei der Berichterstattung zu Gaza wurde die Vorgeschichte von der einseitigen Räumung bis zur Umwandlung des Küstenstreifens in Hamastan und der Beschuss israelischer Städte ausgeklammert.</p>
<p>Das Interesse an den Geschehnissen ist schlicht der Unterfütterung einer bereits festen Meinung geschuldet.</p>
<p>Neun tote Aktivisten an Bord der Mavi Marmara werden als neuester  Beleg für die Tötungsabsicht der Israels zitiert.</p>
<p>Wie der Schuldanteil von Palästinensern und Israelis an cast lead ständig umgekehrt proportional zu den Opferzahlen berechnet wird.  Propagandalogik. Hinsichtlich des Militäreinsatzes in Gaza bleibt hinter dieser Rechnung stets zurück, dass sich Israel vor seine angegriffene Bevölkerung gestellt hat, während Hamas sich hinter den Menschen in Gaza weggeduckt hat. Es gibt eine viel einfachere Gleichung als das Hantieren mit den Opferzahlen. Ohne Raketenterror der Hamas hätte es gar keine Militäroperation gegeben. Auch würde es heute keine Blockade des Küstenstreifens geben.</p>
<p> Dass die Ereignisse hier im Nahen Osten meist vor dem Hintergrund einer bestimmten Anschauung interpretiert werden, lässt sich ideologiekritisch im Sprachgebrauch nachweisen. Hinsichtlich Israel haben sich eine Reihe von Begriffen durchgesetzt, die unreflektiert angewendet werden und stets schon  ein Urteil über den Sachverhalt beinhalten, den sie darstellen. In Begriffen drückt sich aus, wie etwas begriffen wird.</p>
<p>Ganz klassisch: Was bleibt zu diskutieren, wenn Israelis in Jerusalem illegal auf besetztem palästinensischen Gebiet bauen?</p>
<p>Ganz neu: Was bleibt zu diskutieren, wenn israelische Soldaten einen Hilfskonvoi mit Menschenrechtsaktivisten angreifen?</p>
<p> Anhand der Berichterstattung über die Konfrontation zwischen der Solidaritätsflotte und der israelischen Marine zeigt sich, dass die Europäer nicht leichtgläubig islamistischer Propaganda auf den Leim gehen, sondern ihre eigenen Ressentiments pflegen. </p>
<p>Schon im Vorfeld wurde das Angebot Israels, die Ladung in Ashdod abzuladen und über den regulären Versorgungsweg nach Gaza zu bringen, genauso abgelehnt, wie das Angebot der Familie Shalit, sich bei der israelischen Regierung für die Solidaritätsflotte einzusetzen, wenn dafür ein Päckchen an Gilad Shalit übergeben wird.</p>
<p>Wo blieb die Deutung der Widersprüche, die in der Ablehnung dieser Angebote durch die vermeintlichen Menschenrechtsaktivisten offensichtlich wurden? Wo blieb die Deutung des Widerspruches, der das krude Bündnis von Menschenrechtsaktivisten und Hamas umgibt?</p>
<p>Zahlreiche Videos, die inzwischen veröffentlicht sind, geben offensichtliche Hinweise darauf , dass die Israelis die Lage an Bord der Mavi Marmara völlig falsch eingeschätzt haben und sich in Erwartung max. zivilen Ungehorsams Einzeln mit Paintball Gewehren auf Deck abgeseilt haben. Deutlich wird in den Videos, dass die Aktivisten in totschlägerischer Absicht über sie hergefallen sind. Trotzdem wird das tragische Ergebnis von neun Toten nie ernsthaft <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gYjkLUcbJWo&amp;feature=player_embedded">der von den Aktivisten entfesselten Gewalt</a> zugeschrieben. Mit der Konnotation, dass man es für durchaus möglich hält, dass die Israelis auf todbringende Aktivistenjagd gegangen sind und nicht wirklich eine unblutige Übernahme im Sinn hatten. Und das sagt viel darüber aus, wie Israel eingeschätzt wird.</p>
<p>Würde jemand das Bombardement von Kunduz so interpretieren, dass die Deutschen zur Belustigung der Truppe unzählige Zivilisten in Afghanistan umbringen liessen?</p>
<p>Es gibt Videos, die belegen, wie die Aktivisten die Gewalt vorbereiten. Es gibt die Aktivisten, die im Vorfeld bekundet haben, als Märtyer sterben zu wollen. Es gibt noch viel mehr. Einfach auf youtube Marmara eingeben. Dass die Bilder von der IDF freigegeben wurden, ändert nichts daran, dass sie in Ausschnitten zeigen, was passiert ist. Wie kann es trotzdem sein, fragen sich die Israelis, dass die ganze Welt gegen Israel ist?</p>
<p> Vielleicht sollte man einmal die Artikel von Herrn Thumann ins Hebräische übersetzen, um dies beispielhaft aufzuzeigen. Die Frage, ob es sich bei den Organisatoren IHH um <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-06/gaza-Stiftung">Radikalislamisten oder harmlose Helfer</a> handelt beantwortet Michael Thumann mit harmlose Helfer. Als Grundlage dieser Einschätzung dient ihm ein Besuch im Vereinsheim. Dieses haben am selben Tag auch Journalisten der Maariv besucht und im Eingangsbereich der IHH eine übergroße Palästinakarte fotografiert. Eine Karte, auf der Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer reicht. Die muss Herr Thumann übersehen haben. Genauso, wie ihm einige Hintergründe über die IHH entgangen sein müssen. <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3897783,00.html">Yoram Ettinger sind sie nicht entgangen</a>.</p>
<p> Die Referenzbegriffe zu der Tragödie in der Zeit sind derweil bereits ausgebildet. Am 3.6. bereits beginnt der Artikel <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-06/gaza-israel-ihh-hamas">Gaza-Helfer wollen Israel trotzen</a> mit &#8220;Die von Elitesoldaten angegriffenen Aktivisten&#8230;&#8221;</p>
<p>Nachdem die Geschehnisse ins Weltbild eingepasst wurden, wartet die Welt jetzt darauf, dass Israel von einer unabhängigen Kommission scharf verurteilt wird.</p>
<p>Wenn es Israel irgendwann plötzlich nicht mehr geben sollte, man müsste es der Welt zu Liebe umgehend wieder gründen.</p></div>
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		<title>schwarz rot gold weiß rot II</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird.
Martin Walser
Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.
Martin Hohmann
“Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch”
Bischoff Hanke
&#8220;Ich fürchte, dass kaum jemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"><img title="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2010/03/auschwitz14-300x240.jpg" alt="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" width="300" height="240" /></div>
<p>Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird.<br />
<a href="http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/WegeInDieGegenwart_redeWalserZumFriedenspreis/index.html">Martin Walser</a><br />
Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.<br />
<a href="http://www.tagesschau.de/inland/meldung270492.html">Martin Hohmann</a><br />
“Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch”<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/article750858/Wenn_es_aus_deutschen_Bischoefen_spricht.html">Bischoff Hanke</a><br />
&#8220;Ich fürchte, dass kaum jemand den Antisemiten, die es in Deutschland gibt, leider, die wir bekämpfen müssen, mehr Zulauf verschafft hat als Herr Scharon und in Deutschland ein Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art&#8221;<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,199445,00.html">Moellemann</a><br />
&#8220;Ich kann in den Aktionen der israelischen Armee keinen Abwehrkampf gegen den Terrorismus sehen &#8211; sondern nur Vernichtung&#8221;<br />
<a href="http://www.nahost-politik.de/deutschland/bluem.htm">Norbert Bluem</a></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wer sich den Anforderungen der Moderne nicht gewachsen sieht, sexuell zu kurz kommt und ökonomisch zurückbleibt, kann gegen die Moderne, die alles verkompliziert, nur dann zurückschlagen, wenn seinem Frust ein konkretes Ziel gegeben wird. In Form eines gemeinschaftlich getragenen Feindbildes.</p>
<p>Systembedingte und überindividuelle Dynamiken, die das eigene Fortkommen behindern, bleiben unbeachtet, zu Gunsten einer wahnwitzigen Weltanschauung, bei dem alles um konkrete Heils- und Unheilsbringer gruppiert ist.</p>
<p>In der verkehrten Auffassung falscher Verhältnisse steckt der Keim des Antisemitismus. </p>
<p>Wem die Moderne als Bedrohung erscheint,  bemüht sich nicht darum, komplizierte Dynamiken zu verstehen, sondern darum, die Wurzel allen Übels durch Schuldzuschreibung greifbar zu machen.</p>
<p>Die gemeinschaftliche Deutung der Realität und die Festlegung der Schuldigen, bereitet dem kollektiven Frustabbau den Weg.</p>
<p>In dieser Weltsicht haben Verschwörungen und Paranoia nicht nur ihren Platz, sondern dienen als tragende Säulen.</p>
<div><a href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">65% der Deutschen – ca. 2 von 3 – waren 2003 der Meinung, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstellt.</a></div>
<p>Der Antizionismus baut auf nie überwundenen antisemitischen Ressentiments. Israel wird in Deutschland  über Projektionen wahrgenommen, die einer verkehrten Weltsicht entspringen. Und den Beschädigungen der deutschen Psyche.</p>
<p> Bei den Deutschen ist es mehr als nur die Aversion gegen die  Erfolgsgeschichte des Staates Israel, in der die Enttäuschung über die Moderne sich in der Wut auf ein modernes &#8220;Gebilde&#8221; auslässt, dem Unheil und Verderben zugeschrieben werden. Die Vorwürfe, Israel sein Apartheit, Aggression und religiöser Wahn gründen nicht in einer Analyse des demokratischen Einwandererstaates sondern in der Psyche der Israel&#8221;kritiker&#8221;.    </p>
<p>In Deutschland wird das antimodernistische Ressentiment vom Drang nach Revision der Geschichte begleitet. Die Gemeinschaft der Deutschen sieht sich - trotz aller angestrenten schwarz-rot-geilen Bemühungen um Normalität  - durch den Holocaust  diskreditiert . Die Rehabilitation des Volkskörpers will nicht gelingen, was unbegriffene  moderne Zeiten nur noch gefährlicher erscheinen lässt. </p>
<div>
<div>Auschwitz soll deshalb auf verschiedene Weise entsorgt werden. Durch den Bau von Denkmälern wie in Berlin, <a href="http://www.derpartisan.com/2010/02/16/schwarz-rot-gold-weis-rot-i/">Aufrechnung wie in Dresden</a>, Generalisierung wie überall betrieben. Das Gedenken wird als als hohle Mahnung gegen Diskriminierung allgemeiner Art entsorgt.<br />
Der Geschichtsrevisionismus, der aus Hitlers willigen Helfern ein Volk kostruiert, dass unter einer kleinen Gruppe von Nazidespoten zu leiden hatte, hat an seiner Popularität nichts eingebüßt, seit den Jahren, weit vor meiner Geburt, als im Heimatbuch meines Geburtsdorfes festgehalten wurde, dass zur betreffenden Zeit &#8220;der Krieg über Deutschland hereingebrochen ist&#8221;.</div>
</div>
<div>Besonders in Mode ist neben Opfermythos die extreme Geschichtsrelativierung, die Israelis als neue Nazis benennt.</div>
<div>
<div>Instrumentalisierung des Holocaust, Faschismus und Vernichtungsdrang lauten  die  Vorwürfe an Israel, die stets wird der Ruf nach Bestrafung so laut, dass dem Antisemitismus der Schleier der Israelkritik endgültig genommen wird. Internationaler Gerichtshof, Boykott und iranische Atombombe. Die Straflust ist eine wahre Obsession. </div>
<div><a href="http://www.honestly-concerned.org/Temporary/Antisemitismus-in-Deutschland_Kurzbericht.pdf">Nach einer Studie der Universität Bielefeld von 2004</a> stimmen 57,3 % der Deutschen der Aussage &#8220;Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser&#8221; eher (33,2%) bzw. voll und ganz (35,1%) zu. Der Aussage &#8220;Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben&#8221; stimmen 23,9 % der Deutschen eher und weitere 27,3% voll und ganz zu.</div>
</div>
<div>Wo ist die Auseinandersetzung, die Adorno und andere ideologiekritsche Sachbverständige eingefordert haben, um abzusichern, dass Ausschwitz nie wieder sei?</div>
<div>In ideologiekritischer Betrachtung ist der antisemitische Wahn, der sich bis zum Holocaust gesteigert hat, nicht mit dem Sturz von Nazideutschland verschwunden und muss auch im vermeintlich nachfaschisischen Deutschland aufgespürt werden.</div>
<p>Im Grunde sind die Lehren aus dem Holocaust nicht so schwierig, wie es gerne angeführt wird. Es geht nicht um die Erörterung der Schuld nachfolgender Generationen, sondern um die besonderen Verantwortung Deutschlands - als Nachfolgestaat des Dritten Reichs - eliminatorischen Antisemitismus NIE WIEDER den Weg zu bereiten. Ein angemessenes Gedenken an Auschwitz wäre es - über die ohnehin viel zu spät bezeugte Sympathie mit den Opfern hinaus -  Solidarität mit denen zu zeigen, die in den Fokus der Erben jener völkermordverursachnden Ideologie gekommen sind. Das Gedenken an den Holocaust ist eine Aufforderung, unbedingte Solidarität mit dem Staat Israel zu zeigen.</p>
<p>Deutschland, dessen Existenzrecht nach Auschwitz nur mit der besonderen Verantwortung für den jüdischen Staat gedacht werden kann, darf die Augen vor der angedrohten Zerstörung Israels nicht verschliessen.</p>
<p>Deutschland hat demonstiert, wie grenzenlos der antisemitische Wahn ist und die Geschichte hat gelehrt, wie wirkungslos sich das Appeasement hinsichtlich des eliminatorisch gesinnten Antisemitismus verhält.</p>
<p>Das Gedenken an den Holocaust kann nicht in einer Reihe von Denkmälern entsorgt werden. Es fordert zu einer ernsthafteren Auseinandersetzung auf, um zu verhindern, dass Auschwitz je wieder sein wird. Es mahnt aus der Geschichte zu lernen, dass der antisemitische Wahn nicht bei Drohungen und Vorbereitungen zum Völkermord halt macht.</p>
<p>Zu Hitlers Zeiten in die islamische Welt exportiert, hat der antisemitische Wahn dort Wurzeln geschlagen und blüht in fruchtbarer Verschlingung mit dem Islamismus auf. In Europa musste er sich dageen zum Antizionismus wandeln. Trotzdem ist die Ideologie der Apokalyptiker in Teheran und die ihrer Sympathisanten in Europa verwandt mit den Weissen von Zion und den Propagandisten der Endlösung der Judenfrage.</p>
<p>Den Machthabern im Iran kommen in Europa allerhand apologetische Dienste zu. Ihnen wird entweder unterstellt überhaupt nicht nach der Bombe zu streben oder zugestanden diese zu besitzen (hier fehlt es der pro-iranischen antizionistischen Front an Stringenz). Und stets wird darauf hingewiesen, dass alles, was sie verlautbaren, doch ganz anders gemeint ist.<br />
Dieses obsessive Eintreten für eine Wahnehmung, der das iranische Streben nach der Bombe und die Vernichtungsphantasien hinsichtlich Israel, verschleiert bleibt, ist Dienst am Antisemitismus.</p>
<p>Auch die Verdrehung der iranischen Aggression gegen Israel (die nicht nur im Griff nach der Bombe, sondern auch durch den Terrorismus seiner Statthalter im Libanon und im Gaza zum Ausdruck kommt) ist so aufzufassen.</p>
<p>Um einen evtl. israelischen Präventivschlags als letztes Mittel zum Überleben des jüdischen Staates als initiale Gewalt darzustellen, auf die der Iran mit dem Streben nach der Bombe quasi nur reagiert, ist nur unter bewusster Verdrängung des Verstandes zu Gunsten der Propaganda möglich. Trotzdem findet sich diese Sichtweise überall</p>
<p>Antisemitismus ist mehr als mit den Juden ein Problem zu haben und<br />
tatsächlich hat der Iran mit dem jüdischen Staat weder einen Grenz- noch einen Flüchtlingskonflikt. Im Iran sind Fanatiker an der Macht, nach deren Verständnis der Welt die Moderne nioch viel mehr als Bedrohung erscheint, als den deutschen Globalisierungsgegenern von rechts und links, die sich so gerne solidarisch mit den Mullahs geben.</p>
<p>Ungeachtet des eigentlich himmelschreidenden Unterschieds, der zumindest zwischen linker und iranischer Agenda hinsichtlich Frauen- und Minderheitenrechten und dem Umgang mit Homosexualität besteht. Es ist zu offensichtlich, dass die Verbrüderung allein dem gemeinsamen Feind geschunden ist. Mit missionarischem Eifer treiben die Machthaber in Teheran deren Tilgung von der Landkarte voran und bekommen dafür mächtig Schützenhilfe aus sogenannten antiimerialistischen Kreisen in der ideologischen Wiege des planvollen Vernichtens der Juden.</p>
<p>Es sei den Antizionisten einmal unterstellt, dass sie die Vernichtung Israels gar nicht wollen, sondern sich vom nuklearen Iran eine Zurechtstutzung der israelischen Stellung erhoffen. Hier wirkt sich die ausgebliebene Aufarbeitung von Auschwitz besonders fatal aus. Da es sich in radikalste Steigerung antisemitischer Ressentiments, Millionen Menschen umbringen zu müssen, um die Welt zu retten, schwer hineindenken lässt, wird er schlicht verleugnet und denen, die ihn ernst nehmen, Instrumentalisierung vorgeworfen. Alles nur Vorwand für einen Krieg gegen das große iranische Volk etc. Pp.</p>
<p>Auch in Deutschland ging der tatsächlichen Judenvernichtung der Entschluss und die Planung voraus. So unmöglich es ist, sich vorzusetellen, wie die Rationalität in den Dienst der effektiven Ermordung von Millionen Menschen gestellt werden konnte, muss akzeptiert werden, dass es geschehen ist und in einer anderen Form wieder aufgenommen werden soll. Und wie Netanyahu richtig festgestellt hat, wird das irrationale Hinschlachten nicht bei den Juden halt machen.</p>
<p>Ein fanatisches Regime, das droht Israel von der Landkarte zu tilgen, schickt sich an, in den Besitz von Atombomben zu kommen.</p>
<p>Aus dem Holocaust sollte die Lehre gezogen werden, den Wahn eliminatorisch gesinnter Antisemiten nicht zu unterschätzen und alles zu tun, dass es zu keinem weiteren Völkermord an den Juden kommt.</p>
<p>Gerade hier muss der Holocaust als Mahnung stehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, bevor ein weiteres unbegreifliches Verbrechen geschieht.</p>
<p>Ich schaue aus Tel Aviv mit der größten Bestürtzung auf Deutschland, wo es scheinbar nicht wenige gibt, denen eine Bombe in den Händen der apokalyptischen Is lamisten nicht unrecht wäre und denen es einen Lustgewinn zu bereiten scheint, sich dieses Szenario auszumalen und seinem Zustandekommen das Wort zu reden.</p>
<p>Der Iran droht Israel von der Landkarte zu streichen. Gerade in Deutschland sollte dies zu einer unbedingten Solidarität mit dem jüdischen Staat führen. Von einer Vorreiterrolle bei Sanktionen bis zur Unterstützung eines Luftschlages.</p>
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		<title>schwarz rot gold weiß rot I</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 19:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>

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		<description><![CDATA[In Dresden offenbaren sich die Überschneidungen von Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot. Der perpetuierte Vorwurf der Instrumentalisierung des Gedenkens von Rechts ist dabei die eigentliche Instrumentalisierung. Es soll suggeriert werden, dass die Neonazis den Sinn des Gedenkens verkehren, wo sie tatsächlich die verschleierten Intentionen der gutbürgerlichen Volkstrauer schonungslos an die Oberfläche bringen. Ob am rechten Rand oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Dresden offenbaren sich die Überschneidungen von Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot. Der perpetuierte Vorwurf der Instrumentalisierung des Gedenkens von Rechts ist dabei die eigentliche Instrumentalisierung. Es soll suggeriert werden, dass die Neonazis den Sinn des Gedenkens verkehren, wo sie tatsächlich die verschleierten Intentionen der gutbürgerlichen Volkstrauer schonungslos an die Oberfläche bringen. Ob am rechten Rand oder aus der Mitte der Gesellschaft heraus die Deutschen als Opfer beklagt werden, beleidigt die Millionen, die den &#8220;jew hating mass murder maniacs&#8221; (wie die Deutschen in Inglorious Bastards so treffend bezeichnet wurden) zum Opfer gefallen sind, in gleicher Weise. Die Deutschen haben den totalen Krieg extatisch eingefordert und als Vernichtungskrieg im Osten und als Bombenkrieg gegen unzählige Städte exerziert. Dazu das  furchtbarste Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Die administrativ geplante und mit deutscher Ordnung durchgeführte Judenvernichtung. Sir Arthur Harris und co haben ihren Teil dazu beigetragen, das millionenfach massenmordende Deutschland zu stürtzen. Wer den Kampf gegen Hitlers willige Helfer kriminalisiert &#8211; rechts oder gutbürgerlich &#8211; der fordert die Abgeltung von Ausschwitz durch Dresden. Die Alliierten haben das mordgierig wütende deutsche Unwesen zu Fall gebracht und wenn das hier und da mit robusteren Mitteln und rustikalerem Einstigen geschehen musste, ist das kein Grund die Zusammenhänge außer Acht zu lassen. Wer die Opfer gleichsetzen will, der schielt auch auf eine Gleichsetzung der Taten und Täter. Und weil die schwarz-rot-goldene Mitte der Gesellschaft die Unschicklichkeit dieses Anliegens ahnt,  projeziert siees auf die Neonazis um es als Instrumentalisierung des Gedenkens zu geißeln und selbst damit fortzufahren. Die Verurteilung des Geschichtsrevisionismus der Neonazis reinigt den eigenen. Durch die Identifikation mit den versagenden Instanzen solch offen revisionistischer Einstellungen, werden die eigenen Regungen legitimiert. Wer gegen die Instrumentalisierung der Neonazis ist, hat sich Freiraum für den eigenen deutschen Opfermythos geschaffen. Den geläuterten Deutschen scheint es schwer, die Schuldigen des millionenfachen Hinschlachtens und Vernichtens von denen zu trennen, die dem ein Ende gesetzt haben. Was ist da noch an Instrumentalisierung möglich?</p>
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		<title>Ende der Schonzeit</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 00:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Antizionismus droht in Deutschland und Europa von einer Mehrheitsmeinung zu einer undurchschauten Selbstverstaendlichkeit zu werden. Ein Konsens, der sich in Begriffen manifestiert, die zum Standard jeder Diskussion ueber Israel geworden sind. Antizionistische Ansichten, die wie ideologisch unverdaechtige Tatsachen gehandelt werden pflastern den Weg zu entsprechenden Schlussfolgerungen, die sich unmitelbarer Kritik entziehen.
Im Zuge des Antrittsbesuchs Westerwelles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Antizionismus droht in Deutschland und Europa von einer Mehrheitsmeinung zu einer undurchschauten Selbstverstaendlichkeit zu werden. Ein Konsens, der sich in Begriffen manifestiert, die zum Standard jeder Diskussion ueber Israel geworden sind. Antizionistische Ansichten, die wie ideologisch unverdaechtige Tatsachen gehandelt werden pflastern den Weg zu entsprechenden Schlussfolgerungen, die sich unmitelbarer Kritik entziehen.</p>
<p>Im Zuge des Antrittsbesuchs Westerwelles vor Ort wurde in dem Zeit-Artikel <a href="http://www.zeit.de/2009/49/01-Deutschland-Israel">Jedes Wort zählt</a> von Deutschland ein kritischeres Verhalten gegenueber Israel verlangt. Als Freundschaftsdienst, denn &#8220;Freundschaft muss auch Widerspruch ertragen können&#8221;.</p>
<p>In drei Teile gegliedert wurde je eine Sachlage dargelegt und dann kommentiert. Die hinterlistige und evtl. auch von den Autoren undurchschaute Verschleierung des Antizionismus vollzieht sich in dem Artikel in der Beschreibung der Gegenstaende selbst. Nach dem Artikel &#8220;drang aus Jerusalem ein Paukenschlag, der jeden Frieden infrage stellt. Die Mitte-rechts-außen-Koalition von Premier Netanjahu erlaubt den Bau von 900 neuen Wohnungen in der jüdischen Siedlung Gilo – auf palästinensischem Gebiet.&#8221;</p>
<p>Eine Darstellung der Sachlage, als ob sie ungeprueft der palaestinensischen Propaganda entnommen waere. Es handelt sich bei der Sichtweise um die der Palaestinenser, die Gilo fuer einen palaestinensischen Staat in den Grenzen von 67 mit der Hauptstadt Ostjerusalem fuer sich reklamieren, waehrend die Israelis Gilo als integralen Bestandteil der israelischen Hauptstadt Jerusalem ansehen. Tatsaechlich war Gilo nie palaestinensisch, sondern von Jordanien annektiertes Gebiet, dass im 6-Tage-Krieg den Israelis in die Haende gefallen ist. Der Artikel legt aber wie selbstverstaendlich fest, dass es sich bei Gilo um eine juedische Siedlung auf palaestinensischem Boden handelt. Nachdem der Wohnungsbau in Gilo als provokanter Landraub eingefuehrt wurde, wird kommentiert. Deutschland soll verurteilen. Was auch sonst, angesichts der aufgezeigten Umstaende.</p>
<p>Des Weiteren wird die &#8220;Wiederbelebung der Friedensverhandlungen mit den wichtigen palästinensischen Gruppen&#8221; im Interesse des Friedens gefordert. Wobei mit den wichtigen palaestinensischen Gruppen neben Fatah auch die Hamas gemeint ist. Verhandlungen, fuer die die Roadmap auf dem Tisch liegt, aber auch &#8220;ein weitsichtiger arabischer Plan, der Israel Frieden gegen den Rückzug an die Grenze von 1967 anbietet&#8221;. Als ob Ruhe im Karton herrschen wuerde, wenn Israel nicht so starrkoepfig waere.</p>
<p>Solche Aufforderungen zeugen von einer Neugewichtung der Ursachen des Konflikts. Terror und eliminatorisch gesinnter Antisemitismus wiegen immer weniger, waehrend das israelische Tun und Lassen als Grunduebel herausgearbeitet wird.</p>
<p>Bei derartiger Bewertung des Konflikts faellt nie ins Gewicht, dass Israel den Gazastreifen in der Hoffnung &#8220;Land fuer Frieden&#8221; zu tauschen, an die Palaestinenser gegeben und statt Frieden Raketenterror geerntet hat. Die Transformation schmerzhaft geraeumten Landes zu Hamsatan. Dabei kann eine Bewertung der Problemkonstellation ohne die besondere Gewichtung dieser Erfahrung nicht gelingen. Jedenfalls kann der israelischen Sichtweise nicht Rechnung getragen werden, wenn diese fuer Israel zentrale Erfahrung ausgeblendet wird. Dem Desaster des Rueckzug aus Gaza folgte ein Meinungsumschwung bezueglich weiterer Raeumungen und die Wahl Netanjahus, der die Bedeutung der Siedlungen fuer die Sicherheit Israels immer betont hat. Aus Gaza folgt, dass Israel sich nicht hinter die gruene Linie zurueckziehen kann.</p>
<p>Es kann kein Bemuehen um eine friedliche Loesung des Konflikts geben, wenn israelische Sicherheitsbeduerfnisse ausgeblendet werden. Solange Demilitarisierung fuer die Palaestinenser kein Thema ist und Israel die Anerkennung als juedischer Staat versagt bleibt, ist es absurd Israel die Hauptverantwortung fuer die festgefahrene Lage anzulasten und Israelis zu immer weiter reichenden Konzessionen zu draengen.</p>
<p>Waehrend die Infrastruktur des Terrors und der dschihadistische Geist in den Gebieten keine Empoerung wert sind, wird die &#8220;Blockade&#8221; des Gaza unbeachtet der Umstaende und ihrer Geschichte als eine Wurzel des Unheils in der Region gehandelt.</p>
<p>Neben der &#8220;Blockade&#8221; gelten Siedlungen in Judaea und Samaria und vermeintliche Siedlungen in Ost-Jerusalem als zweites grosses Hindernis zum Frieden. Wo sich solch eine Sichtweise verfestigt hat, soll die Aufforderung nicht ueberraschen, sich zu Verhandlungen einzufinden, bei denen dann die Uebergabe aller Gebiete jenseits der gruenen Linie an die Palaestinenser zu beschliessen ist. Ein Diktat, wie es die EU fordert. An den Verhandlungstisch um einen Kompromiss zu finden, der allen Anspruechen der Palaestinenser genuegt. Wo Siedlungen als absolutes Unheil gehandelt werden, hat solch eine himmelschreiende Widerspruechlichkeit (Aufforderung zu Verhandlungen bei gleichzeitiger Festlegung des Ergebnisses) das Zeug, als vernuenftiger Vorschlag zu gelten.</p>
<p>Dann faellt auch nicht ins Gewicht, dass Netanjahu tatsachlich ein Zeichen gesetzt und in einem besipiellosen Schritt einen zehnmonatigen Baustop in den Siedlungen verhaengt hat. Durch dass voreingenommene bzw. ressentimentgeleitete Begreifen des Konflikts wird dies in Europa nur als unzureichender Schritt angesehen.</p>
<p>Und dann ist da noch der Iran und der die Gefahr des &#8220;grossen Nahostkriegs&#8221;. Nicht das iranische Streben nach der Atombombe sondern die Israelis, die dies evtl. militaerisch zu verhindern gedenken, gelten als Gefahr. Diese Sichtweise, die Aktion und Reaktion auf den Kopf stellt, entwickelt sich zunehmend zum Konsens. So oft der iranische Praesidenten die Welt zum Narren gehalten hat, wurde das Appeasement intensiviert. Der antisemitischer Irrsinn einer &#8220;Welt ohne Zionismus&#8221;, die der Iran propagiert, wird zu diesem Zweck staendig als nicht so gemeint entschuldigt. Die Lehren aus der Geschichte scheinen speziell in Deutschland in Denkmaelern verbraucht. Die Forderung, wonach eliminatorisch gesinnter Antisemitismus nie wieder zum Zug kommen darf ,bleibt unreflektiert. In Deutschland kein Gedanke daran, dass die Solidaritaet mit Israel angesischts des iranischen Strebens nach der Bombe, Verpflichtung zur Solidaritaet mit dem juedischen Staat sein muss. Tatsaechliche Solidaritaet an Stelle eines geheuchelten Beistands und der Ermahnung, ja nichts zu unternehmen.</p>
<p>Die Existenzberechtigung Deutschlands nach Ausschwitz sollte nur mit der moralischen Verpflichtung denkbar sein, Israel immer zu unterstuetzen. Statt dessen herrscht inzwischen die Wahrnehmung vor, dass Israel stets ermahnt werden muss.</p>
<div>Dass Iran und seine Stellvertreter an den Grenzen Israels ideologisch auf dem exportierten Antisemitismus der Nazis bauen, wird dabei verdraengt oder von Grund auf nicht kapiert. Statt auf die Gefahren des Appeasement gegenueber wahnsinnigen Antisemiten hinzuweisen, wird weiteres Nichtstun propagiert. Wie auch im Artikel <a href="http://www.zeit.de/2009/50/oped-50">Entspannung, was sonst?</a> Als ob es gar nicht anders sein koennte, als dass die Gefahr verschwindet, wenn nur die Augen fest verschlossen werden.</div>
<div>Oder ist es schon gar nicht mehr von Interesse den atomaren Iran zu verhindern. Spielt da vielleicht schon die Lust auf eine Neuordnung im Nahen Osten mit.  Der Antizionismus, der sich in den Koepfen der Europaeer endgueltig zu verfestigen droht.</div>
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		<title>Ponti-Faxen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 10:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem sich die Spuren des heiligen Vaters im heiligen Land wieder verloren haben, bemuehen sich irdische Kommentatoren darum, die Groesse seiner Schritte zu bemessen. Die Auslegung der Nachwirkung des Kirchenoberhauptes bietet Gelegenheit einmal mehr eigene Anschauungen an einem hoeheren Ereignis abzuarbeiten. So verfestigt sich noch einmal die Vorstellung einer schweren Reise, die der Pontifex auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich die Spuren des heiligen Vaters im heiligen Land wieder verloren haben, bemuehen sich irdische Kommentatoren darum, die Groesse seiner Schritte zu bemessen. Die Auslegung der Nachwirkung des Kirchenoberhauptes bietet Gelegenheit einmal mehr eigene Anschauungen an einem hoeheren Ereignis abzuarbeiten. So verfestigt sich noch einmal die Vorstellung einer schweren Reise, die der Pontifex auf sich genommen hat. Der Gang duch Nahost wurde in den Tagen vor seinem Erscheinen vor Ort oft <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/2009/20/Juden-Papst">zur Reise mit schwerem Gepaeck</a> stilisiert. Eine gelungene Dramatisierung, die sich heute fuer eine positive Anschauung seines Wirkens fruchtbar erweist. Die Reise stand vermeintlich unter einem schlechten Stern. Von Ratzingers Hitlerjugend bis zu Benedikts Rehabilitation eines Holocaust-Leugners wurden allerlei Schwierigkeiten heraufprophezeit. Als ob jemals die Moeglichkeit bestanden haette, dass der Papst seinen Auftritt verweinbauert.<br />
In Yad Vashem schwieg er sich dann tatsaechlich darueber aus, wer sechs Millionen Juden ermorden liess. Kein Wort zu Williamson und kein Besuch des Museum, in dem Pius II als Papst gezeigt wird, der zum Holocaust schwieg.<br />
Statt verdienter Schelte an einem deutschen Papst, der es unterlaesst, in Israel die Deutschen als Schuldige an der Judenvernichtung zu bennenen, gab es anerkennende Worte fuer seine grosse, <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/20/papst-rede-jad-vahsem?page=1">spirituelle, nicht historisch ausgerichtete Rede</a>. Alles in allem gilt der Besuch, gemessen an den schlechten Vorzeichen, als Segen. Die erloesten Reaktionen verweisen auf die Gemuetslage der Schreiber und ihrer seeligen Leser.</p>
<p>Der Holocaust ist vorbei und in ehrenwerten Denkmaelern fuer die Nachwelt aufgehoben. Die schwierige Auseinandersetzung mit den Umstaenden, unter denen er moeglich wurde, hat ihre Schuldigkeit getan. Geschichte ruhen lassen als deutsches Anliegen. Zum ansatzweise kritischen Artikel <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/21/papstreise-kommentar">&#8220;Ungleichgewicht des Mitgefuehls&#8221;</a> bemerken kommentierende Leser dass die &#8220;Unterdrueckung der Palaestinenser&#8221; als aktueller Konflikt zu gelten hat im Gegensatz zum Holocaust, der nunmehr über ein halbes Jahrhundert zurückliegt.</p>
<p>Ueberhaupt sind die Leser-Kommentare zu den verschiedenen Berichten ueber die Papstreise vollgepackt mit dem Schuldkomplex, den es abzustreifen gilt. Woraus sich die Vorstellung eines Komplex herauskristallisiert, also einer eingeredeten Schuld. Einer vorgeblichen Schuld, die in der Auschwitzkeule, staendig gegen die Deutschen instrumentalisiert wird. Eine Schuld, die Deutsche aus Sicht der Deutschen zu Taetern stigmatisiert und ihrer Opferrolle [Dresden und Vertreibung] ukeinen Platz laesst.</p>
<p>Es sei an dieser Stelle eingeschoben, dass der Papst zum Tag der Heimat auch schon die ein oder andere <a class="postlink" href="http://www.bund-der-vertriebenen.de/presse/index.php3?id=600">einfuehlsame Grussbotschaft an den BdV schickt.</a></p>
<p>Wer aber auf dem moralischen Fundament baut, Auschwitz &#8220;Nie Wieder&#8221; geschehen zu lassen, kann den Holocaust nicht als Geschichte betrachten, die uns heute nichts mehr angeht. Der millionenfache Judenmord der Deutschen gruendete auf einem antisemitischen Wahn, der nicht mit dem Ende der Nazis verblichen ist. Daraus ist durchaus eine Verpflichtung abzuleiten, sich immer wieder mit der Ideoloie auseinanderzusetzen, die Auschwitz moeglich gemacht hat. Die wahnsinige Vorstellung einer juedischen Verschwoerung, die mit allen Mitteln angegangen werden muss, feiert derzeit Renaissance. Die industriell durchgeplante Judenvernichtung als Verirrung der Geschichte abzutun, ist fahrlaessig.<br />
In der westlichen Welt &#8211; v.a. in Deutschland &#8211; hat sich der Antisemitismus nach Ausschwitz zum Ressentiment gegen Israel gewandelt. Eine ideologiekritische Dechiffrierung dieses verkleideten Antisemitismus waere eine Herausforderung fuer einen deutschen Papst gewesen, der so gerne zum Philosophen erhoben wird. Mit einer Beleuchtung der unheilvollen Solidaritaet mit antisemitischen Bewegungen, haette der Papst tatsaechlich den Mut bewiesen, der ihm so oft unterstellt wird.</p>
<p>In der islamischen Welt blueht der eliminatorisch gesinnte Antisemitismus und treibt immer neue Vernichtungsdrohungen gegen den juedischen Staat hervor.<br />
Wer es ernst meint mit der Forderung, dass Auschwitz &#8220;Nie Wieder&#8221; sei, der muss diesen blutruestigen Wahn als Grundproblem des Nahostkonflikts herausarbeiten und sich solidarisch mit dem juedischen Staat zeigen. Mit seinen Bewohnern und seinen Streitkraeften, die verhindern, dass die Juden ein weiteres Mal, als Suendenboecke fuer alles Uebel, zur Schlachtbank gefuehrt werden.</p>
<p>Als Katholik haette Ratzinger beim christlichen Antijudaismus einsteigen koennen, um die Vorgeschichte des Antisemitismus zu beleuchten. Zum Abschluss haette er klare worte fuer die Solidaritaet mit Israel finden muessen. Es waere ihm zu Gesicht gestanden einzugestehen, dass die Moral des christlichen Europa keine ausreichende Rueckversicherung gegen den Judenmord war und ist.</p>
<p>Als Papst haette sich Benedikt zur Gefahr der Holocaustleugnug aeussern muessen. Immerhin zielt die Holocausleugung und -relativierung, wie sie in Teilen der Kirche immer wieder zu finden ist, auf die Legitimation des juedischen Staates.</p>
<p>Als Vorbeter fuer das palaestinensische Volk hat er dem Frieden, den er sich erhofft, keinen Dienst erweisen. Sein Betrauern der Sperranlage bietet Anknuepfungspunkte fuer ein verzerrtes und verkehrtes Verstaendnis des Konflikts. Einen Sperrwall als Separationsmauer zu bedauern dekontexualisiert diese Anlage und verkehrt Ursachen und notwenige Folgen. Diese &#8220;Mauer&#8221;, die der deutsche Papst zur Freude deutscher Kommentatoren <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/21/papst-bethlehem">als &#8220;Mauer&#8221;, nicht Sicherheitswall, nicht Sicherheitsmauer, bezeichnet hat</a>, schuetzt Cafes, Maerkte, Busse und Krankenhaeuser vor dem Eindringen von Selbstmordattentaetern.<br />
Statt den Palaestinensern zu versprechen bedingungslos fuer sie zu beten, haette er den Mut aufbringen koennen, sie aufzufordern der Gewalt abzuschwoeren und sich um den Aufbau einer Zivilgesellschaft zu bemuehen, statt sich und Israel im Dschihad aufzubrauchen. Das unerfuellt bleibende &#8220;Streben für ein bleibendes Heim, für einen unabhängigen palästinensischen Staat&#8221; haette er als Intelektueller Ratzinger gerne ausfuehren duerfen. Worin erkennt er dieses Streben? Und warum ueberliefert er die Vorstellung einer &#8220;Spirale der Gewalt, von Angriffen und Gegenangriffen, Vergeltung und fortwährender Zerstörung&#8221;. Wenn Israel sich gegen seine Zerstoerung wehrt, ist das nur eingeschraenkt als Spirale der Gewalt zu kolportieren.<br />
Das palaestinensische Fluechtlingslager als Kulisse fuer den politischen Papst ist seiner Berufung zur Stigmatisierung israelischer Vertreibungspolitik voll gerecht geworden. Dabei gibt es kaum etwas unheiligeres als diese Staetten, in denen palaestinensischens Leid von den Agenten der Weltgemeinschaft konserviert wird, um es gegen den juedischen Staat zu instrumentalisieren. Der vermeintliche Mut, mit dem Benedikt das Recht der Vertriebenen auf Rueckkehr angemahnt hat, ist auf dem Mist antizionistischer Propaganda gewachsen und stellt ein nicht unbedeutendes Hindernis fuer die israelisch-palaestinensische Verstaendigung dar.</p>
<p>Die schmerzhafte Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus hat das Kirchenoberhaupt gescheut. Dies- und Jenseits der Sperranlage. Und damit die Moeglichkeit vertan, aufzuzeigen, wie die Auseinandersetzung mit dem Holocaust das Verstaendnis fuer einen aktuellen Konflikt &#8211; v.a. seine Konfliktparteien &#8211; weitet.<br />
Israel hat die Lehren aus der Geschichte der Judenverfolgung und -vernichtung gezogen und bietet als juedischer Staat allen Juden eine Heimstaette. Ein Staat, der Vernichtungsdrohungen ernst nimmt und den Schutz seiner Buerger garantiert. Auch wenn dieser einen Sperrwal oder militaerisches Vorgehen notwendig macht.<br />
Was einige deutsche Meinungsmacher, die sich wuenschen, Israel moege angesichts existenzieller Bedrohung die Haende in den Schoss legen, <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/21/israel-usa-iran">maechtig fuchst.</a></p>
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		<title>Sirenen und zwei Minuten Stillstand</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

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		<description><![CDATA[Als heute morgen um 10 die Sirenen im ganzen Land aufheulten, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind.
In den deutschen Medien wird derweil Fuer und Wider des Fernbleibens Deutschlands von der Antirassismuskonferenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="postbody">Als heute morgen um 10 <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1079917.html">die Sirenen im ganzen Land aufheulten</a>, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind.</div>
<p>In den deutschen Medien wird derweil Fuer und Wider des Fernbleibens Deutschlands von der Antirassismuskonferenz der UN eroertert. Vielfach erhebt sich die Ansicht, wonach es aufrichtiger gewesen waere, dem iranischen Praesidenten dort argumentativ zu begegnen, statt seinen Auftritt zum Anlass zu nehmen, sich dem Boykott vieler anderer Staaten anzuschliesen.</p>
<p>Vergessen wird dabei, dass Antisemitismus ist kein Vorurteil ist und Antisemiten nicht durch Widerspruch von ihrem Wahn abzubringen sind .</p>
<p>In der Kritik an Israel, wie sie von Achmadineschad ernet bemueht wurde, offenbart sich das antisemitische Ressentiment. Je genauer der Blick auf die Vorgaenge der UN-Konferenz gegen Rassismus gerichtet wird, desto gruseliger erscheint die ganze Veranstaltung.<br />
Der iranische Praesident hat noch einmal aller Welt erlaeutert, dass er im Holocaust nichts als einen falschen Vorwand fuer den Staat Israel sieht. Die Konferenz bietet ihm ein Forum fuer die Delegitimation des juedischen Staates.</p>
<p>Kaum ist ein Tag seit seinen Tiraden vergangen und schon wird sich angeschickt, den iranischen Praesidenten auf ein Neues zu dechiffrieren und umzudeuten, da antisemitischer Wahn und seine eliminatorische Gesinnung eine positve Bezugnahme in Europa verbieten. Dabei wird dem Mann unrecht getan. Er bemueht sich nach Kraeften beim Wort genommen zu werden. Er verleugnet den Holocaust um Israel die Legitimation zu entziehen.</p>
<p>Obwohl Israel weder einen Fluechtlings- noch einen Grenzkonflikt noch sonst einen Interessenkonflikt mit dem Iran hat, wird diese Delegitimation immer und immer wieder ins Feld gefuehrt. Z.B. beim Holocaust-Karrikaturenwettbewerb.</p>
<p>Wer den antisemitischen Wahn in der Diskusion herausfordert, laeuft Gefahr, sich mit Berichtigungen begnuegen zu muessen, die die “Schwere dessen, wogegen anzugehen ist, kaum in Bewegung setzen wuerden”, wie Adorno in “Aufarbeitung der Vergangenheit” formuliert hat.</p>
<p>In seinem antisemitischen Wahn befangen, sieht der iranische Praesident in Israel nichts als die dunklen Machenschaften einer zionistischen Verschwoerung, von der Gefahr ausgeht. Israels Existenz gilt ihm als Bedrohung mit der verfahren werden muss. Dieser Wahn treibt ihn zu der Foerderung den juedischen Staat <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,381752,00.html">von der Landkarte zu tilgen.</a></p>
<p>Die Gefahr, die der iranische Praesident dabei wittert ist die Gefahr der Moderne, mit der sich der erzkonservative Islam nicht vermitteln kann. Israel ist hier in antisemitischer Manier eine Projektionsflaeche.</p>
<p>In der Ablehnung der Moderne liegt wohl der Anschluss fuer seine europaeischen Anhaenger. In den antisemitischen Tiraden findet der staendige Betrug um das versprochene Glueck einen Schuldigen. Nicht zufaellig wird Israel in Europa <a class="postlink" href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">als Gefahr fuer den Weltfrieden</a> wahrgenommen.</p>
<p>Im Gegensatz zum gewoehnlichen Vorurteil kann dem antisemitischen Ressentiment nicht argumentativ begegnet werden. Wenn Antisemiten reden, dann stellen sie das Gesagte nicht zur Ueberpruefung. Unmoeglich wird die Auseinandersetzung mit ihnen, wenn die Anklage gegen Israel so sehr in ein Wahnsystem verstrickt ist, dass jedes Widerwort an ihr abprallt, bzw. noch als Beweis fuer die Reichweite des zionistischen Einflusses geltend gemacht wird.</p>
<p>Der iranische Praesident zeigt keinerlei Faehigkeit seine “Ansichten” auf die Realitaet zu reflektieren. Er redet um Wirkung zu erziehlen. Seine “Wahrheit” steht fuer ihn bereits fest.</p>
<p>Vergebliche Liebesmueh, den Thesen mit Antithesen kommen zu wollen, wo es gar keine Thesen sind.</p>
<p>Die Konferenz bietet bietet eine denkbar unguenstige Sprechsituation fuer vernuenftige Kraefte. Der iranische Praesident schneidet einer Sprechsituation, in der es zu kommunikativer Verstaendigung kommen koennte, das Waser ab. Aus der Notwendigkeit heraus, dass sein Wahn keiner vernuenftigen Pruefung stand halten koennte.</p>
<p>Die ganze Konferenz ist Buehne fuer Antisemitismus im Gewand der Kritik an Israel.<br />
Dem Ressentiment freien Lauf gelassen.</p>
<p>Das Wahnsystem des iranischen Praesidenten kann nicht gebrochen werden, da die herbeihalluzinierte zionistische Verschwoerung, die es zu tilgen gilt, ihm den Vorwand bietet, sich nicht mit der Moderne arrangieren zu muessen.</p>
<p>Dem eliminatorischen Wahn, wonach Israel von der Landkarte getilgt werden muesse, um dann endlich eine bessere “Welt ohne Zionismus” zu haben, eine Buehne zu bieten ist eine moralische Bankrotterklaerung fuer die UN und teilnehmende europaeische Staaten tun sich keinen Gefallen damit, sich dort einspannen zu lassen.</p>
<p>Die Ueberlebenden der Shoa haben in Israel eine Zufluchtstaette gefunden. Ein juedischer Staat, der es nicht gestattet, die Juden noch einmal zur Schlachtank zu fuehren.</p>
<p>Eine Heimstaette, die ihnen gerade heute von einer UN-Versammlung madig gemacht, wo nicht gar abgesprochen wird.</p>
<p>Gerade der heutige Gedenktag an die Opfer der Shoa mahnt an, die eliminatorischen Absichten von Antisemiten ernst zu nehmen.</p>
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		<title>Die Anderen &#8211; pt.2 &#8211; Ressentiment</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/04/02/die-anderen-pt2-ressentiment/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 22:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
Es ist nicht einfach, mich durch die europaeische Nahostberichterstattung zu lesen ohne das Sein, das ich vor Ort vor Augen habe, zum falschen Schein zu erklaeren. Zwischen meinen Erfahrungen, die ich inmitten der israelischen Gesellschaft gewonnen habe, und der Einschaetzung der europaeischen Journaille besteht eine Differenz, die mich an meinem Verstand oder der Presse zweifeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="postbody"> </p>
<p class="postbody"> </p>
<p class="postbody">Es ist nicht einfach, mich durch die europaeische Nahostberichterstattung zu lesen ohne das Sein, das ich vor Ort vor Augen habe, zum falschen Schein zu erklaeren. Zwischen meinen Erfahrungen, die ich inmitten der israelischen Gesellschaft gewonnen habe, und der Einschaetzung der europaeischen Journaille besteht eine Differenz, die mich an meinem Verstand oder der Presse zweifeln lassen muss. Schwieriger zu verdauen, und zugleich leichter zu verstehen, werden die israelfeindlichen Toene der Medienlandschaft, wenn die Nahostberichte Leserkommentaren ausgesetzt werden. Dann sind klare Ressentiments auszumachen und Denkmuster zu erkennen, denen der uneingestandene antisemitische Wahnsinn anklebt.</p>
<p class="postbody">Die Ansichten der kommentierenden Leser sind, insofern sie als repraesentativ aufgefasst werden, ein starkes Argument fuer die Presse, sich in der Nahostberichterstattung voreingenommen gegen Israel zu zeigen. Eine jede Zeitung lebt von ihren Kunden. Alles was ueber deren Wuensche hinausgeht ist brotlose Kunst. Von aufrichtiger Berichterstattung laesst es sich schlecht leben, wenn dieser die Abnehmer fehlen. Wahrscheinlich aber sind Journalisten sich ohnehin mit der Leserschaft einig in ihren Schuldzuschreibungen fuer alles Schlechte in Nahost.</p>
<p class="postbody">Den rennomierten Zeitungen fehlt es dabei meist gaenzlich an offener &#8211;  geschweige denn aggresiver - Verurteilung Israels. Die Voreingenommenheit wird weniger in These und Antithese ihrer Eroerterungen deutlich, als mehr in den unhinterfragten Annahmen, die den Weg zu ihrer ueberparteilich anmutenden &#8220;Kritik an Israel&#8221; pflastern. Wenn etwa kolportiert wird, dass Israel den Palaestinensern grundlegende Rechte vorenthaelt, Besatzungsanspruch durch Siedlungsbau untermauert, die Gegner eines Friedensprozesses in die Regierung waehlt und ein unverhaeltnismaessiges militaerisches Vorgehen pflegt.</p>
<p class="postbody">Dann wird in den Begrifflichkeiten der Eindruck einer israelischen Politik und Gesellschaft reproduziert, die eine Gefahr fuer die Region &#8211;  und darueber hinaus - darstellen.</p>
<p>Die Entkleidung antisemitischer Denkmustern von der moralinsauren Israel-Kritik vollziehen dann oft die Kommentatoren. Dann sind es ausgemachte Rassisten, die in der Regierung sitzen und Palaestinenser brutal unterdruecken und sie in Ghettos einsperren, waehrend sie auf ihrem Land siedeln und den legitimen Widerstand als Vorwand nehmen, um wild auf die Zivilbevoelkerung zu ballern.</p>
<p>Es haengt dabei alles enger miteinander zusammen, als es die zurueckweisende Zensur mancher Kommentare von Seiten der Redaktion vermuten laesst.</p>
<p>Dass Netanjahu die Gruendung eines unabhaengigen palaestinaensischen Staates nicht anstrebt, macht ihn zum obersten Friedensverhinderer in Nahost. Dabei haben alle Entwicklungen der letzten Jahrzehnte aufgezeigt, dass Palestinaenser zu keinem friedlichen Nebeneinander mit den Israelis bereit sind, und ein groeseres Interesse am Verschwinden des juedischen States haben, als am Aufbau eines eigenen Staates. Es gibt nicht die geringsten Anzeichen fuer den Aufbau einer Zivilgesellschaft in den Gebieten, die an Stelle des ueber den Dschihad vermittelten gesellschaftlichen Zusammenhangs treten koennte. Als Folge daraus gibt es auch keine Bestrebungen, sich um eine funktionierende Wirtschaft zu kuemmern, statt sich fortwaehrend von hunderten Hilfsorganisationen aushalten zu lassen. Alles in allem sind fuer die palaestinensischen Gebiete die denkbar unguenstigsten Bedingungen fuer eine Staatsgruendung zu konstatieren.</p>
<p>Dass ein palaestinensischer Staat moeglich ist und letztlich zum Frieden in Nahost fuehren wuerde ist angesichts der palaestinaensischen Gemuetslage ein Wunschdenken, dem alle notwendigen Voraussetzungen fehlen, in die Realitaet ueberfuehrt zu werden. Dass die neue israelische Regierung mit der Revision der Illusion einer Zwei-Staaten-Loesung unter den gegebenen Bedingungen ihre Ansaetze den Realitaeten anpasst, ruft in Europa eine Entgeisterung hervor, die darauf schliessen laesst, dass dort die Schuld fuer das Ausbleiben des friedlichen Miteinander vor allem bei den Israelis gesucht wird.</p>
<p>Statt den tieferen Ursachen des andauernden palaestinensischen Leids auf die Spur zu kommen, wird dieses ueber die Fluechtlichtlingsmaschinerie der UN staendig reproduziert, von tausenden NGO&#8217;s als israelisches Verbrechen gegeisselt, von der arabischen Welt instrumentalisiert und schliesslich auch von den Europaeern den Israelis zur Last gelegt.<br />
Die Notwendigkeit des israelischen Vorgehens zum Schutz seiner Bevoelkerung bleibt gaenzlich unreflektiert, wenn das Bild einer agressiven Besatzungsmacht gezeichnet wird, hinter der ein vermeintlich aggressiver Sozialcharakter steckt. Der Stern hat einmal auf seiner Titelseite in grossen Lettern gefragt, <a class="postlink" href="http://www.stern.de/_content/56/68/566859/titel_300_300.jpg">was das Land so aggressiv macht</a>. Im April 07 hat der Wandersmann Wolfgang Buescher in der Zeit ein Dossier mit suggestiven Klischees über die israelische Gesellschaft vollgepackt. In der Printausgabe aufgemacht mit einem bewaffneter Siedler am Strand von Gush Kartif. Eine sehr merkwürdige Bildauswahl, da der Siedlungsblock Gush Kartif im Gaza lange vor der Rundreise von Buescher geräumt wurde. Nur wenige Wochen nach dem Erscheinen des Artikels war Gaza bereits <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,489876,00.html">Hamastan</a> und wurde mit freundlicher iranischer Hilfe zu Kassamastan hochgeruestet. Israel hat Gaza geraeumt und dafuer einen <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1064578.html">Raketenhagel auf den Sueden des Landes</a> geerntet.</p>
<blockquote class="postbody">
<p class="quotecontent">In 2005, less than a day after Israeli forces removed every last Jew from Gaza, Palestinians set up rocket launchers on the ruins of settlements that had been just been evacuated. They took aim not only at Sderot, but at some of the very kibbutzim who had most strongly championed the cause of an independent Palestine alongside Israel.</p>
</blockquote>
<p class="postbody">Roter Alarm und ein anhaltendes Wunder haben bis dato verhindert das weit ueber zehntausend Raketen nicht tausende Katastrophen ausgeloest haben.</p>
<p>Doch wird der Terror gegen Isarel in den Augen der Europaeer lediglich als mildernder Umstand fuer israelische Aggressionen angefuehrt oder auch als deren Vorwand. Jeder zweite Deutsche <a class="postlink" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:stern-Umfrage-Jeder-Zweite-Israel-aggressiv/651466.html">haelt Israel fuer aggressiv.</a></p>
<p>Nie ist von der Notwendigkeit einer uneingeschraenkten Solidaritaet mit Israel zu lesen. Von einem Schulterschluss mit einem freien demokatischen Land, dem seit seiner Gruendung und schon davor der Kampf um seine Existenz aufgezwungen wurde.</p>
<p>Alle Vernichtungsdrohungen gegen den juedischen Staat und der blutigen Ernst der Islamfaschisten scheinen gegen die europaeische Ueberzeugung, wonach Israel letztlich fuer alles verantwortlich ist, nicht anzukommen. Alle Betrachtung der Misere im Nahen Osten fuehrt zu einer Anklage gegen Israel. Wenn nicht explizit, dann ueber die unrefleflektierten Annahmen vermittelt, die in den Begriffen mitschwingen, mit denen der Nahostkonflikt beschrieben wird. In der Konstruktion eines Suendenbocks zeigt sich der Antisemitismus, der sich als Kritik an Israel verkleidet.</p>
<p>Gegen den Wahn, wonach Israel an allem Schuld ist, kommt Argumentation zu Israels Gusten nicht an. Es geht bei dem ganzen Interesse an Nahost weniger darum, etwas zu verstehen, als sich etwas bestaetigen zu lassen. Das Ressentiment zeigt sich ressistent gegen gegen die Realitaet.</p>
<p><a class="postlink" href="http://www.hagalil.com/antisemitismus/studien/2004/studien-2004.htm">Mehr als die Hälfte aller Deutschen etwa meinten 2004, das Verhalten Israels gegenüber den Palästinensern sei grundsätzlich nicht von dem der Nazis im Dritten Reich gegenüber den Juden zu unterscheiden.</a></p>
<p>Aus dem Verhalten Israels ist die Antipathie, die dem juedischen Staat entgegenschlaegt nicht zu verstehen. Der Blick muss auf die Verstaendnismuster derjenigen Betrachter gelenkt werden, die sich lustvoll zu Anklaegern und Richtern ueber den juedischen Staat aufschwingen. Neben den einseitigen Schuldzuweisungen hinsichtlich des Nahostkonflikts faellt auch die Straflust als ein signifikantes Element des Antisemitismus auf. Die falsch verstandene Moderne, die uns bedrohlich erscheint, erzeugt eine Paranoia, die auf maechtige Schuldige verweist und deren Abstrafung zum Wohle der Menschheit fordert. Als ob es konkrete Machenschaften waeren, die es verhinderten, dass sich der Weltfrieden einstellt und alle Menschen zu dem ihnen versprochenen Glueck finden.</p>
<div class="postbody"><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,272436,00.html">Eine 2003 von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass die EU-Bürger in Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden sehen</a></div>
<p>Waehrend Europaeer die Konfrontation mit der islamistischen Bedrohung scheuen und sich dafuer in die eigene Tasche Luegen, stellt sich Israel dieser notwendiger Weise entgegen. Als Folge wird der juedische Staat als aggressiv und faschistisch verurteilt. Je mehr sich das europaeische Appeasement als Fehler herausstellt, desto staerker scheint es in Europa verteidigt. </p>
<p>Europaer uebersehen bei ihrem bestimmten Versuch, auch Israel dieses Appeasement aufzudraengen, dass eine Niederlegung der Waffen den Palaestinensern zu einem Leben in Frieden verhilft, waehrend Israel nur durch seine militaerische Ueberlegenheit verhindern kann, dass seine Bewohner durch die Hoelle gehen.</p>
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<p>Sie uebersehen vor allem den Antisemitismus, der in die Ideologie der arabischen Welt eingeflochten ist. Ein Export der Nazionalsozialisten in die arabische Welt, wie Kuenzel in &#8220;Dschihad und Judenhass&#8221; hervorragend herausgearbeitet hat. Dort tritt er heute als islamisierte Variante der Vorstellung einer juedischen Bedrohung, die es um jeden Preis auszumaerzen gilt, in Erscheinung.</p>
<p>Bei der Betrachtung des Nahostkonflikts muss Antisemitismus in doppelter Weise konstatiert werden. Zunaechst im stets relativierten Streben islamfaschistischer Kraefte, die dem juedischen Staat nach der Existenz trachten. Dann auch als stets verneinter Bestandteil der Weltanschauung europaeischer Betrachter.</p>
<p>Ein weiteres dieser Elemente des Antisemitismus ist die Vorstellung, wonach Israel nicht kritisisert werden duerfte. Auch dies suggeriert eine maechtige Sonderstellung, die sich wunderbar kompatibel mit allen Arten von Verschwoerung erweist. Sie findet prominente Befuerworter, wie Martin Walser, der dem sekundaeren Antisemitimus mit dem Begriff &#8220;Auschwitzkeule&#8221; eine Wunderwaffe an die Hand gegeben hat.</p>
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<p>Das herbeihalluzinierte Verbot Israel zu kritisieren und die Grundfalsche Behauptung einer Gewaltspirale, die durch die europaeische Medienlandschaft geistert und eine Vorstellung schafft, wonach sich Terror und Staatsterror Zahn um Zahn vergelten, muendet nicht selten in der Romatisierung radikalislamistischer Terrorgruppen zu Widerstandsbewegungen. Statt offen gegen Israel zu giften, kann das Ressentiment sich ueber die Solidaritaet mit diesem Widerstand vermeintlich unverdaechtig auessern.<br />
Mit bitteren Folgen fuer die Israelis, die sich mit einer ungeliebten aber notwendigen Mauer gegen Selbstmodattentate schuetzen und dafuer den Vorwurf ernten, Ghettos zu schaffen. Israelis, die sich gegen den Raketenbeschuss durch die Hamas zur Wehr setzen muessen um im Anschluss antisemitische Auflaeufe queer durch Europa zu Friedensdemos verklaert zu sehen. Israel ist Ziel iranischer Vernichtungsphantasien und gilt gleichzeitig als Gefahr fuer den Weltfrieden.</p>
<p>Queer durch Europa zieht sich Israel nicht nur freundschaftlich gemeinte Kritik auf sich, sondern muss sich auch mit einer neuen Qualitaet des Antisemitismus abfinden, bei dem islamische Gruppierungen in weiten Teilen europaeischer Gesellschaften Verbuendete findet, die ihn zugleich stuetzen und abstreiten. Fuer vorgebliche Friedensfreunde in Europa hat diese Allianz den Vorteil, dass sie das Unaussprechbare nicht selbst aeussern muessen, sondern mit <a class="postlink" href="http://www.dig-frankfurt.de/site/aktuelles/dignews/pressemitteilung-15.01.2009.html">Verstaendnis fuer krasse Aussagen</a>von Islamisten operieren koennen.</p>
<p>Wobei der Schriftsteller Gaader andererseits 2006 in einer antisemitischen Polemik unumwunden die <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,431138,00.html">Delegitimation Israels gefordert</a> hat und damit schon einen ganzen Schritt weiter gegangen ist.</p>
<p>Israelis fliegen sehr gerne nach Europa und die Tageszeitungen sind entsprechend tagtaeglich voll mit Angeboten fuer Kurzurlaube. Dabei sind sich die Israelis durchaus bewusst, dass Europa ein nicht ungefaehrliches Pflaster ist. Dass der Antisemitismus auf dem Vormarsch ist, wird hier sehr wohl regisitriert. </p>
<p>In Malmoe <a class="postlink" href="http://www.lizaswelt.net/2009/03/rache-ist-blutwurst.html">stachelt der Stadtrat israelfeindliche Proteste an</a> und daemonisiert israelische Sportler. In Duisburg macht sich die <a class="postlink" href="http://www.lizaswelt.net/2009/01/geschichtsbewusste-gefahrenabwehr.html">Polizei zum Freund und Helfer</a>eines antisemitischen Mobs. Die Briten sind zur Aussoehnung mit Hizbollah und Hamas genauso bereit, wie fuer die spezielle Kennzeichnung israelischer Produke aus Judaea und Samaria.  Queer durch Europa werden Israelfahnen auf Plakaten mit Hakenkreuzen versehen.</p>
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