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	<title>Olivers Betrachtungen</title>
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		<title>schwarz rot gold weiß rot II</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird.
Martin Walser
Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.
Martin Hohmann
“Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch”
Bischoff Hanke
&#8220;Ich fürchte, dass kaum jemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"><img title="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2010/03/auschwitz14-300x240.jpg" alt="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" width="300" height="240" /></div>
<p>Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird.<br />
<a href="http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/WegeInDieGegenwart_redeWalserZumFriedenspreis/index.html">Martin Walser</a><br />
Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.<br />
<a href="http://www.tagesschau.de/inland/meldung270492.html">Martin Hohmann</a><br />
“Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch”<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/article750858/Wenn_es_aus_deutschen_Bischoefen_spricht.html">Bischoff Hanke</a><br />
&#8220;Ich fürchte, dass kaum jemand den Antisemiten, die es in Deutschland gibt, leider, die wir bekämpfen müssen, mehr Zulauf verschafft hat als Herr Scharon und in Deutschland ein Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art&#8221;<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,199445,00.html">Moellemann</a><br />
&#8220;Ich kann in den Aktionen der israelischen Armee keinen Abwehrkampf gegen den Terrorismus sehen &#8211; sondern nur Vernichtung&#8221;<br />
<a href="http://www.nahost-politik.de/deutschland/bluem.htm">Norbert Bluem</a></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wer sich den Anforderungen der Moderne nicht gewachsen sieht, sexuell zu kurz kommt und ökonomisch zurückbleibt, kann gegen die Moderne, die alles verkompliziert, nur dann zurückschlagen, wenn seinem Frust ein konkretes Ziel gegeben wird, in Form eines gemeinschaftlich getragenen Feindbildes.</p>
<p>Systembedingte und überindividuelle Dynamiken, die das eigene Fortkommen behindern, bleiben unbeachtet, zu Gunsten eines wahnwitziger Idealismus, bei dem alles um konkrete Heils- und Unheilsbringer gruppiert ist.</p>
<p>In der verkehrten Auffassung falscher Verhältnisse steckt der Keim des Antisemitismus. </p>
<p>Wem die Moderne als Bedrohung erscheint,  bemüht sich nicht darum komplizierte Dynamiken zu verstehen, sondern darum, die Wurzel allen Übels durch Schuldzuschreibung greifbar zu machen. Die gemeinschaftliche Deutung der Realität bereitet dem kollektiven Frustabbau den Weg.</p>
<p>In dieser Weltsicht haben Verschwörungen und Paranoia nicht nur ihren Platz, sondern dienen als tragende Säulen.</p>
<div><a href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">65% der Deutschen – ca. 2 von 3 – waren 2003 der Meinung, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstellt.</a></div>
<p>Der Antizionismus baut auf nie überwundenen antisemitischen Ressentiments. Israel wird in Deutschland  über Projektionen wahrgenommen, die einer verkehrten Weltsicht entspringen. Und den Beschädigungen der deutschen Psyche.</p>
<p> Bei den Deutschen ist es mehr als nur die Aversion gegen die  Erfolgsgeschichte des Staates Israel, in der die Enttäuschung über die Moderne sich in der Wut auf ein modernes &#8220;Gebilde&#8221; auslässt, dem Unheil und Verderben zugeschrieben werden. Die Vorwürfe, Israel sein Apartheit, Aggression und religiöser Wahn gründen nicht in einer Analyse des demokratischen Einwandererstaates sondern in der Psyche der Israel&#8221;kritiker&#8221;.    </p>
<p>In Deutschland wird das antimodernistische Ressentiment vom Drang nach Revision der Geschichte begleitet. Die Gemeinschaft der Deutschen sieht sich - trotz aller angestrenten schwarz-rot-geilen Bemühungen um Normalität  - durch den Holocaust  diskreditiert . Die Rehabilitation des Volkskörpers will nicht gelingen, was unbegriffene  moderne Zeiten nur noch gefährlicher erscheinen lässt. </p>
<div>
<div>Auschwitz soll deshalb auf verschiedene Weise entsorgt werden. Durch den Bau von Denkmälern wie in Berlin, <a href="http://www.derpartisan.com/2010/02/16/schwarz-rot-gold-weis-rot-i/">Aufrechnung wie in Dresden</a>, Generalisierung wie überall betrieben. Das Gedenken wird als als hohle Mahnung gegen Diskriminierung allgemeiner Art entsorgt.<br />
Der Geschichtsrevisionismus, der aus Hitlers willigen Helfern ein Volk kostruiert, dass unter einer kleinen Gruppe von Nazidespoten zu leiden hatte, hat an seiner Popularität nichts eingebüßt seit den Jahren, weit vor meiner Geburt, als im Heimatbuch meines Geburtsdorfes festgehalten wurde, dass zur betreffenden Zeit &#8220;der Krieg über Deutschland hereingebrochen ist&#8221;.</div>
</div>
<div>Besonders in Mode ist neben Opfermythos die extreme Geschichtsrelativierung, die Israelis als neue Nazis benennt.</div>
<div>
<div>Instrumentalisierung des Holocaust, Faschismus und Vernichtungsdrang lauten  die  Vorwürfe an Israel, die stets wird der Ruf nach Bestrafung so laut, dass dem Antisemitismus der Schleier der Israelkritik endgültig genommen wird. Internationaler Gerichtshof, Boykott und iranische Atombombe. Die Straflust ist eine wahre Obsession. </div>
<div><a href="http://www.honestly-concerned.org/Temporary/Antisemitismus-in-Deutschland_Kurzbericht.pdf">Nach einer Studie der Universität Bielefeld von 2004</a> stimmen 57,3 % der Deutschen der Aussage &#8220;Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser&#8221; eher (33,2%) bzw. voll und ganz (35,1%) zu. Der Aussage &#8220;Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben&#8221; stimmen 23,9 % der Deutschen eher und weitere 27,3% voll und ganz zu.</div>
</div>
<div>Wo ist die Auseinandersetzung, die Adorno und andere ideologiekritsche Sachbverständige eingefordert haben, um abzusichern, dass Ausschwitz nie wieder sei?</div>
<div>In ideologiekritischer Betrachtung ist der antisemitische Wahn, der sich bis zum Holocaust gesteigert hat, nicht mit dem Sturz von Nazideutschland verschwunden und muss auch im vermeintlich nachfaschisischen Deutschland aufgespürt werden.</div>
<p>Im Grunde sind die Lehren aus dem Holocaust nicht so schwierig, wie es gerne angeführt wird. Es geht nicht um die Erörterung der Schuld nachfolgender Generationen, sondern um die besonderen Verantwortung Deutschlands - als Nachfolgestaat des Dritten Reichs - eliminatorischen Antisemitismus NIE WIEDER den Weg zu bereiten. Ein angemessenes Gedenken an Auschwitz wäre es - über die ohnehin viel zu spät bezeugte Sympathie mit den Opfern hinaus -  Solidarität mit denen zu zeigen, die in den Fokus der Erben jener völkermordverursachnden Ideologie gekommen sind. Das Gedenken an den Holocaust ist eine Aufforderung, unbedingte Solidarität mit dem Staat Israel zu zeigen.</p>
<p>Deutschland, dessen Existenzrecht nach Auschwitz nur mit der besonderen Verantwortung für den jüdischen Staat gedacht werden kann, darf die Augen vor der angedrohten Zerstörung Israels nicht verschliessen.</p>
<p>Deutschland hat demonstiert, wie grenzenlos der antisemitische Wahn ist und die Geschichte hat gelehrt, wie wirkungslos sich das Appeasement hinsichtlich des eliminatorisch gesinnten Antisemitismus verhält.</p>
<p>Das Gedenken an den Holocaust kann nicht in einer Reihe von Denkmälern entsorgt werden. Es fordert zu einer ernsthafteren Auseinandersetzung auf, um zu verhindern, dass Auschwitz je wieder sein wird. Es mahnt aus der Geschichte zu lernen, dass der antisemitische Wahn nicht bei Drohungen und Vorbereitungen zum Völkermord halt macht.</p>
<p>Zu Hitlers Zeiten in die islamische Welt exportiert, hat der antisemitische Wahn dort Wurzeln geschlagen und blüht in fruchtbarer Verschlingung mit dem Islamismus auf. In Europa musste er sich dageen zum Antizionismus wandeln. Trotzdem ist die Ideologie der Apokalyptiker in Teheran und die ihrer Sympathisanten in Europa verwandt mit den Weissen von Zion und den Propagandisten der Endlösung der Judenfrage.</p>
<p>Den Machthabern im Iran kommen in Europa allerhand apologetische Dienste zu. Ihnen wird entweder unterstellt überhaupt nicht nach der Bombe zu streben oder zugestanden diese zu besitzen (hier fehlt es der pro-iranischen antizionistischen Front an Stringenz). Und stets wird darauf hingewiesen, dass alles, was sie verlautbaren, doch ganz anders gemeint ist.<br />
Dieses obsessive Eintreten für eine Wahnehmung, der das iranische Streben nach der Bombe und die Vernichtungsphantasien hinsichtlich Israel, verschleiert bleibt, ist Dienst am Antisemitismus.</p>
<p>Auch die Verdrehung der iranischen Aggression gegen Israel (die nicht nur im Griff nach der Bombe, sondern auch durch den Terrorismus seiner Statthalter im Libanon und im Gaza zum Ausdruck kommt) ist so aufzufassen. Um hier einen evtl. israelischen Präventivschlags als letztes Mittel zum Überleben des jüdischen Staates als die initiale Aktion darzustellen, auf die der Iran mit dem Streben nach der Bombe quasi nur reagiert, ist nur unter bewusster Verdrängung des Verstandes zu Gunsten der Propaganda möglich.</p>
<p>Antisemitismus ist mehr als mit den Juden ein Problem zu haben und<br />
tatsächlich hat der Iran mit dem jüdischen Staat weder einen Grenz- noch einen Flüchtlingskonflikt. Im Iran sind Fanatiker an der Macht, nach deren Verständnis der Welt die Moderne nioch viel mehr als Bedrohung erscheint, als den deutschen Globalisierungsgegenern von rechts und links, die sich so gerne solidarisch mit den Mullahs geben. Ungeachtet des eigentlich himmelschreidenden Unterschieds, der zumindest zwischen linker und iranischer Agenda hinsichtlich Frauen- und Minderheitenrechten und dem Umgang mit Homosexualität besteht. Es ist zu offensichtlich, dass die Verbrüderung allein dem gemeinsamen Feind geschunden ist. Mit missionarischem Eifer treiben die Amchthaber in Teheran deren Tilgung von der Landkarte voran und bekommen dafür mächtig Schützenhilfe aus sogenannten antiimerialistischen Kreisen in der ideologischen Wiege des planvollen Vernichtens der Juden.</p>
<p>Es sei den Antizionisten einmal unterstellt, dass sie die Vernichtung Israels gar nicht wollen, sondern sich vom nuklearen Iran eine Zurechtstutzung der israelischen Stellung erhoffen. Hier wirkt sich die ausgebliebene Aufarbeitung von Auschwitz besonders fatal aus. Da es sich in radikalste Steigerung antisemitischer Ressentiments, Millionen Menschen umbringen zu müssen, um die Welt zu retten, schwer hineindenken lässt, wird er schlicht verleugnet und denen, die ihn ernst nehmen, Instrumentalisierung vorgeworfen. Alles nur Vorwand für einen Krieg gegen das große iranische Volk etc. Pp.</p>
<p>Auch in Deutschland ging der tatsächlichen Judenvernichtung der Entschluss und die Planung voraus. So unmöglich es ist, sich vorzusetellen, wie die Rationalität in den Dienst der effektiven Ermordung von Millionen Menschen gestellt werden konnte, muss akzeptiert werden, dass es geschehen ist und in einer anderen Form wieder aufgenommen werden soll. Und wie Netanyahu richtig festgestellt hat, wird das irrationale Hinschlachten nicht bei den Juden halt machen.</p>
<p>Ein fanatisches Regime, das droht Israel von der Landkarte zu tilgen, schickt sich an, in den Besitz von Atombomben zu kommen.</p>
<p>Aus dem Holocaust sollte die Lehre gezogen werden, den Wahn eliminatorisch gesinnter Antisemiten nicht zu unterschätzen und alles zu tun, dass es zu keinem weiteren Völkermord an den Juden kommt.</p>
<p>Gerade hier muss der Holocaust als Mahnung stehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, bevor ein weiteres unbegreifliches Verbrechen geschieht.</p>
<p>Ich schaue aus Tel Aviv mit der größten Bestürtzung auf Deutschland, wo es scheinbar nicht wenige gibt, denen eine Bombe in den Händen der apokalyptischen Is lamisten nicht unrecht wäre und denen es einen Lustgewinn zu bereiten scheint, sich dieses Szenario auszumalen und seinem Zustandekommen das Wort zu reden.</p>
<p>Der Iran droht Israel von der Landkarte zu streichen. Gerade in Deutschland sollte dies zu einer unbedingten Solidarität mit dem jüdischen Staat führen. Von einer Vorreiterrolle bei Sanktionen bis zur Unterstützung eines Luftschlages.</p>
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		<title>schwarz rot gold weiß rot I</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 19:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>

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		<description><![CDATA[In Dresden offenbaren sich die Überschneidungen von Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot. Der perpetuierte Vorwurf der Instrumentalisierung des Gedenkens von Rechts ist dabei die eigentliche Instrumentalisierung. Es soll suggeriert werden, dass die Neonazis den Sinn des Gedenkens verkehren, wo sie tatsächlich die verschleierten Intentionen der gutbürgerlichen Volkstrauer schonungslos an die Oberfläche bringen. Ob am rechten Rand oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Dresden offenbaren sich die Überschneidungen von Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot. Der perpetuierte Vorwurf der Instrumentalisierung des Gedenkens von Rechts ist dabei die eigentliche Instrumentalisierung. Es soll suggeriert werden, dass die Neonazis den Sinn des Gedenkens verkehren, wo sie tatsächlich die verschleierten Intentionen der gutbürgerlichen Volkstrauer schonungslos an die Oberfläche bringen. Ob am rechten Rand oder aus der Mitte der Gesellschaft heraus die Deutschen als Opfer beklagt werden, beleidigt die Millionen, die den &#8220;jew hating mass murder maniacs&#8221; (wie die Deutschen in Inglorious Bastards so treffend bezeichnet wurden) zum Opfer gefallen sind, in gleicher Weise. Die Deutschen haben den totalen Krieg extatisch eingefordert und als Vernichtungskrieg im Osten und als Bombenkrieg gegen unzählige Städte exerziert. Dazu das  furchtbarste Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Die administrativ geplante und mit deutscher Ordnung durchgeführte Judenvernichtung. Sir Arthur Harris und co haben ihren Teil dazu beigetragen, das millionenfach massenmordende Deutschland zu stürtzen. Wer den Kampf gegen Hitlers willige Helfer kriminalisiert &#8211; rechts oder gutbürgerlich &#8211; der fordert die Abgeltung von Ausschwitz durch Dresden. Die Alliierten haben das mordgierig wütende deutsche Unwesen zu Fall gebracht und wenn das hier und da mit robusteren Mitteln und rustikalerem Einstigen geschehen musste, ist das kein Grund die Zusammenhänge außer Acht zu lassen. Wer die Opfer gleichsetzen will, der schielt auch auf eine Gleichsetzung der Taten und Täter. Und weil die schwarz-rot-goldene Mitte der Gesellschaft die Unschicklichkeit dieses Anliegens ahnt,  projeziert siees auf die Neonazis um es als Instrumentalisierung des Gedenkens zu geißeln und selbst damit fortzufahren. Die Verurteilung des Geschichtsrevisionismus der Neonazis reinigt den eigenen. Durch die Identifikation mit den versagenden Instanzen solch offen revisionistischer Einstellungen, werden die eigenen Regungen legitimiert. Wer gegen die Instrumentalisierung der Neonazis ist, hat sich Freiraum für den eigenen deutschen Opfermythos geschaffen. Den geläuterten Deutschen scheint es schwer, die Schuldigen des millionenfachen Hinschlachtens und Vernichtens von denen zu trennen, die dem ein Ende gesetzt haben. Was ist da noch an Instrumentalisierung möglich?</p>
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		<title>Ende der Schonzeit</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/12/09/ende-der-schonzeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 00:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Antizionismus droht in Deutschland und Europa von einer Mehrheitsmeinung zu einer undurchschauten Selbstverstaendlichkeit zu werden. Ein Konsens, der sich in Begriffen manifestiert, die zum Standard jeder Diskussion ueber Israel geworden sind. Antizionistische Ansichten, die wie ideologisch unverdaechtige Tatsachen gehandelt werden pflastern den Weg zu entsprechenden Schlussfolgerungen, die sich unmitelbarer Kritik entziehen.
Im Zuge des Antrittsbesuchs Westerwelles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Antizionismus droht in Deutschland und Europa von einer Mehrheitsmeinung zu einer undurchschauten Selbstverstaendlichkeit zu werden. Ein Konsens, der sich in Begriffen manifestiert, die zum Standard jeder Diskussion ueber Israel geworden sind. Antizionistische Ansichten, die wie ideologisch unverdaechtige Tatsachen gehandelt werden pflastern den Weg zu entsprechenden Schlussfolgerungen, die sich unmitelbarer Kritik entziehen.</p>
<p>Im Zuge des Antrittsbesuchs Westerwelles vor Ort wurde in dem Zeit-Artikel <a href="http://www.zeit.de/2009/49/01-Deutschland-Israel">Jedes Wort zählt</a> von Deutschland ein kritischeres Verhalten gegenueber Israel verlangt. Als Freundschaftsdienst, denn &#8220;Freundschaft muss auch Widerspruch ertragen können&#8221;.</p>
<p>In drei Teile gegliedert wurde je eine Sachlage dargelegt und dann kommentiert. Die hinterlistige und evtl. auch von den Autoren undurchschaute Verschleierung des Antizionismus vollzieht sich in dem Artikel in der Beschreibung der Gegenstaende selbst. Nach dem Artikel &#8220;drang aus Jerusalem ein Paukenschlag, der jeden Frieden infrage stellt. Die Mitte-rechts-außen-Koalition von Premier Netanjahu erlaubt den Bau von 900 neuen Wohnungen in der jüdischen Siedlung Gilo – auf palästinensischem Gebiet.&#8221;</p>
<p>Eine Darstellung der Sachlage, als ob sie ungeprueft der palaestinensischen Propaganda entnommen waere. Es handelt sich bei der Sichtweise um die der Palaestinenser, die Gilo fuer einen palaestinensischen Staat in den Grenzen von 67 mit der Hauptstadt Ostjerusalem fuer sich reklamieren, waehrend die Israelis Gilo als integralen Bestandteil der israelischen Hauptstadt Jerusalem ansehen. Tatsaechlich war Gilo nie palaestinensisch, sondern von Jordanien annektiertes Gebiet, dass im 6-Tage-Krieg den Israelis in die Haende gefallen ist. Der Artikel legt aber wie selbstverstaendlich fest, dass es sich bei Gilo um eine juedische Siedlung auf palaestinensischem Boden handelt. Nachdem der Wohnungsbau in Gilo als provokanter Landraub eingefuehrt wurde, wird kommentiert. Deutschland soll verurteilen. Was auch sonst, angesichts der aufgezeigten Umstaende.</p>
<p>Des Weiteren wird die &#8220;Wiederbelebung der Friedensverhandlungen mit den wichtigen palästinensischen Gruppen&#8221; im Interesse des Friedens gefordert. Wobei mit den wichtigen palaestinensischen Gruppen neben Fatah auch die Hamas gemeint ist. Verhandlungen, fuer die die Roadmap auf dem Tisch liegt, aber auch &#8220;ein weitsichtiger arabischer Plan, der Israel Frieden gegen den Rückzug an die Grenze von 1967 anbietet&#8221;. Als ob Ruhe im Karton herrschen wuerde, wenn Israel nicht so starrkoepfig waere.</p>
<p>Solche Aufforderungen zeugen von einer Neugewichtung der Ursachen des Konflikts. Terror und eliminatorisch gesinnter Antisemitismus wiegen immer weniger, waehrend das israelische Tun und Lassen als Grunduebel herausgearbeitet wird.</p>
<p>Bei derartiger Bewertung des Konflikts faellt nie ins Gewicht, dass Israel den Gazastreifen in der Hoffnung &#8220;Land fuer Frieden&#8221; zu tauschen, an die Palaestinenser gegeben und statt Frieden Raketenterror geerntet hat. Die Transformation schmerzhaft geraeumten Landes zu Hamsatan. Dabei kann eine Bewertung der Problemkonstellation ohne die besondere Gewichtung dieser Erfahrung nicht gelingen. Jedenfalls kann der israelischen Sichtweise nicht Rechnung getragen werden, wenn diese fuer Israel zentrale Erfahrung ausgeblendet wird. Dem Desaster des Rueckzug aus Gaza folgte ein Meinungsumschwung bezueglich weiterer Raeumungen und die Wahl Netanjahus, der die Bedeutung der Siedlungen fuer die Sicherheit Israels immer betont hat. Aus Gaza folgt, dass Israel sich nicht hinter die gruene Linie zurueckziehen kann.</p>
<p>Es kann kein Bemuehen um eine friedliche Loesung des Konflikts geben, wenn israelische Sicherheitsbeduerfnisse ausgeblendet werden. Solange Demilitarisierung fuer die Palaestinenser kein Thema ist und Israel die Anerkennung als juedischer Staat versagt bleibt, ist es absurd Israel die Hauptverantwortung fuer die festgefahrene Lage anzulasten und Israelis zu immer weiter reichenden Konzessionen zu draengen.</p>
<p>Waehrend die Infrastruktur des Terrors und der dschihadistische Geist in den Gebieten keine Empoerung wert sind, wird die &#8220;Blockade&#8221; des Gaza unbeachtet der Umstaende und ihrer Geschichte als eine Wurzel des Unheils in der Region gehandelt.</p>
<p>Neben der &#8220;Blockade&#8221; gelten Siedlungen in Judaea und Samaria und vermeintliche Siedlungen in Ost-Jerusalem als zweites grosses Hindernis zum Frieden. Wo sich solch eine Sichtweise verfestigt hat, soll die Aufforderung nicht ueberraschen, sich zu Verhandlungen einzufinden, bei denen dann die Uebergabe aller Gebiete jenseits der gruenen Linie an die Palaestinenser zu beschliessen ist. Ein Diktat, wie es die EU fordert. An den Verhandlungstisch um einen Kompromiss zu finden, der allen Anspruechen der Palaestinenser genuegt. Wo Siedlungen als absolutes Unheil gehandelt werden, hat solch eine himmelschreiende Widerspruechlichkeit (Aufforderung zu Verhandlungen bei gleichzeitiger Festlegung des Ergebnisses) das Zeug, als vernuenftiger Vorschlag zu gelten.</p>
<p>Dann faellt auch nicht ins Gewicht, dass Netanjahu tatsachlich ein Zeichen gesetzt und in einem besipiellosen Schritt einen zehnmonatigen Baustop in den Siedlungen verhaengt hat. Durch dass voreingenommene bzw. ressentimentgeleitete Begreifen des Konflikts wird dies in Europa nur als unzureichender Schritt angesehen.</p>
<p>Und dann ist da noch der Iran und der die Gefahr des &#8220;grossen Nahostkriegs&#8221;. Nicht das iranische Streben nach der Atombombe sondern die Israelis, die dies evtl. militaerisch zu verhindern gedenken, gelten als Gefahr. Diese Sichtweise, die Aktion und Reaktion auf den Kopf stellt, entwickelt sich zunehmend zum Konsens. So oft der iranische Praesidenten die Welt zum Narren gehalten hat, wurde das Appeasement intensiviert. Der antisemitischer Irrsinn einer &#8220;Welt ohne Zionismus&#8221;, die der Iran propagiert, wird zu diesem Zweck staendig als nicht so gemeint entschuldigt. Die Lehren aus der Geschichte scheinen speziell in Deutschland in Denkmaelern verbraucht. Die Forderung, wonach eliminatorisch gesinnter Antisemitismus nie wieder zum Zug kommen darf ,bleibt unreflektiert. In Deutschland kein Gedanke daran, dass die Solidaritaet mit Israel angesischts des iranischen Strebens nach der Bombe, Verpflichtung zur Solidaritaet mit dem juedischen Staat sein muss. Tatsaechliche Solidaritaet an Stelle eines geheuchelten Beistands und der Ermahnung, ja nichts zu unternehmen.</p>
<p>Die Existenzberechtigung Deutschlands nach Ausschwitz sollte nur mit der moralischen Verpflichtung denkbar sein, Israel immer zu unterstuetzen. Statt dessen herrscht inzwischen die Wahrnehmung vor, dass Israel stets ermahnt werden muss.</p>
<div>Dass Iran und seine Stellvertreter an den Grenzen Israels ideologisch auf dem exportierten Antisemitismus der Nazis bauen, wird dabei verdraengt oder von Grund auf nicht kapiert. Statt auf die Gefahren des Appeasement gegenueber wahnsinnigen Antisemiten hinzuweisen, wird weiteres Nichtstun propagiert. Wie auch im Artikel <a href="http://www.zeit.de/2009/50/oped-50">Entspannung, was sonst?</a> Als ob es gar nicht anders sein koennte, als dass die Gefahr verschwindet, wenn nur die Augen fest verschlossen werden.</div>
<div>Oder ist es schon gar nicht mehr von Interesse den atomaren Iran zu verhindern. Spielt da vielleicht schon die Lust auf eine Neuordnung im Nahen Osten mit.  Der Antizionismus, der sich in den Koepfen der Europaeer endgueltig zu verfestigen droht.</div>
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		<title>Israelreise &#8211; pt.7 &#8211; Gilo</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/11/19/israelreise-pt-7-gilo/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 19:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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Gilo &#8211; juedischer Stadtteil auf einem Huegel im Sued-Osten der israelischen Hauptstadt Jerusalem.
Ich war in Gilo und moechte gegen eine Suggestion, wie sie die Zeit in ihrer Bilderwahl betreibt, ein paar Eindruecke wiedergeben, die sich beim Besuch von Gilo aufdraengen.
 Es werden keine Wohnblocks neben Moscheen geklotzt.
In Gilo leben Menschen, die eine ruhige Vorortlage teurem Innenstadttrubel vorziehen. Gilo [...]]]></description>
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<tbody>
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<td> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>Gilo &#8211; juedischer Stadtteil auf einem Huegel im Sued-Osten der israelischen Hauptstadt Jerusalem.</p>
<p>Ich war in Gilo und moechte gegen eine <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/gilo-siedlungsbau-kritik-un-usa">Suggestion, wie sie die Zeit in ihrer Bilderwahl betreibt,</a> ein paar Eindruecke wiedergeben, die sich beim Besuch von Gilo aufdraengen.</p>
<p> Es werden keine Wohnblocks neben Moscheen geklotzt.<br />
In Gilo leben Menschen, die eine ruhige Vorortlage teurem Innenstadttrubel vorziehen. Gilo ist sehr schoen auf einem Huegel gelegen und wie andere Pendler-Peripherie zu Geschaeftszeiten aeusserst unbelebt. Gilo ist eine Wohnsiedlung, in der bereits tausende Juden leben. Die Idee, dass sich in Gilo Unrecht manifestiert steht in krassem Gegensatz zu der friedlichen Realitaet vor Ort. Der palaestinensische Anspruch auf diesen Huegel, der nie palaestinensisch war, sondern jordanischer Militaerstuetzpunkt, bevor Israel ihn erobert und zum Gebiet seiner Hauptstdt geschlagen hat, scheint absurd. Es ist nicht so, wie es uns die Bildsprache der Zeit einblaeuen mochte. </p>
<p>Auf religioesem Wahn oder grossisraelischer Motivation keine Hinweise. Tatsaechlich draengt sich der Reiz der Lage auf und macht es sehr plausibel, dass es einen Bedarf an neuen Wohneinheiten gibt.</p>
<p>Niemand hat die Araber seiner Zeit gezwungen, den juedischen Staat in den Wuergegriff zu nehmen und ihm eine Reihe von Kriegen aufzuzwingen, die zu israelischen Gebietsgewinnen gefuehrt haben. Der Plan, jetzt alles zu annulieren und alle Gebiete jenseits der sogenannten gruenen Linie zum Sperrgebiet fuer Juden zu machen, ist von den Entwicklungen der letzten 40 Jahre ueberholt. Und vorbei an den Realitaeten kann kein vernuenftiger Kompromiss gefunden werden. Sich ueber Wohnungsbau in Gilo zu entruesten geleitet den Nahostkonflikt unter das Licht palaestinensischer Propaganda, die nicht viel zur Erleuchtung beitragen kann.</p>
<p>Von Gilo bietet sich ein freier Blick ueber Jerusalem. Freies Schussfeld und damit ein weiterer Grund, warum es muessig ist, palaestinensische Ansprueche gerade auf diesen Teil Israels zu diskutieren.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-417" title="gilo VII" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/gilo-VII.jpg" alt="gilo VII" width="600" height="450" /></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-423" title="gilo VI" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/gilo-VI.jpg" alt="gilo VI" width="600" height="450" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-421" title="gilo IV" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/gilo-IV.jpg" alt="gilo IV" width="600" height="450" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-420" title="gilo III" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/gilo-III.jpg" alt="gilo III" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-419" title="gilo II" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/gilo-II.jpg" alt="gilo II" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-418" title="gilo I" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/gilo-I.jpg" alt="gilo I" width="600" height="450" /></p>
<p>freier Blick von Gilo auf das Zentrum Jerusalems</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-422" title="gilo V" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/gilo-V.jpg" alt="gilo V" width="600" height="446" /></p>
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		<title>Israelreise &#8211; pt.5 &#8211; Totes Meer, Ein Gedi, Masada</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 09:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israelreise]]></category>

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-400" title="ein gedi 6" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/ein-gedi-6.jpg" alt="ein gedi 6" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-402" title="ein gedi 2" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/ein-gedi-2.jpg" alt="ein gedi 2" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-403" title="ein gedi 3" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/ein-gedi-3.jpg" alt="ein gedi 3" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-404" title="ein gedi 4" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/ein-gedi-4.jpg" alt="ein gedi 4" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-405" title="ein gedi 5" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/ein-gedi-5.jpg" alt="ein gedi 5" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-400" title="ein gedi 6" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/ein-gedi-6.jpg" alt="ein gedi 6" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-406" title="masada 1" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/masada-1.jpg" alt="masada 1" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-407" title="masada 2" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/masada-2.jpg" alt="masada 2" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-408" title="masada 3" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/masada-3.jpg" alt="masada 3" width="600" height="450" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-410" title="steinbock" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/steinbock1.jpg" alt="steinbock" width="600" height="450" /></p>
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		<title>Regentage</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 10:53:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu schauerlichen Regentagen Ende Oktober gab es die deutsch-israelischen Literaturtage, organisiert vom Goethe-Institut.
Lesugen von deutschen und israelischen Autoren an verschiedenen Orten der Stadt mit anschliessendem Autorengespraech. Uebergeordnetes Thema der 5taegigen Veranstaltung, einer Biennale im Uebrigen, war Leben und Schrieben in den Staedten und als Hommage an Tel Aviv zum 100. konzipiert und auch als Hommage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu schauerlichen Regentagen Ende Oktober gab es die deutsch-israelischen Literaturtage, organisiert vom Goethe-Institut.<br />
Lesugen von deutschen und israelischen Autoren an verschiedenen Orten der Stadt mit anschliessendem Autorengespraech. Uebergeordnetes Thema der 5taegigen Veranstaltung, einer Biennale im Uebrigen, war Leben und Schrieben in den Staedten und als Hommage an Tel Aviv zum 100. konzipiert und auch als Hommage an Berlin zum 20. Jubilaeum des Mauerfalls. Womit dann ein weiterer Beitrag zum gern herbeizitierten Vergleich der beiden Staedte geleistet wurde. Ein Vergleich, der fuer mich als Ex-Kreuzberger und derzeitigem  Einwohner von Yafo keine Substanz hat. Dazu ein anderes Mal ausfuehrlich.</p>
<p>Die Auftaktveranstaltung der Literaturtage im Loft Kastiell, einem sehr schoenen 60er Jahre Loft, hat u.A. die Gruenen Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Frau Eichstaedt-Bohling und Dov Khenin auf das Sofa gebracht, auf dem sie vor gut 250 Zuhoerern eine wenig eingegrenzte Podiumsdiskussion ueber Berlin und Tel Aviv gefuehrt haben. <img class="alignright size-medium wp-image-396" title="literaturtage" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/literaturtage-300x222.jpg" alt="literaturtage" width="300" height="222" />Nichts was inhaltlich gelohnt haette, doch gab es ordentlichen Wein und leckere Haeppchen. Von der Heinrich Boell Stiftung mitorganisiert, waren einige gruene Funktionstraeger , denen stets etwas Oberstudienratshaftiges anklebt, neben Vertretern der Journaille und anderen Eventhoppern klassischen Formats mit von der Party. Es ist fuer Dialektiker spanend zu beobachten, wie bei solchen Veranstaltugen die Kulturgabe den Abend nur verziert und glaenzende Namen auf der Buehne nicht mehr als den erbaulichen Rahmen fuer die selbstreferentielle Zusammenkunft der Szene abgeben. Den Grundpfeiler der Zusammenkunft bildet der hochtrabende Austausch, den small talk zu nennen wohl die Etikette des elitaeren Kreises verbietet. Das staendige Wechseln kleiner Gespraechsgruppen im Anschluss an die Darbietung, in denen allen Vorgaben des Milieus entsprochen wird. Artverwandt mit den Hardcore Konzerten in selbstverwalteten Jugendzentren. Getruebt im Falle des Goethe Instituts nur durch die staendig spuerbare Obligation des Veranstalters, Deutschland im Ausland den Anstrich einer Nation von Dichtern und Denkern zu geben. Nicht ohne sich des hinterlistigen Tricks zu bedienen, mit einem &#8220;kritischen Deutschlandbild&#8221; die arge Propaganda zu verschleiern. Im Gegensatz zu den JuZe wird uebrigens trotz millionenfach gewichtigeren Subventionen auf der Buehne selten etwas von der Art produziert, die unsere Verstaendnismuster herausfordert, und damit eine kulturell wertvolle Erfahrung zeitigt.</p>
<p>Pflichttermin war der Abend im Loft aber, da ich einmal den sagenumwobenen Dov Khenin hab reden hoeren wollen, diesen Abgeordneten der juedisch-arabisch kommunistischen Partei in der Knesset, der es in Tel Aviv bei der <a href="http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2943">Buergermeisterwahl mit einem tiefroten Programm</a> mit Unterstuetzung tausender Ehrenamtlicher auf mehr als ein Drittel der Stimmen gebracht hat. Ein Vorzeigeintelektueller.</p>
<p>Wein und Haeppchen waren trotzdem die Hoehepunkte.</p>
<p>In einer Raumschiff genannten Buerowohnung eines bekannten Architekten des Bauhaus fand der zweite Abend der Biennale statt. Wein war da, allerdings mittelmaessiger und formlos zur Selbstbedienung in ein Eck verbannt, waehrend dem Autorengespraech in Anschluss an die Lesung jede Strukktur abhanden gekommen war und auf weitlaeufig angelegte Fragen abgekoppelte Antworten erfolgten und es nur beim Ton zu staendigen richtigen Rueckkopplungen kam. Die beiden Frauen des Abends konnten aber trotz unzulaenglichem setting beeindrucken. Ich habe zum ersten Mal von der mir bis dahin unbekannten Autorin <a href="http://www.judithkuckart.de/">Judith Kuckart</a> gehoert, bei deren Weg von der Taenzerin zur Schriftstellerin auch die Einstuerzenden Neubauten eine Rolle gespielt haben. Israelische Schriftstellerin war <a href="http://www.ithl.org.il/author_info.asp?id=68">Orly Castel-Bloom</a>, deren Werk mehrfach ausgezeichnet und sowohl in Israel als auch international trotz ihrer ralaiv jungen Jahre einige Wuerden empfangen hat. Sie hat sich an dem Abend ohne Zweifel als eine Persoenlichkeit dargestellt, der ich abkaufe, dass sie sehr gut schreibt. Seit dem Abend wartet ihr Buch Dolly City darauf, auch von mir gelesen zu werden. Auf den Heimweg gab es nervigen Nieselregen.</p>
<p>Ungut hat sich dann der dritte Abend angefuehlt, den ich verlassen habe, bevor ihn Frau Dachs von der Zeit eingeleitet hat. Zu verfuehrerisch war es vom Cafe Yafo, wo es an dem Abend gar keinen Wein umsonst gab, davonzuschleichen und daheim einen Stoever zu schauen. Es war einer der unangenehmen Schauertage, die es hier selten, aber doch gerade an dem Tag sein musste.</p>
<p>Ich werde, unabhaengig von der Wettermisere waehrend der Literaturtage, mit dem Goethe Institut als Veranstalter nicht warm. Goethe selbst war um einiges lebendiger als die nach ihm benannten Kulturbotschafter, bei denen man nach Anzueglichkeiten, wie sie an manchen Stellen des Faust anklingen, vergeblich sucht und nur die hochtrabende Langeweile einer Ifigenie von Tauris findet.<br />
Am vierten Tag war ich dann aber doch wieder. Weil es schon um vier und damit guenstig nach Arbeit war und in dem vorzueglichen italienischen Restaurant Radio Rosco, wo ich richtig auf den Hauswein spekuliert habe. Der Lesung nach zu urteilen, waren zwei gute Autoren beim Italiener auf die Buehne geladen. Leider hab ich ihre Namen vergessen.</p>
<p> Den fuenften Tag hab ich mir geschenkt. Als die Literaturtage vorbei waren hatte ich 38,7</p>
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		<title>Israelreise &#8211; pt.4 &#8211; Das Mittelmeer</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 19:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israelreise]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
 
Akko
 

 
Akko
 

 
Haifa
 

 
Haifa
 

 
Dor Strand
 

 
 Kueste zwischen Nasholim und Hadera
 

 
Caesarea &#8211; Unterer Palast
 

 
Caesarea
 

 
Tel Aviv im Februar
 

 
Tel Aviv
 

 
Yafo
 

 
Yafo Aliya Strand
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-383" title="akko" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/akko.jpg" alt="akko" width="600" height="448" /> </p>
<p> </p>
<p>Akko</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-342" title="Akko" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/100_0434-300x225.jpg" alt="Akko" width="300" height="225" /></p>
<p> </p>
<p>Akko</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-372" title="haifa_view" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/haifa_view.jpg" alt="haifa_view" width="800" height="600" /></p>
<p> </p>
<p>Haifa</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-345" title="Haifa" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/haifa-beach-300x225.jpg" alt="Haifa" width="300" height="225" /></p>
<p> </p>
<p>Haifa</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-346" title="102_2308" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/102_2308-300x225.jpg" alt="102_2308" width="300" height="225" /></p>
<p> </p>
<p>Dor Strand</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-374" title="strand_nasholim_hadera" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/strand_nasholim_hadera.jpg" alt="strand_nasholim_hadera" width="800" height="600" /></p>
<p> </p>
<p> Kueste zwischen Nasholim und Hadera</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-377" title="caesarea_lower_palace" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/caesarea_lower_palace.jpg" alt="caesarea_lower_palace" width="600" height="450" /></p>
<p> </p>
<p>Caesarea &#8211; Unterer Palast</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-349" title="Caesarea" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/102_2258-300x214.jpg" alt="Caesarea" width="300" height="214" /></p>
<p> </p>
<p>Caesarea</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-350" title="Tel Aviv im Februar" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/102_0891-300x225.jpg" alt="Tel Aviv im Februar" width="300" height="225" /></p>
<p> </p>
<p>Tel Aviv im Februar</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-378" title="tel_aviv_strand" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/tel_aviv_strand.jpg" alt="tel_aviv_strand" width="600" height="452" /></p>
<p> </p>
<p>Tel Aviv</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-356" title="sunset yafo" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/sunset-yafo-300x221.jpg" alt="sunset yafo" width="300" height="221" /></p>
<p> </p>
<p>Yafo</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-376" title="yafo_aliya" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/yafo_aliya.jpg" alt="yafo_aliya" width="600" height="448" /></p>
<p> </p>
<p>Yafo Aliya Strand</p>
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		<title>Verstand und Verstaendigung</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/11/10/verstand-und-verstaendigung/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 17:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss gestehen, dass ich mich auf anruechige Weise an der Voelkerverstaendigung beteilige. Nicht, dass es mir am Herzen liegt mein Heimatland in positives Licht zu stellen, doch gibt es zu Anlaessen wie dem deutsch-israelischen Netzwerkforum stets jene Art von Unterhaltung, der ich seit meiner Sozialpaedagogenzeit immer wieder bedarf. Dieses maechtig aufgedonnerte Blabla, die Beschwoerung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss gestehen, dass ich mich auf anruechige Weise an der Voelkerverstaendigung beteilige. Nicht, dass es mir am Herzen liegt mein Heimatland in positives Licht zu stellen, doch gibt es zu Anlaessen wie dem <a href="http://www.idg.org.il/events/2009/networkingforum/invitation_flyer.pdf">deutsch-israelischen Netzwerkforum</a> stets jene Art von Unterhaltung, der ich seit meiner Sozialpaedagogenzeit immer wieder bedarf. Dieses maechtig aufgedonnerte Blabla, die Beschwoerung von Synergieeffekten, Darlegung von Schnittstellen. Natuerlich um einiges praechtiger insziniert als die AGs und Netzwerkbemuehungen in der Jugendarbeit, doch im Prinzip sehr aehnlich. Das deutsch-israelische Netzwerkforum wurde veranstaltet von der deutsch-israelischen Gesellschaft, einem zweifellos moralisch integeren Verein, der aufrichtig Pro-Israelisch ist, und fand im Goethe Institut statt. Ich war dabei, um mich von jener gewaltigen Anstrengung zu ueberzeugen, den verschiedenen Aktivitaeten im Bereich des deutsch-israelischen Austausches ein gemeinsames Forum zu geben. Zum Auftakt hat seine Exzellenz der Botschafter gegruesst und dann haben viele Menschen von Rang und Namen auf dem Podium diskutiert. Danach folgetn Workshops und der, den ich besucht habe, fand im &#8220;Raum Frankfurt&#8221; statt. Der Direktor vom <a href="http://www.yifc.org/">Young Israeli Forum for Cooperation</a> war Moderator und hat mit ausufernden Erklaerungen und Kreisdiagrammen das Bemuehen seiner Organistion um Frieden in Nahost und die Verbesserung israelisch-europaeischer Beziehungen dargelegt. Teilnehmergemischte interkulturelle Projekte, das Crack der NGO-Branche, wurden vorgestellt und ambitionierte Plaene ausgebreitet. Auf der Schiene der israelisch-europaeischen Kooperation soll eine Art Dachorganisation von NGOs gegruendet werden um die Zivilgesellschaften beider Seiten in Austausch zu bringen. Ich bitte um Nachsicht, wenn ich die Plaene der Verstaendigungsjunkies nur so gut widergeben kann, wie ich sie selbst verstanden habe. Kurzum plant die Organisation Voelkerverstaendigung 2.0 in grossen Stil. Nun stellt sich der geplanten Kooperationsplattform aber ein Problem. Mehrere europaeische NGOs weigern sich einer Dachorganisation israelischer und europaeischer NGOs beizutreten, wenn der Nahostkonflikt darin nicht gebuehrend zur Sprache kommt. Problematisch fuer das Vorhaben, da viele Israelis den Nahostkonflikt nicht mit Europaeern diskutieren moechten. In einer vorangegenagenen Diskussionsveranstaltung hat ein Repraesentant des <a href="http://www.biu.ac.il/Besa/">Begin Sadat Center</a>fuer strategische Studien formuliert, dass der Konflikt nur Israelis und Palaestinenser angeht. Eine solche Einstellung ist natuerlich unvereinbar mit dem Draengen der Europaeer, den Nahostkonflikt mit ihnen zu diskutieren. Was tun? Die Frage, die dem Direktor des Kooperationsforums einige Kopfschmerzen zu bereiten scheint, wurde zum Thema des workshops. Um es gleich vorwegzunehmen war das Fazit der Diskussion eineinhalb Stunden spaeter, dass man sich zunaechst seiner eigenen Einstellung kritisch bewusst werden muss und dann erst in Dialog kommen kann und dieser aber &#8211; wunder wer &#8211; ganz furchtbar wichtig ist. Trotzdem fanden sich in dem Geschwaetz, dass dazwischen lag, einiges dialektisch unterhaltsames. Die anwesenden Europaeer,waren Deutsche, die Israel gegenueber sympathisch eingestellt sind und versucht haben aus dieser Einstellung heraus zu ergruenden, warum es ihren Landsleuten ein solch brennendes Beduerfnis ist, Israel in erster Linie mit dem Nahostkonflikt zu assoziieren. Europaeer &#8211; und hier wurde stets am Beispiel von Deutschen explifiziert &#8211; muessen sich zwangslaeufig ein falsches Bild von Israel machen, da sie in den Nachrichten und Zeitungen stets nur im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt ueber Israel erfahren. Womit die Vorbehalte der Europaeer mit Israelis zu kooperieren, ohne den Nahostkonflikt zu diskutieren, erklaert wurden.<br />
Ich habe mich selbst schon gefragt, warum es Europaeern ein so starkes Beduerfnis ist, in Hinblick auf den Nahostkonflikt, Israel zu massregeln und abzustrafen. Es waere blauaeugig anzunehmen, dass es den Europaeern mit ihrer Obsession den Nahostkonflikt mit Israelis zu diskutieren um etwas anderes als Tadel ginge. Selbst dem workshop war das klar, wenn es auch nicht ausgesprochen wurde im &#8220;Raum Frankfurt&#8221;.</p>
<p>Vielmehr wurde eroertert, dass der Nahostkonflikt einer Verstaendigung von Europaeern und Israelis so lange im Wege steht, wie Europaeer ein falsches Bild von Israel in den Medien vermittelt bekommen. Mehrere Deutsche haben dargelegt, wie ueberascht sie waren, Israel anders anzutreffen, als sie es vermutet haben. Viele Israelis haben beklagt, dass sie in deutschland oft fuer Israels Rolle im Nahostkonflikt an den Pranger gestellt wurden.</p>
<p>Ist es aber tatsaechlich das mediale Zerrbild von Israel, dass es den Europaeern unmoeglich macht, abseits des Nahostkonflikts mit Israel eine Zivilgesellschaft zu assoziieren, die sich mit Problemen wie Umwelt, Altersvorsorge, Verkehr, Bildung usw. beschaeftigt.</p>
<p>Dass es auch in Israel eine gruene Bewegung gibt, Sozialisten, Veganer und was sonst zur modernen Welt gehoert, scheint ganz offensichtlich viele Europaeer nicht davon abzubringen im Kontakt mit Israelis stets ohne Umschweife auf den Nahostkonflikt zu kommen.</p>
<p>Es wurde festgehalten, dass in der Medienlandschaft Verwertungszwaenge herrschen, die immer wieder auf ein Neues eine Berichterstattung zeitigen, die nach dem Geschmack der Leser und anderer Nachrichtenkonsumenten ist. Das haben selbst die anwesenden Jusos zu meinem Erstaunen schon erkannt. Woraus zu ergruenden war, was den Leser interessiert. Der Leser wuenscht Konflikt und Knall auf Peng, wodurch die klare Sicht auf Israel versperrt wird und nur dort Einblicke gewaehrt werden, wo scharf geschossen wird. Das waere eine brauchbare Erklaerung. Ich teile sie aber nicht.</p>
<p>Herr Jessen von der Welt hat den Hinweis eingebracht, dass der Nahostkonflikt die hoechsten Wegzapraten im deustchen TV hat. Das war sehr interessant, da ich beim Lesen der grossen Tageszeitungen im Internet feststelle, dass jeder Bericht zu Nahost in die Charts der meistkommentierten Artikel katapultiert wird. Die emotionale Anteilnahme breiter Schichten deutscher Nachrichtenkonsumenten an den Geschehnissen hier, bedingt ganz augenscheinlich eine ueberproportionale Nahost Berichterstattung, die jenen Teil der Nachrichtenkonsumenten, die keine Nahost-Obsession hegen, zum Wegzappen zu draengen scheint.</p>
<p>Ich habe auf den ausgepraegten sekundaeren Antisemitismus in Europa und v.a. in Deutschland verwiesen, da meiner Meinung nach nicht die schlicht sensationelle Lust am blutigen Konflikt dasProfil der Nahostberichterstattung schaerft. Ich denke nicht, dass die Berichterstattung das Israel-Bild praegt, sondern das Gegenteil der Fall ist. Das antiisraelische Ressentiment ist auf staendiger Suche nach Indizien fuer sein verzertes Nahost-Bild bzw. Weltbild. Der Journalist kann sein Produkt nur dann gewinntraechtig platzieren, wenn er eine Rezeption zulaesst, die das antiisraelische Ressentiment der Konsumenten kitzelt.</p>
<p>Ich moechte ein Beispiel geben. Von Gestern, dem deutschdeutschen Gedenktag zu 20 Jahre Mauerfall. In der Zeit erschien unter allerlei Ehrerbietung an den Durchbruch 1989 ein Artikel mit dem unpoetischen Titel Palästinenser reißen Segment der Mauer nieder. Obwohl es bei Weitem nicht das erste und sicher nicht das letzte Mal war, dass Aktivisten Hand an die Sperranlage gelegt haben, war es sicher kein Zufall, dass die Aktivitaet es gerade an solch historischem Tag fast ganz nach oben auf zeit.de gebracht hat. Obwohl angenommen werden muss, dass die Zeit Redakteure nuechtern genug sind, zwischen dem einen Mauerfall und dem anderen keinen Zusammenhang, ausser dem rein physischen Entstehen einer Luecke, zu sehen. Wie sie auch gebildet genug sein werden, zwischen der einen und der anderen Mauer kein gemeinsames Fundament auszumachen. Doch scheint die Verlockung in den Redaktionsstuben zu stark gewesen zu sein, diese liderliche Assoziation zwischen den Mauern anzubieten, bzw. der Anschauung weiter Teile der Leserschaft Zucker zu geben. Und die Kundschaft hat angebissen. Heute ist der kurze Artikel bereits der meist kommentierte. Es war nicht anders zu erwarten. Zaehlen sie einmal das Wort Apartheid in den Kommentaren zu vorangegangenen Berichten ueber Israel.</p>
<p>Zurueck zu den NGOs und dem Sekundaerern Antisemitismus. Ich habe versucht zu erlaeutern, dass dieser in manche NGO-Charta, u.a. in die der Globaisierungskritiker, eingearbeitet ist. Natuerlich fehlen mir da die Worte eines Grigat, und so wurde der Aspekt nicht fuer wuerdig empfunden diskutiert zu werden, und eigentlich ist es auch nicht angebracht ueber den bloedsinnigen workshop hier so viele Worte zu verlieren. Doch haben mich nach dem workshop gleich zwei Israelis aufgesucht, um mich zu fragen, ob denn wirklich eine Mehrzahl von deutschen Anti-Israelische Ressentiments antisemitischer Faerbung pflegt. Urteilen sie selbt, angesichts von Umfragen, die besagen, dass die Haelfte der Deutschen der Meinung ist, <a href="http://www.honestly-concerned.org/Heitmeyer.htm">die Israelis wuerden mit den Palaestinensern umspringen, wie die Nazis mit den Juden.</a></p>
<p>Am Abend des Netzwerkforums haben dann die Dienststellenleiter der verschiedenen deutschen Parteistiftungen auf Englisch ueber das Ergebnis der Bundestagswahl diskutiert. Bei den Fragen aus dem Publikum hat ein Israeli mir aus der seele gesprochen, als er gefragt hat &#8220;why the hell should Israel care for what Germany thinks?&#8221; als die Haltung eines CDU/FDP regierten Deutschland zum Nahostkonflikt ergruendet wurde. Der Direktor der Friedrich Naumann Stiftung in Tel Aviv, Parteifreund von Westerwelle war der Ansicht, dass Israel sich zu viel erlaubt.</p>
<p>Einige Tage nach dem Netzwerkforum hat es mich noch einmal in den &#8220;Raum Frankfurt&#8221; verschlagen. Zu einer Buchvorstellung. Igal Avidan zeichnet ein authentisches Bild von inem Staat, der sich selbst sucht. Ein Haufen linke Aktivisten kommen zu Wort und Ehren, eine Reihe pseudosignifikanter Konflikte im Kleinen werden aufgefuehrt. Dabei gibt es viele Menschen, die zu befragen es sich mehr lohnen wuerde, wenn das ernsthafte Interesse geboten waere, die israelische Seele zu erkunden. Viele Menschen muessten es auf jeden Fall sein, da Israel so viele Gesichter hat, dass wir, die wir aus einer Gesellschaft mit strenger Leitkultur kommen, uns nur wundern koennen ueber den Schmelztigel der Kulturen hier. Ein Eindruck, der auch auf meine Gaeste stets den staerksten Eindruck macht.<br />
Ein israelischer Journalist hat zu recht angemerkt, dass Avidan seine Gespraechspartner zu subjektiv ausgewaehlt, als dass er objektive Geltung erlangen koennte mit seinem Israel-Bild.</p>
<p>Dabei wuerde es sich auf jeden Fall die Muehe lohnen, sich mit den Menschen hier zu unterhalten, um etwas ueber die israelische Seele zu erfahren. Wenn nur der Versuchung widerstanden wird, stets nur aufgeblasene Schwaetzer der verblassenden Linken um ihre Meinung zu bitten, um ein authentisches Bild zu zeichnen.</p>
<p>Ich schlage zwei BewohnerInnen aus einem Moshav im Norden vor. Zwei Menschen, die der Masenvernichtung der Juden durch die Deutschen entkommen sind. Ueberlebende des Konzentrationslagers Ausschwitz, die nach ihrer Befreiung durch Europa geirrt sind, um schlieslich in einem yugoslawischen Hafen ein ueberladenes Schiff zu besteigen um in Eretz Zion neu anzufangen. Ein Schritt ohne Alternative. Vor der Kueste des ersehnten Landes wurden sie abgefangen und auf Zypern interniert, bevor sie nach einjaehrigem Aufenthalt dort es doch geschafft haben, ueberzuschiffen. Durch verschiedene Auffanglager geschleusst wurden, mehrfach ,von den Englaendern entwaffnet den Angriffen arabischer Milizen ausgesetzt. Schliesslich in einem Kibbutz im Zentrum gelandet sind, wo sie die Ausrufung des juedischen Staates durch Ben Gurion am Radio im Versammlungsraum des Kibbutz mit Freudentraenen aufgenommen haben. Ein Staat, von Juden regiert. Auf die Freude folgte die Ernuechterung. Am naechsten tag sahen sie sich bereits in einem Krieg, der ueber den eben gegruendeten Staat in form mehrerer arabischer Armeen hereinbrach, denen es um nicht weniger als die Vernichtung der Heimstaette der Juden ging. Nach acht Jahren im Kibbutz sind sie in einem Moshav im Norden ansaessig geworden. Viele Kriege, die dem juedischen Staat aufgezwungen wurden, folgten, doch leben ihre Enkel heute in einem freien Staat. Eine Freiheit, die noch immer der Verteidigung bedarf. Meine Freunde in jenem Moshav, Maccabi Haifa Fans in meinem Alter, haben selbst schon einige Kriege miterlebt. Das Prinzip der eliminatorischen Gesinnung ist den Feinden des juedischen Staates seit dessen Gruendung nicht abhanden gekommen. Der Dienst in der Armee ist Pflicht und Ueberzeugung. Auch und gerade unter den Kibbutzniks und Moshavniks, die schon immer links waren und dem palaestinensischen Staat das Wort geredet haben, bis die Losung &#8220;Land fuer Frieden&#8221; im Kassamhagel besiegelt wurde. Ich war zu einem feierlichen Abendessen im Moshav eingeladen. Ein Enkel der Holocaustueberlebenden hat seinen Armeedienst abgeleistet und ist nun in der Reserve. Sein Vater hat eine amerikanische Juedin aus Brooklyn geheiratet und seine Tante ist inzwischen geschieden, Kuenstlerin und Lebefrau. Seine Cousins und Cousinen haben ihren Armeedienst schon abgeleistet, einer hatte sich weitere Jahre als Offizier verpflichtet. Sie bilden sich derzeit in der Ingineurskunst, chinesischer Medizin bzw. Design. Hinter der augenscheinlichen Normalitaet eines unspektakulaeren Abends liegen die besonderen Umstaende des Lebens in Israel. Wie die ueberwaeltigende Mehrheit der Israelis haben sie den Waffengang gegen die Hisbollah und Hamas unterstuetzt. Der Offizier war in den Libanon abkommandiert. Bei Tisch wurde ueber Kuchenrezepte, Computerprobleme, das Wetter, ein Theaterstueck und Urlaubsplaene konversiert. Allerweltsthemen. Es ist schwer zu vermitteln, dass die Israelis es einerseits bedauern mit den Nachbarn im Unfrieden zu leben und aber zu keiner Zeit bereit sind die Verteidigung ihrer Existenz gegen die Moerderbanden und Gottesstaaten in der Region aus der Hand zu geben. Die Notwendigkeit vom Staat und seiner Armee geschuetzt zu werden, aktualisiert sich fast taeglich. Andererseits sind die Menschen nicht bereit, dem Dauerkonflikt mehr Platz in ihrem Leben einzuraeumen als er notwendiger Weise beansprucht. Wer ein authentisches Bild der israelischen Gesellschaft zeichnen moechte, sollte das beruecksichtigen. Es ist ein famoses und zugleich ungewuerdigtes Phaenomen, dass die Israelis, Auge in Auge mit eliminatorisch gesinnten Antisemiten, eine solch vitale Demokratie pflegen.</p>
<p>Im Moshav steigt ueberigens einmal die Woche auf ein Fussballspiel, bei dem sich eine Auswahl des Genossenschaftsdorfs einem Team aus Beduinen der umliegenden Beduinendoerfer entgegensieht.</p>
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		<title>Quartalsbericht pt.4</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 17:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Doch weiss ich, dass die werte Leserschaft aus Israel Anmerkungen zu Politik erwartet und nicht zum Sport. Anfang Oktober war das Land knapp drei Minuten gefesselt. Hamas hat im Tausch fuer die Freilassung einiger Gefangener ein Video uebergeben, in dem sich der seit knapp vier Jahren entfuehrte Israeli Gilad Shalit zu Wort meldet. Die Ausstrahlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Doch weiss ich, dass die werte Leserschaft aus Israel Anmerkungen zu Politik erwartet und nicht zum Sport. Anfang Oktober war das Land knapp drei Minuten gefesselt. Hamas hat im Tausch fuer die Freilassung einiger Gefangener ein Video uebergeben, <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1118449.html">in dem sich der seit knapp vier Jahren entfuehrte Israeli Gilad Shalit zu Wort meldet</a>. Die Ausstrahlung hat Israels Strassen leergefegt. Gebannt haben Millionen die Aufzeichnung verfolgt, um sich einen Eindruck vom Zustaend des jungen Soldaten zu machen, der den Terroristen von Hamas in die Haende gefallen ist.  Das Schicksal von Gilad Shalit bewegt die Menschen in diesem Land auf empfindliche Weise, da alle Familien hier, mit Ausname der Ultraorthodoxen und vieler Araber, ihre Soehne und Toechter fuer drei bzw. zwei Jahre zur Armee schicken. Plus Reservedienst. In den Haenden der Verteidigungsstreitkraefte liegt die Existenz des juedischen Staates.</p>
<p> <br />
Iran propagiert eine Welt ohne Zionismus und bastelt in diesem Sinne nicht nur fleissig an der Atombombe, sondern haelt auch seine Filialleiter an den Grenzen Israels - Hamas und Hizbollah - an, aufruesten um die Zerstoerung des juedischen Staates nach Kraeften zu befoerdern. Eine schiffsladungsgewaltige Waffenlieferung hat juengst Zeugnis abgeliefert.</p>
<p> <br />
Indes der jihaddistische Geist durch die palaestinensischen Gebiete tobt und die UNRWA sich um einen Nachschub an Fluechtlingen kuemmert, deren scheinheilig geforderte Rueckkehr den juedischen Staat demographisch sprengen wuerde. <img class="alignright size-medium wp-image-322" title="UN" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1372-300x225.jpg" alt="UN" width="300" height="225" />Nur bei den Palaestinensern wird der Status Fluechtling vererbt, wodurch die Anzahl der Fluechtlinge ueber die Gerationen staendig waechst. Ich sehe oft die dicken UN Autos in Jerusalem rumfahren, letztens sogar im beschaulichen Holon, und mache mir so meine Gedanken ueber die Moral einer Organisation, die an der Konservierung des Leids der Palaestinenser mitwirkt, indem sie immer nur foerdert, aber nie fordert. Es ist die ganz grosse Sozialhilfe, die bedingungslos gewaehrt wird, und einen ihrer Agenten habe ich hier in Yafo getroffen. Und er hat mir unumwunden zugestanden, dass die Hilfsorganisationen, einschliesslich seiner eigenen, sich in den Gebieten auf den Fuessen stehen. Ich war nach dem Treffen erst recht in meinen Beobachtungen bestaerkt, dass ein Frieden im Nahen Osten niemandem so sehr schaden wuerde wie jener gewaltigen Branche aus Entwicklungshilfeorganisationen, Fluechtlingshelfern, Krisenbeobachtern, Stiftungen, die sich um diesen Frieden vorgeblich bemuehen. Problematisch problematisch fand er es nicht, dass seine und andere Organisationen den Palaestinensern alle Aufgaben aus den Haenden nehmenen, die in einem stets geforderten souveraenen Staat Sache der Palaestinenser selbst sein muessten. Ich war an eine Begegnung mit einem Mitarbeiter der UNRWA, die sich um die palaestinensischen Fluechtlinge kuemmert, waehrend alle anderen Fluechtlinge dieser Welt das Bier der weit schlechter ausgeruesteten  UNHCR sind, erinnert. Der Kerl hat mir 2004 in Jerusalem von seiner Arbeit in Jenin erzaehlt, dabei uebrigens den Mythos des Massakers von Jenin aufgewaermt, als ob die UN damals noch nicht gewusst haette, dass diese perfide Propaganda schon widerlegt war. Schliesslich hat er noch einige offen antisemitische Ansichten seiner Kundschaft dargelegt. Wir haben einen Tagesausflug nach Hebron unternommen, von dem er sich wohl paedagogisch in Hinsicht auf meine ProIsraelische Meinung einiges versprochen hat. Es ist bei solchen Dienern der Voelkergemeinschaft nicht selten, dass sie fest der Meinung sind, dass ein Blick auf das palaestinensische Leiden jede Solidaritaet mit Israel zerschlaegt. Dieser wenig ideologiekritische Ansatz fuehrte mir den Mann bei der UN also als Reisebegleiter nach Hebron an die Seite. Und seine eigene Empathie war tatsaechlich so grenzenlos, dass er nur lustlos mit den Schultern gezuckt hat, als mich ein Palaestinenser auf dem Markt gefragt hat, warum wir unseren Job nicht zu Ende gebracht haben, nachdem ich mich als Deutscher geoutet habe.  </p>
<p>Waehrend meine juedischen Mitarbeiterinnen im Krankenhaus die Aversionen der arabischen Welt und der UN gegen Israel als unveraenderbar ansehen, erregt die europaeische Haltung, Palaestinenser stets zu bemuttern und Israelis stets onkelhaft von der Seite anzumachen, Unverstaendnis. Ungezaehlte Massregelungen und Anti-Israelische Demonstrationen aus dem befreundeten Ausland, die jeden Schritt Israels begleiten. Bekannt aus dem Fernsehen und aus Erzaehlungen von Europa-Reisenden oder aus der Berichterstattung in Europa ansaessiger Sippe. Gerade wenn die Nerven ohnehin gespannt sind, wie bei der Militaeraktion letzten Jahres im Gaza, verursachen die demonstrativ geaeusserten Beifallsbekundungen der Europaeer fuer die Feinde des juedischen Staates bei dessen Bewohnern einen sauren Geschmack. Und es ist meinen Kollegen egal, dass die a ntiisraelische Kritik meist als Kritik an Freunden legitimiert wird, ja notwendiger Kritik sogar, die Freundschaft erst wirklich besiegelt. Ich selbst weiss, dass es ein bauernschlauer Griff in die Trickkiste ist, um an der Heimatfront antizionistisch zu punkten ohne auf den Duenkel des Freund der Juden verzichten zu muessen. Ich kann als Deutscher bei solchen Gelegenheiten nicht genuegend darauf hinweisen, dass mein Nachkriegsdeutschland moralisch bankrott ist. Adornos  &#8221;Nie wieder&#8221; ist zur Farce geworden.<br />
Ich moechte aus dem viel kritisierten Land Israel verlautbaren lassen, dass es hier eine Unzahl von Instanzen zur Wahrung der Moral gibt und diese nicht nur Stimme, sondern auch Zuhoerer haben. Es also keinen grund gibt, von aussen staendig zu intervenieren. Waere ich Israeli, wuerde mir diese freundschaftliche Dauerkritik auch auf den Sack gehen. Israelis brauchen gute Nerven in einer Welt, die ihnen viel Antipathie und nur ganz wenig Solidaritaet fuer ihren kleinen Staat entgegen bringt. Doch dafuer wirken sie herausfordernd gelassen im Alltag. Beschaeftigt mit all den Angelegenheiten, die den modernen MEnschen umtreiben. Eine Bekannte von mir, taetig fuer ein Ministerium, meinte, dass ihr Volk noch nie gemocht wurde und aber die Araber und ihre Sympathisanten nicht erreichen werden, was schon die Inquisition und die Deutschen nicht geschafft haben und der Welt die ungeliebten Juden fuer immer erhalten bleiben werden.  </p>
<p>Es gibt in der Flut der Nachrichten aus den letzten Wochen zwei Ereignisse, die wirklich fuer Aufsehen gesorgt haben. Zumindest im Krankenhaus.<br />
Passiert ist Vieles, von der erneuten iranischen Weigerung von der Urananreicherung abzusehen ueber eine Resulotion in der UN-Menschenrechtskommision, die auf ein Neues den juedischen Staat diskreditiert und daemonisiert, bis zum Saebelrasseln der Hizbollah und erneutem Raketenbeschuss aus Gaza. Interessiert haben aber v.a. zwei Geschichten. Zum einen eben Shalit. Zum anderen die Tuerkei.<br />
Nachdem Erdogan im Fruehjahr in Davos gegen Israel ausfaellig geworden ist, wurde gefragt, inwieweit dies Einfluss auf das liebste Hobby der israelischen Mittelschicht nimmt. Cluburlaub in Antalya. Die Diskussion wurde von neuen Angeboten zu Gunsten der tuerkischen Riviera entschieden und ich weiss nicht, wie oft ich mir anhoeren durfte, wie viel und gutes Essen die Tuerken doch auffahren. Dann haben sich letzten Monat die politischen Ereignisse derart ueberschlagen, dass Abstinenz nun Unumgaenglich scheint. Auch wenn es natuerlich auch weiterhin so viel billiger ist als Urlaub in Eilat.  Die Tuerkei hat die israelische Luftwaffe von einer geplanten gemeinsamen Uebung von NATO und IAF ausgeladen dann gemeinsame Militaeruebungen mit Syrien bekannt gegeben, den iranischen Praesidenten mit allen Ehren empfangen und im tuerkischen Fernsehen laeuft eine krass antisemitische Serie aus, in der israelische Soldaten Kinder exekutieren. <br />
Ich habe mit Begeisterung vernommen, dass nun Kroatien auf die Rolle der Tuerkei als Mediator israelisch-syrischer Gespraeche schielt.  </p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-324" title="NRW pace" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/102_0764-300x225.jpg" alt="NRW pace" width="300" height="225" />In Yafo gibt es eine Wand der Bruederlichkeit, auf der junge arabische Fuehrungskraefte im Rahmen eines Kustworkshops unter der Schirmherrschaft der Landesregierung NRW dilletiert haben. Einige Meter weiter sitzen Juden und Araber im beliebtesten Fischrestaurant Yafos sitzen, ohne dass dafuer Stiftungsgelder fuer die Bruederlichkeit fliessen. Wer den notorisch ausgegrenzten Arabern mit Kunst eine Stimme geben moechte, als Vergleich fallen mit Kunstprojekte mit Obdachlosen ein, muss seine Agenda auch dann pflegen, wenn sie der Realitaet einen Baerendienst erweist. Von der produzierten Kunst ganz zu schweigen, die unter sozialpaedagogischer Kandare blass bleibt. <br />
Mir faellt auf, dass es in Yafo, oder auch in Haifa, wo die ideologische Verdichtung fehlt, ein mehr oder weniger friedliches Nebeneinder gibt. Wozu also die Mahnung zur Bruederlichkeit, Nordrhein-Westfalen? Und ich habe nur ein Beispiel unter Tausenden zitiert, die queer ueber das Land initiiert sind. Es gibt hier Kunst zum Zweck der Verstaendigung in Huelle und Fuelle. </p>
<p> </p>
<p>Wobei ich darauf hinweisen muss, dass es im Wadi Nisnas in Haifa Kunst im oeffentlichen Raum zu jaehrlich wechselnden Themen gibt und das sehr ansehnlich ist. Warscheinlich, weil hier die Kunst im Vordergrund steht, auch wenn die KuenstlerInnen Araber und Juden sind.</p>
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		<title>Quartalsbericht pt.3</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/11/08/quartalsbericht-pt-3/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 19:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ramadan habe ich unbeschadet ueberstanden, obwohl meine ohnehin nicht ausgepraegten Sympathien fuer unsere arabischen Nachbarn muslimischen Glaubens doch sehr auf die Probe gestellt wurden. Einen Monat lang wurde die Strasse am spaeten Abend mit Silvesterknallern belegt. Ich hab mich daran erinnert, als dann zum juedischen Laubhuettenfest in Jerusalem Krawall aufgefuehrt wurde, da sich die Muslime zum Anlass juedischer Feierlichkeiten vorgeblich mal wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ramadan habe ich unbeschadet ueberstanden, obwohl meine ohnehin nicht ausgepraegten Sympathien fuer unsere arabischen Nachbarn muslimischen Glaubens doch sehr auf die Probe gestellt wurden. Einen Monat lang wurde die Strasse am spaeten Abend mit Silvesterknallern belegt. Ich hab mich daran erinnert, als dann zum juedischen Laubhuettenfest in Jerusalem Krawall aufgefuehrt wurde, da sich die Muslime zum Anlass juedischer Feierlichkeiten vorgeblich mal wieder in ihren eigenen religioesen Gefuehlen verletzt sahen. Als sich eine Woche lang tausende Juden an der Klagemauer eingefunden haben, wurde der Zugang zum Tempelberg eingeschraenkt. In der Al-Aksa Moschee wurden taschenweise Steine gefunden, ueber die nur schwer hinwegzusehen ist, wenn Tempelberg und Klagemauer nur einen Steinwurf voneinander entfernt sind. Wer schon einmal in Jerusalem war, weiss um die Brisanz der Naehe.  Auf jeden Fall war es auf Seiten der Funktionaere muslimischen Glaubens, den Vertretern der selbsternannten Religion des Friedens, mal wieder Anlass zum Zorn zu mobilisieren, wie dies in letzter Zeit oefters und zu verschiedenen Anlaessen geschieht. Wenn Juden nach Ost-Jerusalem ziehen oder eben juedische Feiertage anstehen.<br />
Ich habe mich waehrend der Festwoche, in der glaeubige Juden ihr Leben in Huetten verlagern, nicht nur an die Kalgemauer, sondern auch in die ultraorthodoxen Viertel Jerusalems begeben, um mir anzuschauen, wie tatsaechlich auf jedem Balkon, in jedem Hof und auf verschiedenen Parkplaetzen Huetten gezimmert waren. Mein Fall ist soviel religioese Hingabe nicht, doch konnte ich unerhoerter Weise nicht Ablassen und bin noch ueber Mea Shearim hinaus durch die vielen anderen Viertel geschweift, die in oltraorthodoxer Hand sind.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-300" title="Jerusalem Sukkot" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1805-300x225.jpg" alt="Jerusalem Sukkot" width="300" height="225" /></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-301" title="Mea Shearim Sukkot" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1770-300x225.jpg" alt="Mea Shearim Sukkot" width="300" height="225" /><br />
 <img class="aligncenter size-medium wp-image-303" title="Jrusalem Sukkot" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1771-300x225.jpg" alt="Jrusalem Sukkot" width="300" height="225" /><br />
Eine meiner wenigen weiteren Unternehmungen ausserhalb von Tel Aviv war ein Ausflug, der mich die Festtage nach Ein Gedi verschlagen hat, wo ich das Hochplateau bezwungen habe. Mich mit meinen 30 Jahren bei weit ueber 30 Grad im Schatten, theoretisch, da der nirgends vorhanden war, bis in jene Hoehen begeben, von wo sich ein berauschender Ausblick uber die Wueste, das Tote Meer bis nach Jordanien ergibt.  Nach Abstieg war es mir dann sogar vergoennt unter einem Wasserfall im Wadi des Nationalparks zu baden und die Bekanntschaft einiger Steinbocke zu machen.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-304" title="Ein Gedi 1" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1503-300x225.jpg" alt="Ein Gedi 1" width="300" height="225" /></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-305" title="Ein Gedi II" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1666-300x225.jpg" alt="Ein Gedi II" width="300" height="225" /></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-306" title="ein gedi III" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1669-300x225.jpg" alt="ein gedi III" width="300" height="225" /></p>
<p> <img class="aligncenter size-medium wp-image-307" title="Ein Gedi IV" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/ein-gedi-plateau-300x223.jpg" alt="Ein Gedi IV" width="300" height="223" /></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-308" title="Ein Gedi V" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_1734-300x225.jpg" alt="Ein Gedi V" width="300" height="225" /><br />
Andere Ausfluege haben sich auf Jerusalem und Haifa beschraenkt und das Moshav Allone Aba im Norden. Wobei ich meine Reihe ueber die konflikttraechtigen Orte in Israel bald fortsetzen moechte. Derweil feile ich aber an meinen Jerusalem und Haifa Fuehrungen. Jerusalem ist schon sehr ausgereift, wie ich bemerkt habe, als ich die Stuttgarter Punker, die mich diesen Sommer besucht haben, durch die heilige Stadt gefuehrt habe. Hier ist lediglich am Finish noch etwas zu verbessern. Ich geleite nach Fruehstueck im bezaubernden Buechercafe Tmol Shelshom zu der Windmuehle und dem anliegenden Park, dann rein in die Altstadt, durch christliches, muslimisches, juedisches Viertel, dann hinaus auf den Zionsberg und rueber in die deutsche Kolonie. Danach dann Feierabendbier im Ben Sira 3.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-312" title="102_3196" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/102_3196-300x225.jpg" alt="102_3196" width="300" height="225" /></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-310" title="102_2020" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/102_2020-300x225.jpg" alt="102_2020" width="300" height="225" /></p>
<p>Auch Haifa Fuehrungen werden bald der absolute Knaller sein. Jetzt wo ich das christlich arabische Viertel Wadi Nisnas neu entdeckt habe und der Hafen etwas herausgeputzt wurde, bietet auch die Unterstadt in Anschluss an die deutsche Kolonie, und Knaffe im Fattoush, vor Aufstieg auf den Carmel einige Reize. Hoehepunkt oben bleiben der Blick runter und das Feierabendbier im Barbarossa.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-313" title="Haifa" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/100_0456-300x225.jpg" alt="Haifa" width="300" height="225" /><br />
 <br />
In fussballerischen Angelegenheiten geht mir die Bundesliga inzwischen nur noch auf die Nerven. Dass hat seine tieferen ursachen weniger in meinen Vorbehalten gegen Deutschland, als es vielmehr mit einem einst zum Zeitvertreib angefangenen kicker-Manager&#8221;Spiel&#8221; zusammenhaengt, dass mich psychisch zu ruinieren droht. Vielmehr noch als die Fussballwetten. Da ich unweit des Bloomfield-Stadion wohne, interesiere ich mich ablenkungsweise fuer die israelische Liga. Ich hab nur noch nicht klar entschieden, fuer wen ich sein soll. Kulturell bietet sich der linke Arbeiterverein Hapoel Tel Aviv an. Dem ist seine rote Seele tatsaechlich nicht abzusprechen. In den Fankreisen gelten die aus der linken Szene sattsam bekannten Anti-Dies und Anti-Das sehr viel. Die Fanfreundschaft mit St. Pauli wird gepflegt. Ich habe schon St. Paulianer getroffen, die zu einem spiel Hapoel gegen Beitar eingeflogen sind. Auf Auswaertsspielen in der Europaliga ist ein grosses ACAB Transparent im Gaesteblock der Hapoel Anhaenger zu sehen. Ich mag das Team tatsaechlich auch sehr, wobei mich auch der relative Erfolg der Roten auf europaeischer Ebene in den letzten Jahren anmacht. Aber ist da eben auch noch Bnei Yehuda Tel Aviv, der Vertreter von Yad Eliyahu und natuerlich Maccabi Haifa. Ich habe viele Freunde im Norden, die fuer Maccabi Haifa gluehen und bin ein Stueck weit auch davon angesteckt. In der Basketball Euroleague bin ich fuer Maccabi Tel Aviv. <br />
 <br />
<img class="aligncenter size-medium wp-image-314" title="Bloomfield" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/11/185_2121-300x225.jpg" alt="Bloomfield" width="300" height="225" /></p>
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