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	<title>Olivers Betrachtungen &#187; Antisemitismus</title>
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		<title>schwarz rot gold weiß rot II</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird.
Martin Walser
Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.
Martin Hohmann
“Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch”
Bischoff Hanke
&#8220;Ich fürchte, dass kaum jemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"><img title="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2010/03/auschwitz14-300x240.jpg" alt="Deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau" width="300" height="240" /></div>
<p>Jeder kennt unsere geschichtliche Last, die unvergängliche Schande, kein Tag, an dem sie uns nicht vorgehalten wird.<br />
<a href="http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/WegeInDieGegenwart_redeWalserZumFriedenspreis/index.html">Martin Walser</a><br />
Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.<br />
<a href="http://www.tagesschau.de/inland/meldung270492.html">Martin Hohmann</a><br />
“Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch”<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/article750858/Wenn_es_aus_deutschen_Bischoefen_spricht.html">Bischoff Hanke</a><br />
&#8220;Ich fürchte, dass kaum jemand den Antisemiten, die es in Deutschland gibt, leider, die wir bekämpfen müssen, mehr Zulauf verschafft hat als Herr Scharon und in Deutschland ein Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art&#8221;<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,199445,00.html">Moellemann</a><br />
&#8220;Ich kann in den Aktionen der israelischen Armee keinen Abwehrkampf gegen den Terrorismus sehen &#8211; sondern nur Vernichtung&#8221;<br />
<a href="http://www.nahost-politik.de/deutschland/bluem.htm">Norbert Bluem</a></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Wer sich den Anforderungen der Moderne nicht gewachsen sieht, sexuell zu kurz kommt und ökonomisch zurückbleibt, kann gegen die Moderne, die alles verkompliziert, nur dann zurückschlagen, wenn seinem Frust ein konkretes Ziel gegeben wird. In Form eines gemeinschaftlich getragenen Feindbildes.</p>
<p>Systembedingte und überindividuelle Dynamiken, die das eigene Fortkommen behindern, bleiben unbeachtet, zu Gunsten einer wahnwitzigen Weltanschauung, bei dem alles um konkrete Heils- und Unheilsbringer gruppiert ist.</p>
<p>In der verkehrten Auffassung falscher Verhältnisse steckt der Keim des Antisemitismus. </p>
<p>Wem die Moderne als Bedrohung erscheint,  bemüht sich nicht darum, komplizierte Dynamiken zu verstehen, sondern darum, die Wurzel allen Übels durch Schuldzuschreibung greifbar zu machen.</p>
<p>Die gemeinschaftliche Deutung der Realität und die Festlegung der Schuldigen, bereitet dem kollektiven Frustabbau den Weg.</p>
<p>In dieser Weltsicht haben Verschwörungen und Paranoia nicht nur ihren Platz, sondern dienen als tragende Säulen.</p>
<div><a href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">65% der Deutschen – ca. 2 von 3 – waren 2003 der Meinung, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstellt.</a></div>
<p>Der Antizionismus baut auf nie überwundenen antisemitischen Ressentiments. Israel wird in Deutschland  über Projektionen wahrgenommen, die einer verkehrten Weltsicht entspringen. Und den Beschädigungen der deutschen Psyche.</p>
<p> Bei den Deutschen ist es mehr als nur die Aversion gegen die  Erfolgsgeschichte des Staates Israel, in der die Enttäuschung über die Moderne sich in der Wut auf ein modernes &#8220;Gebilde&#8221; auslässt, dem Unheil und Verderben zugeschrieben werden. Die Vorwürfe, Israel sein Apartheit, Aggression und religiöser Wahn gründen nicht in einer Analyse des demokratischen Einwandererstaates sondern in der Psyche der Israel&#8221;kritiker&#8221;.    </p>
<p>In Deutschland wird das antimodernistische Ressentiment vom Drang nach Revision der Geschichte begleitet. Die Gemeinschaft der Deutschen sieht sich - trotz aller angestrenten schwarz-rot-geilen Bemühungen um Normalität  - durch den Holocaust  diskreditiert . Die Rehabilitation des Volkskörpers will nicht gelingen, was unbegriffene  moderne Zeiten nur noch gefährlicher erscheinen lässt. </p>
<div>
<div>Auschwitz soll deshalb auf verschiedene Weise entsorgt werden. Durch den Bau von Denkmälern wie in Berlin, <a href="http://www.derpartisan.com/2010/02/16/schwarz-rot-gold-weis-rot-i/">Aufrechnung wie in Dresden</a>, Generalisierung wie überall betrieben. Das Gedenken wird als als hohle Mahnung gegen Diskriminierung allgemeiner Art entsorgt.<br />
Der Geschichtsrevisionismus, der aus Hitlers willigen Helfern ein Volk kostruiert, dass unter einer kleinen Gruppe von Nazidespoten zu leiden hatte, hat an seiner Popularität nichts eingebüßt, seit den Jahren, weit vor meiner Geburt, als im Heimatbuch meines Geburtsdorfes festgehalten wurde, dass zur betreffenden Zeit &#8220;der Krieg über Deutschland hereingebrochen ist&#8221;.</div>
</div>
<div>Besonders in Mode ist neben Opfermythos die extreme Geschichtsrelativierung, die Israelis als neue Nazis benennt.</div>
<div>
<div>Instrumentalisierung des Holocaust, Faschismus und Vernichtungsdrang lauten  die  Vorwürfe an Israel, die stets wird der Ruf nach Bestrafung so laut, dass dem Antisemitismus der Schleier der Israelkritik endgültig genommen wird. Internationaler Gerichtshof, Boykott und iranische Atombombe. Die Straflust ist eine wahre Obsession. </div>
<div><a href="http://www.honestly-concerned.org/Temporary/Antisemitismus-in-Deutschland_Kurzbericht.pdf">Nach einer Studie der Universität Bielefeld von 2004</a> stimmen 57,3 % der Deutschen der Aussage &#8220;Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser&#8221; eher (33,2%) bzw. voll und ganz (35,1%) zu. Der Aussage &#8220;Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben&#8221; stimmen 23,9 % der Deutschen eher und weitere 27,3% voll und ganz zu.</div>
</div>
<div>Wo ist die Auseinandersetzung, die Adorno und andere ideologiekritsche Sachbverständige eingefordert haben, um abzusichern, dass Ausschwitz nie wieder sei?</div>
<div>In ideologiekritischer Betrachtung ist der antisemitische Wahn, der sich bis zum Holocaust gesteigert hat, nicht mit dem Sturz von Nazideutschland verschwunden und muss auch im vermeintlich nachfaschisischen Deutschland aufgespürt werden.</div>
<p>Im Grunde sind die Lehren aus dem Holocaust nicht so schwierig, wie es gerne angeführt wird. Es geht nicht um die Erörterung der Schuld nachfolgender Generationen, sondern um die besonderen Verantwortung Deutschlands - als Nachfolgestaat des Dritten Reichs - eliminatorischen Antisemitismus NIE WIEDER den Weg zu bereiten. Ein angemessenes Gedenken an Auschwitz wäre es - über die ohnehin viel zu spät bezeugte Sympathie mit den Opfern hinaus -  Solidarität mit denen zu zeigen, die in den Fokus der Erben jener völkermordverursachnden Ideologie gekommen sind. Das Gedenken an den Holocaust ist eine Aufforderung, unbedingte Solidarität mit dem Staat Israel zu zeigen.</p>
<p>Deutschland, dessen Existenzrecht nach Auschwitz nur mit der besonderen Verantwortung für den jüdischen Staat gedacht werden kann, darf die Augen vor der angedrohten Zerstörung Israels nicht verschliessen.</p>
<p>Deutschland hat demonstiert, wie grenzenlos der antisemitische Wahn ist und die Geschichte hat gelehrt, wie wirkungslos sich das Appeasement hinsichtlich des eliminatorisch gesinnten Antisemitismus verhält.</p>
<p>Das Gedenken an den Holocaust kann nicht in einer Reihe von Denkmälern entsorgt werden. Es fordert zu einer ernsthafteren Auseinandersetzung auf, um zu verhindern, dass Auschwitz je wieder sein wird. Es mahnt aus der Geschichte zu lernen, dass der antisemitische Wahn nicht bei Drohungen und Vorbereitungen zum Völkermord halt macht.</p>
<p>Zu Hitlers Zeiten in die islamische Welt exportiert, hat der antisemitische Wahn dort Wurzeln geschlagen und blüht in fruchtbarer Verschlingung mit dem Islamismus auf. In Europa musste er sich dageen zum Antizionismus wandeln. Trotzdem ist die Ideologie der Apokalyptiker in Teheran und die ihrer Sympathisanten in Europa verwandt mit den Weissen von Zion und den Propagandisten der Endlösung der Judenfrage.</p>
<p>Den Machthabern im Iran kommen in Europa allerhand apologetische Dienste zu. Ihnen wird entweder unterstellt überhaupt nicht nach der Bombe zu streben oder zugestanden diese zu besitzen (hier fehlt es der pro-iranischen antizionistischen Front an Stringenz). Und stets wird darauf hingewiesen, dass alles, was sie verlautbaren, doch ganz anders gemeint ist.<br />
Dieses obsessive Eintreten für eine Wahnehmung, der das iranische Streben nach der Bombe und die Vernichtungsphantasien hinsichtlich Israel, verschleiert bleibt, ist Dienst am Antisemitismus.</p>
<p>Auch die Verdrehung der iranischen Aggression gegen Israel (die nicht nur im Griff nach der Bombe, sondern auch durch den Terrorismus seiner Statthalter im Libanon und im Gaza zum Ausdruck kommt) ist so aufzufassen.</p>
<p>Um einen evtl. israelischen Präventivschlags als letztes Mittel zum Überleben des jüdischen Staates als initiale Gewalt darzustellen, auf die der Iran mit dem Streben nach der Bombe quasi nur reagiert, ist nur unter bewusster Verdrängung des Verstandes zu Gunsten der Propaganda möglich. Trotzdem findet sich diese Sichtweise überall</p>
<p>Antisemitismus ist mehr als mit den Juden ein Problem zu haben und<br />
tatsächlich hat der Iran mit dem jüdischen Staat weder einen Grenz- noch einen Flüchtlingskonflikt. Im Iran sind Fanatiker an der Macht, nach deren Verständnis der Welt die Moderne nioch viel mehr als Bedrohung erscheint, als den deutschen Globalisierungsgegenern von rechts und links, die sich so gerne solidarisch mit den Mullahs geben.</p>
<p>Ungeachtet des eigentlich himmelschreidenden Unterschieds, der zumindest zwischen linker und iranischer Agenda hinsichtlich Frauen- und Minderheitenrechten und dem Umgang mit Homosexualität besteht. Es ist zu offensichtlich, dass die Verbrüderung allein dem gemeinsamen Feind geschunden ist. Mit missionarischem Eifer treiben die Machthaber in Teheran deren Tilgung von der Landkarte voran und bekommen dafür mächtig Schützenhilfe aus sogenannten antiimerialistischen Kreisen in der ideologischen Wiege des planvollen Vernichtens der Juden.</p>
<p>Es sei den Antizionisten einmal unterstellt, dass sie die Vernichtung Israels gar nicht wollen, sondern sich vom nuklearen Iran eine Zurechtstutzung der israelischen Stellung erhoffen. Hier wirkt sich die ausgebliebene Aufarbeitung von Auschwitz besonders fatal aus. Da es sich in radikalste Steigerung antisemitischer Ressentiments, Millionen Menschen umbringen zu müssen, um die Welt zu retten, schwer hineindenken lässt, wird er schlicht verleugnet und denen, die ihn ernst nehmen, Instrumentalisierung vorgeworfen. Alles nur Vorwand für einen Krieg gegen das große iranische Volk etc. Pp.</p>
<p>Auch in Deutschland ging der tatsächlichen Judenvernichtung der Entschluss und die Planung voraus. So unmöglich es ist, sich vorzusetellen, wie die Rationalität in den Dienst der effektiven Ermordung von Millionen Menschen gestellt werden konnte, muss akzeptiert werden, dass es geschehen ist und in einer anderen Form wieder aufgenommen werden soll. Und wie Netanyahu richtig festgestellt hat, wird das irrationale Hinschlachten nicht bei den Juden halt machen.</p>
<p>Ein fanatisches Regime, das droht Israel von der Landkarte zu tilgen, schickt sich an, in den Besitz von Atombomben zu kommen.</p>
<p>Aus dem Holocaust sollte die Lehre gezogen werden, den Wahn eliminatorisch gesinnter Antisemiten nicht zu unterschätzen und alles zu tun, dass es zu keinem weiteren Völkermord an den Juden kommt.</p>
<p>Gerade hier muss der Holocaust als Mahnung stehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, bevor ein weiteres unbegreifliches Verbrechen geschieht.</p>
<p>Ich schaue aus Tel Aviv mit der größten Bestürtzung auf Deutschland, wo es scheinbar nicht wenige gibt, denen eine Bombe in den Händen der apokalyptischen Is lamisten nicht unrecht wäre und denen es einen Lustgewinn zu bereiten scheint, sich dieses Szenario auszumalen und seinem Zustandekommen das Wort zu reden.</p>
<p>Der Iran droht Israel von der Landkarte zu streichen. Gerade in Deutschland sollte dies zu einer unbedingten Solidarität mit dem jüdischen Staat führen. Von einer Vorreiterrolle bei Sanktionen bis zur Unterstützung eines Luftschlages.</p>
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		<title>Sirenen und zwei Minuten Stillstand</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

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		<description><![CDATA[Als heute morgen um 10 die Sirenen im ganzen Land aufheulten, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind.
In den deutschen Medien wird derweil Fuer und Wider des Fernbleibens Deutschlands von der Antirassismuskonferenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="postbody">Als heute morgen um 10 <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1079917.html">die Sirenen im ganzen Land aufheulten</a>, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind.</div>
<p>In den deutschen Medien wird derweil Fuer und Wider des Fernbleibens Deutschlands von der Antirassismuskonferenz der UN eroertert. Vielfach erhebt sich die Ansicht, wonach es aufrichtiger gewesen waere, dem iranischen Praesidenten dort argumentativ zu begegnen, statt seinen Auftritt zum Anlass zu nehmen, sich dem Boykott vieler anderer Staaten anzuschliesen.</p>
<p>Vergessen wird dabei, dass Antisemitismus ist kein Vorurteil ist und Antisemiten nicht durch Widerspruch von ihrem Wahn abzubringen sind .</p>
<p>In der Kritik an Israel, wie sie von Achmadineschad ernet bemueht wurde, offenbart sich das antisemitische Ressentiment. Je genauer der Blick auf die Vorgaenge der UN-Konferenz gegen Rassismus gerichtet wird, desto gruseliger erscheint die ganze Veranstaltung.<br />
Der iranische Praesident hat noch einmal aller Welt erlaeutert, dass er im Holocaust nichts als einen falschen Vorwand fuer den Staat Israel sieht. Die Konferenz bietet ihm ein Forum fuer die Delegitimation des juedischen Staates.</p>
<p>Kaum ist ein Tag seit seinen Tiraden vergangen und schon wird sich angeschickt, den iranischen Praesidenten auf ein Neues zu dechiffrieren und umzudeuten, da antisemitischer Wahn und seine eliminatorische Gesinnung eine positve Bezugnahme in Europa verbieten. Dabei wird dem Mann unrecht getan. Er bemueht sich nach Kraeften beim Wort genommen zu werden. Er verleugnet den Holocaust um Israel die Legitimation zu entziehen.</p>
<p>Obwohl Israel weder einen Fluechtlings- noch einen Grenzkonflikt noch sonst einen Interessenkonflikt mit dem Iran hat, wird diese Delegitimation immer und immer wieder ins Feld gefuehrt. Z.B. beim Holocaust-Karrikaturenwettbewerb.</p>
<p>Wer den antisemitischen Wahn in der Diskusion herausfordert, laeuft Gefahr, sich mit Berichtigungen begnuegen zu muessen, die die “Schwere dessen, wogegen anzugehen ist, kaum in Bewegung setzen wuerden”, wie Adorno in “Aufarbeitung der Vergangenheit” formuliert hat.</p>
<p>In seinem antisemitischen Wahn befangen, sieht der iranische Praesident in Israel nichts als die dunklen Machenschaften einer zionistischen Verschwoerung, von der Gefahr ausgeht. Israels Existenz gilt ihm als Bedrohung mit der verfahren werden muss. Dieser Wahn treibt ihn zu der Foerderung den juedischen Staat <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,381752,00.html">von der Landkarte zu tilgen.</a></p>
<p>Die Gefahr, die der iranische Praesident dabei wittert ist die Gefahr der Moderne, mit der sich der erzkonservative Islam nicht vermitteln kann. Israel ist hier in antisemitischer Manier eine Projektionsflaeche.</p>
<p>In der Ablehnung der Moderne liegt wohl der Anschluss fuer seine europaeischen Anhaenger. In den antisemitischen Tiraden findet der staendige Betrug um das versprochene Glueck einen Schuldigen. Nicht zufaellig wird Israel in Europa <a class="postlink" href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">als Gefahr fuer den Weltfrieden</a> wahrgenommen.</p>
<p>Im Gegensatz zum gewoehnlichen Vorurteil kann dem antisemitischen Ressentiment nicht argumentativ begegnet werden. Wenn Antisemiten reden, dann stellen sie das Gesagte nicht zur Ueberpruefung. Unmoeglich wird die Auseinandersetzung mit ihnen, wenn die Anklage gegen Israel so sehr in ein Wahnsystem verstrickt ist, dass jedes Widerwort an ihr abprallt, bzw. noch als Beweis fuer die Reichweite des zionistischen Einflusses geltend gemacht wird.</p>
<p>Der iranische Praesident zeigt keinerlei Faehigkeit seine “Ansichten” auf die Realitaet zu reflektieren. Er redet um Wirkung zu erziehlen. Seine “Wahrheit” steht fuer ihn bereits fest.</p>
<p>Vergebliche Liebesmueh, den Thesen mit Antithesen kommen zu wollen, wo es gar keine Thesen sind.</p>
<p>Die Konferenz bietet bietet eine denkbar unguenstige Sprechsituation fuer vernuenftige Kraefte. Der iranische Praesident schneidet einer Sprechsituation, in der es zu kommunikativer Verstaendigung kommen koennte, das Waser ab. Aus der Notwendigkeit heraus, dass sein Wahn keiner vernuenftigen Pruefung stand halten koennte.</p>
<p>Die ganze Konferenz ist Buehne fuer Antisemitismus im Gewand der Kritik an Israel.<br />
Dem Ressentiment freien Lauf gelassen.</p>
<p>Das Wahnsystem des iranischen Praesidenten kann nicht gebrochen werden, da die herbeihalluzinierte zionistische Verschwoerung, die es zu tilgen gilt, ihm den Vorwand bietet, sich nicht mit der Moderne arrangieren zu muessen.</p>
<p>Dem eliminatorischen Wahn, wonach Israel von der Landkarte getilgt werden muesse, um dann endlich eine bessere “Welt ohne Zionismus” zu haben, eine Buehne zu bieten ist eine moralische Bankrotterklaerung fuer die UN und teilnehmende europaeische Staaten tun sich keinen Gefallen damit, sich dort einspannen zu lassen.</p>
<p>Die Ueberlebenden der Shoa haben in Israel eine Zufluchtstaette gefunden. Ein juedischer Staat, der es nicht gestattet, die Juden noch einmal zur Schlachtank zu fuehren.</p>
<p>Eine Heimstaette, die ihnen gerade heute von einer UN-Versammlung madig gemacht, wo nicht gar abgesprochen wird.</p>
<p>Gerade der heutige Gedenktag an die Opfer der Shoa mahnt an, die eliminatorischen Absichten von Antisemiten ernst zu nehmen.</p>
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		<title>Die Anderen &#8211; pt.2 &#8211; Ressentiment</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/04/02/die-anderen-pt2-ressentiment/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 22:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
Es ist nicht einfach, mich durch die europaeische Nahostberichterstattung zu lesen ohne das Sein, das ich vor Ort vor Augen habe, zum falschen Schein zu erklaeren. Zwischen meinen Erfahrungen, die ich inmitten der israelischen Gesellschaft gewonnen habe, und der Einschaetzung der europaeischen Journaille besteht eine Differenz, die mich an meinem Verstand oder der Presse zweifeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="postbody"> </p>
<p class="postbody"> </p>
<p class="postbody">Es ist nicht einfach, mich durch die europaeische Nahostberichterstattung zu lesen ohne das Sein, das ich vor Ort vor Augen habe, zum falschen Schein zu erklaeren. Zwischen meinen Erfahrungen, die ich inmitten der israelischen Gesellschaft gewonnen habe, und der Einschaetzung der europaeischen Journaille besteht eine Differenz, die mich an meinem Verstand oder der Presse zweifeln lassen muss. Schwieriger zu verdauen, und zugleich leichter zu verstehen, werden die israelfeindlichen Toene der Medienlandschaft, wenn die Nahostberichte Leserkommentaren ausgesetzt werden. Dann sind klare Ressentiments auszumachen und Denkmuster zu erkennen, denen der uneingestandene antisemitische Wahnsinn anklebt.</p>
<p class="postbody">Die Ansichten der kommentierenden Leser sind, insofern sie als repraesentativ aufgefasst werden, ein starkes Argument fuer die Presse, sich in der Nahostberichterstattung voreingenommen gegen Israel zu zeigen. Eine jede Zeitung lebt von ihren Kunden. Alles was ueber deren Wuensche hinausgeht ist brotlose Kunst. Von aufrichtiger Berichterstattung laesst es sich schlecht leben, wenn dieser die Abnehmer fehlen. Wahrscheinlich aber sind Journalisten sich ohnehin mit der Leserschaft einig in ihren Schuldzuschreibungen fuer alles Schlechte in Nahost.</p>
<p class="postbody">Den rennomierten Zeitungen fehlt es dabei meist gaenzlich an offener &#8211;  geschweige denn aggresiver - Verurteilung Israels. Die Voreingenommenheit wird weniger in These und Antithese ihrer Eroerterungen deutlich, als mehr in den unhinterfragten Annahmen, die den Weg zu ihrer ueberparteilich anmutenden &#8220;Kritik an Israel&#8221; pflastern. Wenn etwa kolportiert wird, dass Israel den Palaestinensern grundlegende Rechte vorenthaelt, Besatzungsanspruch durch Siedlungsbau untermauert, die Gegner eines Friedensprozesses in die Regierung waehlt und ein unverhaeltnismaessiges militaerisches Vorgehen pflegt.</p>
<p class="postbody">Dann wird in den Begrifflichkeiten der Eindruck einer israelischen Politik und Gesellschaft reproduziert, die eine Gefahr fuer die Region &#8211;  und darueber hinaus - darstellen.</p>
<p>Die Entkleidung antisemitischer Denkmustern von der moralinsauren Israel-Kritik vollziehen dann oft die Kommentatoren. Dann sind es ausgemachte Rassisten, die in der Regierung sitzen und Palaestinenser brutal unterdruecken und sie in Ghettos einsperren, waehrend sie auf ihrem Land siedeln und den legitimen Widerstand als Vorwand nehmen, um wild auf die Zivilbevoelkerung zu ballern.</p>
<p>Es haengt dabei alles enger miteinander zusammen, als es die zurueckweisende Zensur mancher Kommentare von Seiten der Redaktion vermuten laesst.</p>
<p>Dass Netanjahu die Gruendung eines unabhaengigen palaestinaensischen Staates nicht anstrebt, macht ihn zum obersten Friedensverhinderer in Nahost. Dabei haben alle Entwicklungen der letzten Jahrzehnte aufgezeigt, dass Palestinaenser zu keinem friedlichen Nebeneinander mit den Israelis bereit sind, und ein groeseres Interesse am Verschwinden des juedischen States haben, als am Aufbau eines eigenen Staates. Es gibt nicht die geringsten Anzeichen fuer den Aufbau einer Zivilgesellschaft in den Gebieten, die an Stelle des ueber den Dschihad vermittelten gesellschaftlichen Zusammenhangs treten koennte. Als Folge daraus gibt es auch keine Bestrebungen, sich um eine funktionierende Wirtschaft zu kuemmern, statt sich fortwaehrend von hunderten Hilfsorganisationen aushalten zu lassen. Alles in allem sind fuer die palaestinensischen Gebiete die denkbar unguenstigsten Bedingungen fuer eine Staatsgruendung zu konstatieren.</p>
<p>Dass ein palaestinensischer Staat moeglich ist und letztlich zum Frieden in Nahost fuehren wuerde ist angesichts der palaestinaensischen Gemuetslage ein Wunschdenken, dem alle notwendigen Voraussetzungen fehlen, in die Realitaet ueberfuehrt zu werden. Dass die neue israelische Regierung mit der Revision der Illusion einer Zwei-Staaten-Loesung unter den gegebenen Bedingungen ihre Ansaetze den Realitaeten anpasst, ruft in Europa eine Entgeisterung hervor, die darauf schliessen laesst, dass dort die Schuld fuer das Ausbleiben des friedlichen Miteinander vor allem bei den Israelis gesucht wird.</p>
<p>Statt den tieferen Ursachen des andauernden palaestinensischen Leids auf die Spur zu kommen, wird dieses ueber die Fluechtlichtlingsmaschinerie der UN staendig reproduziert, von tausenden NGO&#8217;s als israelisches Verbrechen gegeisselt, von der arabischen Welt instrumentalisiert und schliesslich auch von den Europaeern den Israelis zur Last gelegt.<br />
Die Notwendigkeit des israelischen Vorgehens zum Schutz seiner Bevoelkerung bleibt gaenzlich unreflektiert, wenn das Bild einer agressiven Besatzungsmacht gezeichnet wird, hinter der ein vermeintlich aggressiver Sozialcharakter steckt. Der Stern hat einmal auf seiner Titelseite in grossen Lettern gefragt, <a class="postlink" href="http://www.stern.de/_content/56/68/566859/titel_300_300.jpg">was das Land so aggressiv macht</a>. Im April 07 hat der Wandersmann Wolfgang Buescher in der Zeit ein Dossier mit suggestiven Klischees über die israelische Gesellschaft vollgepackt. In der Printausgabe aufgemacht mit einem bewaffneter Siedler am Strand von Gush Kartif. Eine sehr merkwürdige Bildauswahl, da der Siedlungsblock Gush Kartif im Gaza lange vor der Rundreise von Buescher geräumt wurde. Nur wenige Wochen nach dem Erscheinen des Artikels war Gaza bereits <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,489876,00.html">Hamastan</a> und wurde mit freundlicher iranischer Hilfe zu Kassamastan hochgeruestet. Israel hat Gaza geraeumt und dafuer einen <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1064578.html">Raketenhagel auf den Sueden des Landes</a> geerntet.</p>
<blockquote class="postbody">
<p class="quotecontent">In 2005, less than a day after Israeli forces removed every last Jew from Gaza, Palestinians set up rocket launchers on the ruins of settlements that had been just been evacuated. They took aim not only at Sderot, but at some of the very kibbutzim who had most strongly championed the cause of an independent Palestine alongside Israel.</p>
</blockquote>
<p class="postbody">Roter Alarm und ein anhaltendes Wunder haben bis dato verhindert das weit ueber zehntausend Raketen nicht tausende Katastrophen ausgeloest haben.</p>
<p>Doch wird der Terror gegen Isarel in den Augen der Europaeer lediglich als mildernder Umstand fuer israelische Aggressionen angefuehrt oder auch als deren Vorwand. Jeder zweite Deutsche <a class="postlink" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:stern-Umfrage-Jeder-Zweite-Israel-aggressiv/651466.html">haelt Israel fuer aggressiv.</a></p>
<p>Nie ist von der Notwendigkeit einer uneingeschraenkten Solidaritaet mit Israel zu lesen. Von einem Schulterschluss mit einem freien demokatischen Land, dem seit seiner Gruendung und schon davor der Kampf um seine Existenz aufgezwungen wurde.</p>
<p>Alle Vernichtungsdrohungen gegen den juedischen Staat und der blutigen Ernst der Islamfaschisten scheinen gegen die europaeische Ueberzeugung, wonach Israel letztlich fuer alles verantwortlich ist, nicht anzukommen. Alle Betrachtung der Misere im Nahen Osten fuehrt zu einer Anklage gegen Israel. Wenn nicht explizit, dann ueber die unrefleflektierten Annahmen vermittelt, die in den Begriffen mitschwingen, mit denen der Nahostkonflikt beschrieben wird. In der Konstruktion eines Suendenbocks zeigt sich der Antisemitismus, der sich als Kritik an Israel verkleidet.</p>
<p>Gegen den Wahn, wonach Israel an allem Schuld ist, kommt Argumentation zu Israels Gusten nicht an. Es geht bei dem ganzen Interesse an Nahost weniger darum, etwas zu verstehen, als sich etwas bestaetigen zu lassen. Das Ressentiment zeigt sich ressistent gegen gegen die Realitaet.</p>
<p><a class="postlink" href="http://www.hagalil.com/antisemitismus/studien/2004/studien-2004.htm">Mehr als die Hälfte aller Deutschen etwa meinten 2004, das Verhalten Israels gegenüber den Palästinensern sei grundsätzlich nicht von dem der Nazis im Dritten Reich gegenüber den Juden zu unterscheiden.</a></p>
<p>Aus dem Verhalten Israels ist die Antipathie, die dem juedischen Staat entgegenschlaegt nicht zu verstehen. Der Blick muss auf die Verstaendnismuster derjenigen Betrachter gelenkt werden, die sich lustvoll zu Anklaegern und Richtern ueber den juedischen Staat aufschwingen. Neben den einseitigen Schuldzuweisungen hinsichtlich des Nahostkonflikts faellt auch die Straflust als ein signifikantes Element des Antisemitismus auf. Die falsch verstandene Moderne, die uns bedrohlich erscheint, erzeugt eine Paranoia, die auf maechtige Schuldige verweist und deren Abstrafung zum Wohle der Menschheit fordert. Als ob es konkrete Machenschaften waeren, die es verhinderten, dass sich der Weltfrieden einstellt und alle Menschen zu dem ihnen versprochenen Glueck finden.</p>
<div class="postbody"><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,272436,00.html">Eine 2003 von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass die EU-Bürger in Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden sehen</a></div>
<p>Waehrend Europaeer die Konfrontation mit der islamistischen Bedrohung scheuen und sich dafuer in die eigene Tasche Luegen, stellt sich Israel dieser notwendiger Weise entgegen. Als Folge wird der juedische Staat als aggressiv und faschistisch verurteilt. Je mehr sich das europaeische Appeasement als Fehler herausstellt, desto staerker scheint es in Europa verteidigt. </p>
<p>Europaer uebersehen bei ihrem bestimmten Versuch, auch Israel dieses Appeasement aufzudraengen, dass eine Niederlegung der Waffen den Palaestinensern zu einem Leben in Frieden verhilft, waehrend Israel nur durch seine militaerische Ueberlegenheit verhindern kann, dass seine Bewohner durch die Hoelle gehen.</p>
<p> </p>
<p>Sie uebersehen vor allem den Antisemitismus, der in die Ideologie der arabischen Welt eingeflochten ist. Ein Export der Nazionalsozialisten in die arabische Welt, wie Kuenzel in &#8220;Dschihad und Judenhass&#8221; hervorragend herausgearbeitet hat. Dort tritt er heute als islamisierte Variante der Vorstellung einer juedischen Bedrohung, die es um jeden Preis auszumaerzen gilt, in Erscheinung.</p>
<p>Bei der Betrachtung des Nahostkonflikts muss Antisemitismus in doppelter Weise konstatiert werden. Zunaechst im stets relativierten Streben islamfaschistischer Kraefte, die dem juedischen Staat nach der Existenz trachten. Dann auch als stets verneinter Bestandteil der Weltanschauung europaeischer Betrachter.</p>
<p>Ein weiteres dieser Elemente des Antisemitismus ist die Vorstellung, wonach Israel nicht kritisisert werden duerfte. Auch dies suggeriert eine maechtige Sonderstellung, die sich wunderbar kompatibel mit allen Arten von Verschwoerung erweist. Sie findet prominente Befuerworter, wie Martin Walser, der dem sekundaeren Antisemitimus mit dem Begriff &#8220;Auschwitzkeule&#8221; eine Wunderwaffe an die Hand gegeben hat.</p>
<p> </p>
<p>Das herbeihalluzinierte Verbot Israel zu kritisieren und die Grundfalsche Behauptung einer Gewaltspirale, die durch die europaeische Medienlandschaft geistert und eine Vorstellung schafft, wonach sich Terror und Staatsterror Zahn um Zahn vergelten, muendet nicht selten in der Romatisierung radikalislamistischer Terrorgruppen zu Widerstandsbewegungen. Statt offen gegen Israel zu giften, kann das Ressentiment sich ueber die Solidaritaet mit diesem Widerstand vermeintlich unverdaechtig auessern.<br />
Mit bitteren Folgen fuer die Israelis, die sich mit einer ungeliebten aber notwendigen Mauer gegen Selbstmodattentate schuetzen und dafuer den Vorwurf ernten, Ghettos zu schaffen. Israelis, die sich gegen den Raketenbeschuss durch die Hamas zur Wehr setzen muessen um im Anschluss antisemitische Auflaeufe queer durch Europa zu Friedensdemos verklaert zu sehen. Israel ist Ziel iranischer Vernichtungsphantasien und gilt gleichzeitig als Gefahr fuer den Weltfrieden.</p>
<p>Queer durch Europa zieht sich Israel nicht nur freundschaftlich gemeinte Kritik auf sich, sondern muss sich auch mit einer neuen Qualitaet des Antisemitismus abfinden, bei dem islamische Gruppierungen in weiten Teilen europaeischer Gesellschaften Verbuendete findet, die ihn zugleich stuetzen und abstreiten. Fuer vorgebliche Friedensfreunde in Europa hat diese Allianz den Vorteil, dass sie das Unaussprechbare nicht selbst aeussern muessen, sondern mit <a class="postlink" href="http://www.dig-frankfurt.de/site/aktuelles/dignews/pressemitteilung-15.01.2009.html">Verstaendnis fuer krasse Aussagen</a>von Islamisten operieren koennen.</p>
<p>Wobei der Schriftsteller Gaader andererseits 2006 in einer antisemitischen Polemik unumwunden die <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,431138,00.html">Delegitimation Israels gefordert</a> hat und damit schon einen ganzen Schritt weiter gegangen ist.</p>
<p>Israelis fliegen sehr gerne nach Europa und die Tageszeitungen sind entsprechend tagtaeglich voll mit Angeboten fuer Kurzurlaube. Dabei sind sich die Israelis durchaus bewusst, dass Europa ein nicht ungefaehrliches Pflaster ist. Dass der Antisemitismus auf dem Vormarsch ist, wird hier sehr wohl regisitriert. </p>
<p>In Malmoe <a class="postlink" href="http://www.lizaswelt.net/2009/03/rache-ist-blutwurst.html">stachelt der Stadtrat israelfeindliche Proteste an</a> und daemonisiert israelische Sportler. In Duisburg macht sich die <a class="postlink" href="http://www.lizaswelt.net/2009/01/geschichtsbewusste-gefahrenabwehr.html">Polizei zum Freund und Helfer</a>eines antisemitischen Mobs. Die Briten sind zur Aussoehnung mit Hizbollah und Hamas genauso bereit, wie fuer die spezielle Kennzeichnung israelischer Produke aus Judaea und Samaria.  Queer durch Europa werden Israelfahnen auf Plakaten mit Hakenkreuzen versehen.</p>
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		<title>Nie wieder vs. Nicht wider</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 12:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
Hier in Israel faellt es schwer, hinter den iranischen Forerungen, Israel von der Landkarte zu tilgen, nichts als den Wunsch nach Gespraech mit der westlichen Welt zu sehen
 
 
Wo die Vernichtungsdrohungen so offensichtlich auf einem antisemitischen Wahnsystem bauen, wird die atomare Bewaffnung des Iran zur existentiellen Bedrohung es juedischen Staates. Die atomaren Ambitionen des Iran werden hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: EN-US; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: HE;" dir="rtl">Hier in Israel faellt es schwer, hinter den iranischen Forerungen, Israel <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/meldung154160.html"><span style="color: purple;" dir="ltr">von der Landkarte zu tilgen</span></a>, nichts als den Wunsch nach Gespraech mit der westlichen Welt zu sehen</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wo die Vernichtungsdrohungen so offensichtlich auf einem antisemitischen Wahnsystem bauen, wird die atomare Bewaffnung des </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> zur existentiellen Bedrohung es juedischen Staates. Die atomaren Ambitionen des </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> werden hier in </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> nicht symbolisch verstanden, sondern als sehr gefaehrlich eingeschaetzt. Die Welt ohne Zionismus wird hier nicht nur als Propaganda, sondern durchaus als Programm verstanden. In </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> wird eine iranische Fuehrung, die dem juedischen Staat gegenueber eliminatorisch gesinnt ist, als existentielle Bedrohung wahrgenommen. Die vom </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> finanzierten radikalistamistischen Vereine Hizbollah und Hamas geben mit ihrem Raketenterror eine Anzahlung auf den blutigen Ernst, mit dem es </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> an den Kragen gehen soll.<br />
</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> hat immer wieder Entgegenkommen sinalisiert und sich so gegen einen wirksamen Militaerschlag abgesichert. Der sich unentwegt anbahnende diplomatische Durchbruch hat solange alle anderen Optionen vom Tisch gezwungen, bis die diplomatische Charade zum Selbstlaeufer wurde. Mit der anstehenden Annaeherung der </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">USA</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> an den Iran wird die Bombe endgueltig zur Nebensache. Der atomwaffenfreie </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> rueckt als Anliegen hinter die Restaurierung der abgebrochenen Beziehungen zwischen </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">USA</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ohne dass die iranische Fuehrung sich auch nur einen Jota bewegt, koennen die herrschenden Herrschaften schon bald allerlei Haende westlicher Politiker schuetteln.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">In </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ist dagegen schon die Moeglichkeit einer iranischen Atombombe eine Unmoeglichkeit.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wer es mit dem Imperativ “Nie wieder” ernst meint, muss jeden Versuch unterstuetzen, eliminatorisch gesinnte Antisemiten von der Bombe fern zu halten. Alle Moeglichkeiten, den Iran durch scharfe Wirtschaftssanktionen in die Knie zu zwingen muessen ausgeschoepft werden. Eine militaerische Drohkulisse und in letzter Konsequenz die volle Unterstuetzung eines praeventiven Luftschlags.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wer sich wirksamen Sanktionen verweigert und “Nie wieder Krieg” schreit, sobald die militaerische Option auf den Tisch kommt, spielt den Iranern in die Karten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wo die Rhetorik und das Handeln der erzkonservativen Fuehrer im Iran keinen Anschluss fuer die westliche Welt erlaubt wird eifrig dechiffriert und entlastet. So wird staendig nur verstanden, was in die diplomatische Agenda passt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ueber Umdeutung wird alles, was nicht passt, passend gemacht. So entscheidet die westliche Welt ueber die Radikalislamisten hinweg, was diese meinen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wuerde man die Vertreter des Gottesstaates ernst nehmen, dann waere in ihren Augen der Holocaust mehr oder minder eine Erfindung und damit ein delegitimierter Vorwand fuer einen juedischen Staat. Hier wuerde der Zusammenhang von Holocaust-Karrikaturen und einer Welt ohne Zionismus deutlich.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"><a href="http://www.zeit.de/online/2009/11/usa-iran-israel-konservative"><span style="color: purple;" dir="ltr">Michal Thumann reibt sich die Augen</span></a></span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">, wenn israelische Politiker im iranischen Treiben eine Existenzbedrohung sehen. Immerhin hat der </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ja noch keine Bombe. Eine Logik, wie ein schlechter Witz. Doch damit nicht genug, denn selbst fuer den Fall, dass “</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> je Nuklearwaffen haben sollte, heißt dies noch lange nicht, dass sie diese einsetzen würden.” Hier spiegelt sich das Verstaendnis des Westens, wonach sich die iranische Bedrohung in Verbal-Attacken erschoepfen. Hier in </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> tun sich die Menschen schwer mit solch einer Relativierung. Waehrend Obama Thuman damit begeistert, das theokratisce System nicht zu daemonisieren, fuerchten die Israelis dass der amerikanische Praesident das Vabanquespiel seines iranischen Kollegen unterschaetzt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ausgehend von Obamas Obsession fuer symbolischen Erfolg wird es ihm schwer fallen, einen Schritt zu unterlassen, der ihm den Jubel fast der ganzen Welt einbringt. Eine Tase Tee mit Ahmadinedjad ist ein kalkulierbarer symbolischer Erfolg. Ungeachtet der moeglichen fatalen Folgen fuer </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Nicht dass es nicht wuenschenswert waere, sich mit dem </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> zu versoehnen. Doch ist Iran eben nicht nur die Summer seiner Bewohner, sondern auch die erzreaktionaere Ideologie. Nach innen sind Unterdrueckung, Religionspolizei, Kopftuchzwang, das Aufknuepfen Homosexueller und viele andere Grausamkeiten ideologisch gestuetzt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Eine Ideologie, die der Moderne so feindlich gesinnt ist, dass sie im offenen Antisemitismus muendet und nach aussen die Forderung, Israel von der Landkarte zu tilgen, hervorbringt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Es handelt sich bei </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> nicht um verfeindete Parteien, die sich in einem Interessenkonflikt gegenueberstehen. Es gibt zwischen den Laendern weder einen Grenz- noch einen Fluechtlingskonflikt. Trotzdem tachtet der </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> nach der schieren Existenz und streckt die Hand zur Bombe. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> draengt die Welt taetig zu werden um dies zu verhindern. Das sich die israelische Fuehrung natuerlich auch die Option offen haelt, es zum Showdown israelischer Bomber ueber iranischen Atomanlagen kommen zu lassen, reicht aus um Agression auf “beiden Seiten” zu konstatieren.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wuerde der Iran sein Atomprogramm aufgeben, wuerde kein Mensch hier in </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> darueber nachdenken </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">das</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Land</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> anzugreifen</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wo Israelis zur Maessigung aufgerufen werden, um den diplomatischen Prozess nicht zu gefaehrden, verkehrt sich das Bemuehen den Iran vom Bau einer Atombombe abzubringen in sein Gegenteil.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"> </p>
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		<title>Zum allgemeinen Wohle</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 20:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[heuschrecken]]></category>

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Zwischen lokalen Handwerksbetrieben einerseits und Grosskonzernen und Unternehmen der Finanzbranche andererseits wird im Land der Ideen gerne unterschieden. Die idealistisch veranlagte Andrea Nahles bringt diese ressentimentgeladene Einschaetzung auf den Punkt, wenn sie verlautbaren laesst, dass “Kapitalist” durchaus als Schimpfwort taugt, da der Kapitalist jemand ist, “der die gesellschaftlichen Interessen hinter seine eigenen Profitinteressen stellt.” Im [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Zwischen lokalen Handwerksbetrieben einerseits und Grosskonzernen und Unternehmen der Finanzbranche andererseits wird im <a href="http://www.land-der-ideen.de/">Land der Ideen</a> gerne unterschieden. Die idealistisch veranlagte Andrea Nahles bringt diese <a href="http://www.welt.de/wams_print/article1007778/Kapitalist_ist_ein_Schimpfwort.html">ressentimentgeladene Einschaetzung</a> auf den Punkt, wenn sie verlautbaren laesst, dass “Kapitalist” durchaus als Schimpfwort taugt, da der Kapitalist jemand ist, “der die gesellschaftlichen Interessen hinter seine eigenen Profitinteressen stellt.” Im “Gegensatz” dazu sieht sie Unternehmer als “positive Akteure in unserer Gesellschaft. Sie beuten nicht aus, sondern ermöglichen Wertschöpfung und Arbeitskräfte.”</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Die Kritik geht nicht nur an der Totalität der Verhältnisse kapitalistischer Vergesellschaftung vorbei. Das moralisches Urteil, dass ueber den Vorrang des Profitinteresses gefaellt wird, dient hier der Entlastung des Kapitalismus, dessen destruktive Potentiale sich nach dieser Lesart nicht aufgrund seiner Eigendynamik, sondern aufgrund persoenlichen Fehlverhaltens entfalten.<br />
Dabei wird natuerlich auch verschleiert, dass im Kapitalismus Unternehmer als Inhaber eines Unternehmens der gleichen Totalitaet kapitalistischer Verhaeltnisse unterliegen, wie die von Nahles angeprangerten Kapitalisten. Wer Kapital investiert, ist an der Verwertung des eingesetzten Kapitals interessiert.<br />
Imdem Nahles Unternehmern unterstellt, dass diese nicht ausbeuten, behandelt sie Ausbeutung als moralischen und nicht als oekonomiekritischen Begriff, als der er gelten muss, um ein Grundverstaendnis kapitalistischer Vergesellschaftung zu </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">erlangen</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">.<br />
Tatsaechlich sind Ausbeutung und Expansion Grundfunktionen des Kapitalismus.<br />
Sie sind immanenter Bestandteil des kapitlistischen Produktionsprozesses. Kritik, die zwischen schlechten Kapitalisten und guten Unternehmern unterscheidet, schliesst von unterschiedlichen Formen der Kapitalverwertung auf einen Kapitalismus, der in produktiv und spekulativ zerlegt wird.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Die gegen den spekulativen Kapitalismus gerichtete Kritik stuetzt den Kapitalismus an sich. Die Krisen, die in seiner selbstzerstoererischen Dynamik vorprogrammiert sind, werden auf das Fehlverhalten einzelner Akteuere im Kapitalismus geschoben. Man denke auch an den Heuschrecken-Vorwurf von Franz Muentefering und dessen zahlreiche Adaptionen. Z.B. die der <a href="http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_4764.htm">IG Metall</a>. Die Kritik am Profitinteresse, dass ueber dem Allgemeinwohl steht, faellt ein moralisches Urteil ueber einen systemimmanenten Zwang im Kapitalismus. Es “vergisst”, dass mittelstaendische Handwerksbetriebe wie Grosskonzerne und Investmentbanken sich dem Zwang zur Profitmaximierung nicht entziehen koennen. Wer im kapitalistischen Wettbewerb bestehen will, muss ausbeuten, profitieren, akkumulieren, investieren, expandieren. Fuer den idealistischen Wahn, das Allgemeinwohl vor das Profitinteresse zu stellen, sieht der Kapitalismus keine Ausstiegsklausel vor.<br />
Das Allgemeinwohl muss durch das Profitstreben der Akteure vermittelt werden. Durch ihre auf Profit zielenden Ausbeutung der Arbeitskraft, die Arbeitsplaetze schafft.<br />
Die Aneignung der Mehrarbeit und die dadurch moegliche Abschoepfung des Mehrwerts, ueber den sich Profite realisieren, sind oekomiekritisch begriffen Ausbeutung. Wo Ausbeutung auszubleiben droht, geraet das Allgemeinwohl unter Druck.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> <br />
Wenn ein Unternehmen nicht einem Unternehmer sondern z.B. als AG mehreren Anteilseignern gehoert, wird es von Managern gefuehrt, deren Auftrag es ist den Laden rentabel zu halten. Die Unternehmensleitung ist dem Profitinteresse der Kapitalgeber verpflichtet. Wenn die Herstellung langweiliger Automobile in Ruesselsheim oder </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Bochum</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> keinen Gewinn abwirft, macht das ganze Unternehmen im Kapitalismus keinen Sinn. Auch wenn <a href="http://www.derpartisan.com/2009/02/16/die-qual-der-wahl-pt2/">Bochum mal wieder die Zeche zahlt.</a> Gewinnstreben ist im Kapitalismus kein moralisches Versagen, sondern eine Notwendigkeit.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> <br />
Wir haben uns daran gewoehnt, dass durch Verwertung des Kapitals dem Allgemeinwohl nachgeholfen wird. Dabei ist nicht hinreichend reflektiert, dass dies nicht am Unternehmer liegt, der “Wertschoepfung und Arbeitsplaetze” ermoeglicht, sondern an der Wertschoepfung, die durch die Ausbeutung der Arbeitskraft moeglich wird. Weil die Ausbeutung der Arbeitskraft eben Arbeitsplaetze schafft.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Wer dies halbwes versteht hat sich einer grundfalschen Kapitalismuskritik deshalb noch lange nicht entzogen. Abgesehen von dem Theater um die Produktionsstaetten in Bochum, gibt es die weitreichendere Kritik, wonach die produktive Wertschoepfung im Kapitalismus sich insgesamt im Wuergegriff der Finanzmaerkte befindet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Die Realwirtschaft gilt dabei als Opfer der Geldmacherei in der Welt der Finanzjongleure. V.a. in der <a href="http://www.amazon.de/Raubtierkapitalismus-Superspekulanten-Finanzjongleure-Firmenj%C3%A4ger-Weltfinanzkrise/dp/3771643554">Anglo-Amerikanischen Welt der Finanzjongleure</a>.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Die Unterscheidung zwischen Finanz- und Realwirtschaft unterschlaegt die gemeinsame Zugehoerigkeit zur Totalitaet kapitalistischer Verhaeltnisse. Kapitalanleger und Kapitalgeber sind notwendiger Teil des oekonomischen Systems. Auf den Finanzmaerkten wird das Kapital gehandelt. Die Verhaeltnisse sind etwas komplizierter geworden, als dass die Idee, eine Bank haette alle Spareinlagen in einem Safe, aus dem sie Kredite vergibt, noch zu irgendetws taugen wuerde.<br />
Wer den geldgierigen Kapitalisten nun in der komplizierten Finanzwelt sucht, um ihn in Zeiten der Krise zur Verantwortung zu ziehen, vergisst, dass das Kapital, mit dem auf den Finanzmaerkten gehandelt wird, von den Anlegern kommt, die sich – natuerlich &#8211; vom Profitinteresse leiten lassen. Ein Hedge-Fonds-Manager oder Investment-Baenker hantiert bei seinen Investitionen ja nicht mit seinem eigenen Kapital. Er hat den Kapitalanlegern Rendite versprochen. Die darueber hinausgehende Verpflichtung zum Allgemeinwohl ist dazukonstruiert.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> <br />
Ausgehend von einer grundfalschen Vorstellung von einem Kapitalismus, der dem Allgemeinwohl direkt verpflichtet ist, werden in Krisenzeiten Suendenboecke produziert, die gegen diese Verpflichtung verstossen. Die falschen Verhaeltnisse werden ideologisch gestuetzt.<br />
So lange etwa in reformistischer Hinsicht gefordert wird ,<a href="http://www.casino-schliessen.de/">das Casino zu schliessen</a>, draengt sich der Verdacht auf, dass der Kapitalismus hier weniger seiner selbstzerstoererischen Dynamik erliegt, als dass er vielmehr von “Finanzjongleuren” und anderen maechtigen Gestalten aus der zwielichten Finanzwelt fehlgeleitet wurde. Kapitalismus als totales gesellschaftliches Verhältnis wird hinter dem Angriff auf den Casino-Kapitalismus verborgen</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Abgesehen von der begrifflichen Schieflage, mit der Kapitalismus”kritiker” wie Muente, Nahles und Attac hantieren, ist es die implizierte Unterscheidung zwischen schaffendem und raffendem Kapital, die sich als brandgefaehrlich herausstellt und an dessen Ende die schrecklichste aller Ideologien lauert. Es ist die Personalisierung kapitalistischer Vergesellschaftung, die den modernen Antisemitismus kennzeichnet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> <br />
Die mittels amerikanischer Aufbauhilfen demokratisierte deutsche Nachkriegsgesellschaft ist hier besonders anfaellig.<br />
Das es nun schon viele Nachkriegsjahre lang gelingt, das deutsche Wesen unter dem Schleier der Laeuterung zu verbergen &#8211; in den letzten Jahren sogar unter dem Anstrich der bunten Republik – soll nicht ueber die schwierige Herausforderung hinwegtaeuschen, die mit der aufziehenden Wirtschaftskrise ins Haus steht.<br />
Die Suche nach Schuldigen ist bereits im vollen Gange. Dabei hat die Krise noch nicht einmal voll auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Die Ressentiments, die dem falschen Verstaendnis gesellschaftlicher Zusammenhaenge unterstehen, sind noch nicht so stark emotionalisiert, wie dies der Fall sein wird, wenn Hundert Tausende ihre Freistellung verarbeiten muessen.<br />
Heuschrecken-Vorwurf, Nokia-Boykott, Fremdarbeiterparanoia, Ackermann-Schelte, Antiamerikanismus und Verschwoerungstheorien waren schon vor dem Absturz der Finanzmaerkte da. Was also, wenn die Krise demnaechst fuehlbar wird?<br />
Wie lange laesst sich der Vorbehalt gegen Baenker, “Bonzen”, “Kapitalisten”, “Fremdarbeiter” usw. zur Entlastung des kapitalistischen Systems anfeuern, ohne das Gemuet des einfachen Buergers zu ueberhitzen?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"><br />
Moralische Verfehlungen anzufuehren, um die derzeitige Situation zu erklaeren, ohne den Kapitalismus in Frage zu stellen, treffen auf den ohnehin labilen Sozialcharakter des deutschen Volkes. Wo sich Ohnmachtsgefuehle und Abstiegsaengste verdichten, steigert sich die Straflust.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; direction: ltr; unicode-bidi: embed; text-align: left;"><span style="font-family: &quot;Courier New&quot;;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
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