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	<title>Olivers Betrachtungen &#187; Appeasement</title>
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		<title>Die Anderen &#8211; pt.1 &#8211; IDF</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 11:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Appeasement]]></category>
		<category><![CDATA[IDF]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[


Wenn meine BesucherInnen am letzten Tag ihrer Israel-Reise resuemieren, dann reflektieren sie ihre Erlebnisse oft auf die Vorstellungen, die sie sich vorab gemacht haben und kommen dann zu dem Schluss, dass alles doch irgendwie anders ist, wie man sich es sich eben so ausmalt.   
 
Im Alltag komme ich dem Aussergewoehnlichen kaum auf die Spur. Dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Courier New;"></span></div>
<div><span style="font-family: Courier New;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"></span></span></div>
<p><span style="font-family: Courier New;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wenn meine BesucherInnen am letzten Tag ihrer Israel-Reise resuemieren, dann reflektieren sie ihre Erlebnisse oft auf die Vorstellungen, die sie sich vorab gemacht haben und kommen dann zu dem Schluss, dass alles doch irgendwie anders ist, wie man sich es sich eben so ausmalt.</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"><span style="mso-spacerun: yes;">   </span></span></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Im Alltag komme ich dem Aussergewoehnlichen kaum auf die Spur. Dass meine KollegInnen im Krankenhaus aus allen moeglichen osteuropaeischen, zentralasiatischen und arabischen Laendern stammen, muss ich mir schon bewusst vergegenwaertigen, um es als etwas Besonderes zu begreifen.</span></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"><span style="mso-spacerun: yes;">   </span></span></p>
<div></div>
<p></span></span><span style="font-family: Courier New;"> </p>
<p></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Gerade aber bei meinen BesucherInnen bleibt eine Idee der faszinierenden Vielschichtigkeit haengen, die </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">das</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Land</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und die israelische Gesellschaft kennzeichnet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Mir selbst stellt sich das Nebeneinander der verschiedenen Lebenswelten als Normalzustand dar. Ich kaeme sonst aus <span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><img class="alignright size-medium wp-image-180" title="purim-party" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/03/purim-party2-300x225.jpg" alt="purim-party" width="300" height="225" /></span>dem Staunen auch gar nicht mehr heraus. Ich begegne jeden Tag zwischen Yafo und Yad Eliyahu zahllosen Hippies und Orthodoxen, hoere den Muezzin mehrmals am Tag plaerren und viel viel orientalischen Pop aus Kiosken und Haendys schmachten. Ich hoer Leute sich Hebraeisch unterhalten, Russisch, Englisch, Arabisch. Ich seh in Tel Aviv tausende Tassen Cappuchino auf den Tischen der zahllosen Cafes stehen und unglaublich viele Becher mit tuerkischem Cafe und angezuendete Zigaretten in den Haenden der Mizrahi, die vor ihren Geschaeften sitzen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Das alte Europa scheint dagegen von einer krassen Gleichfoermigkeit gepraegt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Doch kann es mir keine staendige Bewunderung entlocken.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span></span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Meine Freizeit verbring ich meist entweder in den Bars und Cafes im Sueden von Tel Aviv, die alternatives Publikum links des sozialliberalen Milieus anziehen oder in Yafo. Waehrend meine KollegInnen im KKH zu Likud und Israel Beitanu tendieren, wuerde in den Laeden, die ich in Tel Aviv zu meinem Amusement aufsuche, Hadash alle anderen Parteien in den Schatten stellen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wenn mir der Sinn nicht nach Szene steht, dann treibe ich mich in Yafo herum, wo in meiner Nachbarschaft in den letzten Monaten einige Bars und Cafes aufgemacht wurden, die der Naehe zum Mittelmeer noch ein weiteres Argument zufuegen sich fuer den Jerusalem-Boulevard als Homebase zu entscheiden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Waehrend mir mein Alltag also als auesserst alltaeglich im angenehmen Sinne erscheint, bin ich auch fuer meine Umgebung schwer als Nicht-Israeli auszumachen</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Doch braucht es nur etwas ausholendere Betrachtung oder auch eine Verschaerfung der Spannungen zwischen </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und seiner Nachbarschaft um das Ausergewoehnliche des Lebens der Israeli zu sehen, dem ich zu einem gewissen Grad immer nur als Beobachter folgen kann. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ich bin in Deutschland wie selbstverstaendlich nicht zum Bund gegangen. Moege es fuer viele meiner Altersgenossen Gruende gehabt haben, Wehrdienst zu leisten, so gab es fuer alle Leute, mit denen ich mich rumgetrieben habe, gute Gruende diesen zu verweigern. Hier in Israel ist es dagegen selbstverstaendlich, dass </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">auf die Schule der Dienst bei den israelischen Streitkraeften folgt. Wer hier einmal zu Besuch war, der konnte sich der Vielzahl junger Menschen in Uniform nur schwer entziehen. Keine Busfahrt von Tel Aviv nach </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Jerusalem</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und keine Zugfahrt von Beer Sheva nach </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Haifa</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ohne dass dutzende Gewehre mit an Bord getragen werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Der Armeedienst ist fuer Israelis ein praegender Teil ihrer Lebensgeschichte. Junge Maenner werden drei Jahre verpflichtet, junge Frauen zwei Jahre. Die IDF ist dadurch auch wichtige Integrationsinstanz fuer die Einwanderergesellschaft. Sehr oft haben wir im KKH Soldaten, die im Rahmen ihres Armeedienstes einen der vielen verpflichtenden Freiwilligendienste in sozialen Einrichtungen ableisten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Oft genug bedeutet der Dienst bei der IDF aber toedlichen Ernst. Die <img class="alignleft size-medium wp-image-179" title="danger_mines" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/03/danger_mines-300x212.jpg" alt="danger_mines" width="300" height="212" />Ueberlegenheit der israelischen Armee in der Region sichert<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>das Ueberleben des juedischen Staates. Erste und zweite Intifada und mehr als ein halbes Dutzend Kriege, die Israel seit seiner Staatsgruendung aufgezwungen wurden, haben fuer zehntausende Israelis Erfahrungen bereit gehalten, die mir ewig fremd bleiben werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Auch fuer die Menschen in meinem Alter, von denen ich mich in meinen Gewohnheiten kaum zu unterscheiden pflege. Ich hab mit Freunden die letzte WM und EM geschaut und Bier getrunken und hab dann weiter Bier getrunken als sie in die Reserve berufen wurden um im Libanon bzw. Gazastreifen einen assymetrischen Krieg zu kaempfen. Ich hab europaeische Zeitungen studiert, in denen ihr unverhaeltmismaessiger Einsatz angeklagt wurde und gleichzeitig darum gebangt, die naechste WM und EM wieder mit ihnen anschauen zu koennen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="mso-spacerun: yes;">Waehrend die Verteidigung Deutschlands am Hindukush sich gerade dadurch auszeichnet, dass eine Konfrontation mit radikalislamistischen Terroristen, die der freien Welt den Krieg erklaert haben, vermieden wird verhaelt es sich fuer die IDF ganz anders</span></span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Das Leben in Israel tobt mit einer </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Selbstverstaendlichkeit, die kaum den Blick freigibt auf die Bedingungen unter denen es ueberhaupt erst moeglich ist. Die Freiheit unter der sich die Lebenslust hier erst entfalten kann, muss von den israelischen Streitkraeften erkaempft und mit der Waffe verteidigt werden. Denn all das <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>bunte Treiben hier, ob postmodern oder traditionell, hat Feinde in seiner Umgebung, die dem Laden unter allen Umstaenden die Lichter ausschiessen moechten. </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ist ein </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">kleines</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Land</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">, dem von allen Seiten mit Zerstoerung gedroht wird. In dessen Nachbarschaft sich Terrororganisationen nach Kraeften und Moeglichkeiten um ein Ende der Existenz </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israels</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> bemuehen. So verrueckt es einen machen muesste, sich dessen gewahr zu sein, so aussergewoehnlich erscheint es dann doch, dass alle Bedrohung, an der es keinen Zweifel gibt, es nicht vermag an den Grundfesten der einzigen freien Demokratie im Nahen Osten zu ruetteln. Die Gesellschaft duldet keine Totalisierung ihrer Lebensverhaeltnisse. Auch unter Feuer gestehen sie dem Islamfaschisms, der sie belagert, keinen Fussbreit zu. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span><span style="mso-spacerun: yes;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Es waere doch interessant einmal zu erforschen, inwieweit in der europaeischen Anthipatie gegen Israel Neid gegen eine Gesellschaft mitschwingt, die sich<span style="mso-spacerun: yes;"> so </span>unbedingt zu Freiheit und Demokratie bekennt und auch bereit ist diese zu verteidigen.  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Angesichts der islamischen Bedrohung ist in Europa vorauseilende Kapitulation zu konstatieren, wie sie Broder  in seinem Buch &#8220;Hurra, wir kapitulieren&#8221; so herrlich pointiert hat.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Europaeern scheint es schwer verdaulich, dass </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> keine Abstriche an seiner Existenz als freie und demokratische Gesellschaft zulaesst</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> Dass </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> sich dem Kampf um die Freiheit stellt, muss Europaeern immer wieder einen Hinweis auf ihren Verrat am eigenen Freiheitsversprechen geben. Oft und gerne wird aus Europa der Wunsch vernommen Isarel fuer seine Militaeraktionen zu sanktionieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> verhandelt seine Freiheit nicht und zieht sich so die Straflust derer zu, die es tun, ohne es sich eingestehen zu wollen. Es gibt fuer </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> keinen Frieden durch Ausgleich mit seinen Feinden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Junge Israelis stellen sich im Rahmen ihres Armeedienstes den Feinden der Freiheit, die dem juedischen Staat nach seiner schieren Existenz trachten und riskieren dabei nicht selten ihr Leben. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Europaeern werden dagegen immer neue Rechtfertigungen fuer ein Appeasement gegenueber radikalislamistsichen Kraeften eingehaemmert. Als ob ihr &#8220;Nie wieder&#8221; nie &#8220;Nie wieder Faschismus&#8221; zu bedeuten haette, sondern &#8220;Nur kein Stress&#8221;. Dass kann dann schon zur Straflust gegenueber denjenigen fuehren, die sich nicht wegducken. So wichtig die IDF ist, so unbeliebt ist sie. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Gerade deshalb verdient sie die uneingeschraenkte Solidaritaet derjenigen, die es mit &#8220;Nie wieder&#8221; Ernst meinen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p><span style="font-family: Courier New;"> </span></p>
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		<title>Stillgestanden.Frieden.Marsch pt.2</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/03/15/stillgestandenfriedenmarsch-pt2/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 21:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Tag vor den Wahlen habe ich einen meiner seltenen freien Tage dazu genutzt, durch Jerusalem zu spazieren. In der Ben Yehuda hatte ich das Vergnuegen auf die Produktion eines RTL-Beitrags zu den anstehenden Wahlen zu stossen. In mehreren Versuchen hat der Sprecher mit ernster Miene verkuendet, dass die Erstwaehler die historische Chance haben,…, vermutlich aber nicht von ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Tag vor den Wahlen habe ich einen meiner seltenen freien Tage dazu genutzt, durch Jerusalem zu spazieren. In der Ben Yehuda hatte ich das Vergnuegen auf die Produktion eines RTL-Beitrags zu den anstehenden Wahlen zu stossen. In mehreren Versuchen hat der Sprecher mit ernster Miene verkuendet, dass die Erstwaehler die historische Chance haben,…, vermutlich aber nicht von ihrem Wahlrecht gebrauch machen, … Rechtsruck….</p>
<p>Einer der Versuche wurde abgebrochen, weil ich via RTL-Nahostberichterstattung nach Hause winken wollte. Nachdem mich der Kameramann dafuer abgemahnt hat, wurde mir ein kurzes Interview in Aussicht gestellt, dass dann aber nicht gefuehrt wurde, da RTL lieber seinen &#8220;zufaelligen&#8221; Passanten, der die ganze Zeit ueber geduldig gewartet hat, zu Wort kommen lies.</p>
<p>So wurde die Chance vergeben dem deutschen Fernsehvolk zu erklaeren, das das israelische Wahlvolk sehr viel von der Idee Land fuer Frieden haelt und der Rechtsruck kein Votum gegen diese Idee ist, sondern als Ausdruck der Enttaeuschung mit der Politik der Sharon-Erben von Kadima und der einst so dominanten Arbeitspartei gelesen werden muss.<br />
Netanjahu hatte gegenueber Barak Recht behalten, als er in den Neunzigern das Oslo-Abkommen als gescheitert bezeichnet hat. Wenn der zweite Libanonkrieg Olmert als schlechtesten Premier aller Zeiten empfliehlt, dann heisst sein schaerfster Konkurrent Barak, der den Palaestinensern im Anschluss an den Oslo-Prozess 2000 in Camp David einen eigenen Staat auf 97 Prozent der besetzten Gebiete auf dem Silbertablett praesentiert und die zweite Intifada dafuer bekommen hat.<br />
2006 hat Netanjahu hinsischtlich der Raeumung des Gaza vor dem Schlimmsten gewarnt und auch damit Recht behalten. Zu seiner Zeit hat er damit eine historische Niederlage fuer den Likud eingefahren und musste Sharon das Feld ueberlassen, der Kadima gegruendet hat um seine Plaene von der Raeumung durchzusetzen. Auf den Raketenterror, der sich mit der Uebergabe des Gaza eingestellt hat konnte Arik nicht mehr reagieren und seine Nachfolger haben in den Augen vieler Israelis versagt. Gaza wurde zu Hamastan bzw. Kassamastan und Olmert/Livni haben sich in eine Zwei-Staaten-Illusion hineingesteigert. Es ist ein feiner Zug von Netanjahu dieses Wunschdenken nun endlich von der Agenda zu nehmen. Es kann kaum ungeeignetere Vorausetzungen fuer eine Staatsgruendung geben als diejenigen, die wir in den palaestinensischen Gebieten vorfinden. Die Rundumversorgung der Palaestinenser durch hunderte Hilfsorganisationen wirkt der Uebernahme von Verantwortung entgegen. Statt sich darum zu kuemmern, die Angelegenheiten des taeglichen Lebens zu organiseren und eine Zivilgesellschaft aufzubauen, auf der ein Staat bauen koennte, werden immer neue Geheim- und Sicherheitsdienste gegruendent. Geht man sich gegenseitig an die Kehle und fuehlt man sich dann wieder in seinem Hass auf Israel vereint. Beklagt man die Nakba statt sich endlich mit dem unabaenderlichen eines juedischen Staates abzufinden und die Energien in konstruktiver statt in ewig zerstoererischer Weise zu buendeln.</p>
<p>Als der angeschlagene Premier Olmert sich in seinen letzten Monaten seiner Amtszeit mit immer neuen Rueckzugsofferten dem Wohlwollen der Weltoeffentlichkeit  nachgejagt ist, hat dies viele Israelis zur Sorge getrieben, dass neben Gaza auch noch die Anhoehen unweit der Metropolenregion Tel Aviv und die Golan-Hoehen zu Abschussgebieten freigegeben werden.<br />
Netanjahu hat die Wahlen gewonnen, weil er, wie die meisten Israelis die radikalislamistischen Terrorgrupen und ihre Unterstuetzer im Iran als ernsthafte Bedrohung ansieht, denen mit Appeasement nicht beizukommen ist. Und weil er den Palaestinensern keinen Staat ueberantworten will, solange diese nicht glaubhaft zusichern koennen, friedliche Nachbarn zu sein.</p>
<p>Nach europaeischer Lesart behindert Netanjahu den Friedensprozess, weil er sich nicht bedingungslos fuer einen palaestinensischen Staat ausspricht.  Dabei hat seine Ankuendigung, erst die palaestinensiche Wirtschaft auf die Beine zu stellen, durchaus mehr Potential als sich unentwegt der Illusioen eines Staates hinzugeben fuer den es in der Realiaet keinen ernsthaften Interessenten gibt.</p>
<p>Zu veranschaulichen ist das bittere Versagen der Palestinenser am Beispiel Gaza, wo der israelische Rueckzug nicht zu einer Demonstration palaestinensischer Faehigkeit ,Staat zu machen, gefuehrt hat, sondern zu ziemlich genau dem Gegenteil. Hamas und Fatah haben sich einen kurzen und aeusserst blutigen Schlagabtausch geliefert, den die vom Iran unterstuetzten Radikalislamisten wenig ueberaschend gewonnen haben. Ulricke Putz hat ein paar friedliche Stunden am <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,489876,00.html">Strand von Hamastan</a> genossen. Dann hat sich Hamastan zu Kassamastan hochgeruestet und Israel unter Feuer genommen. Aus dem Kuestenstreifen, der von Israel in der Hoffnung auf eine Beilegung der Spannungen mit den Palaestinensern geraeumt wurde. Als israelische Antwort auf die Traumatisierung seiner Bewohner in Reichweite der Kassamraketen wurde von der Staatengemeinschaft nur die Erduldung geduldet. Gezielte Toetung von Hamas-Fuehrern wurden ebenso verurteilt wie begrenzte Unterbrechungen der Stromversorgung.</p>
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