<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Olivers Betrachtungen &#187; Israel</title>
	<atom:link href="http://www.derpartisan.com/tag/israel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.derpartisan.com</link>
	<description>Just another WordPress weblog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Jun 2010 08:05:32 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Verstand und Verstaendigung</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/11/10/verstand-und-verstaendigung/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/11/10/verstand-und-verstaendigung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 17:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=333</guid>
		<description><![CDATA[Ich muss gestehen, dass ich mich auf anruechige Weise an der Voelkerverstaendigung beteilige. Nicht, dass es mir am Herzen liegt mein Heimatland in positives Licht zu stellen, doch gibt es zu Anlaessen wie dem deutsch-israelischen Netzwerkforum stets jene Art von Unterhaltung, der ich seit meiner Sozialpaedagogenzeit immer wieder bedarf. Dieses maechtig aufgedonnerte Blabla, die Beschwoerung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss gestehen, dass ich mich auf anruechige Weise an der Voelkerverstaendigung beteilige. Nicht, dass es mir am Herzen liegt mein Heimatland in positives Licht zu stellen, doch gibt es zu Anlaessen wie dem <a href="http://www.idg.org.il/events/2009/networkingforum/invitation_flyer.pdf">deutsch-israelischen Netzwerkforum</a> stets jene Art von Unterhaltung, der ich seit meiner Sozialpaedagogenzeit immer wieder bedarf. Dieses maechtig aufgedonnerte Blabla, die Beschwoerung von Synergieeffekten, Darlegung von Schnittstellen. Natuerlich um einiges praechtiger insziniert als die AGs und Netzwerkbemuehungen in der Jugendarbeit, doch im Prinzip sehr aehnlich. Das deutsch-israelische Netzwerkforum wurde veranstaltet von der deutsch-israelischen Gesellschaft, einem zweifellos moralisch integeren Verein, der aufrichtig Pro-Israelisch ist, und fand im Goethe Institut statt. Ich war dabei, um mich von jener gewaltigen Anstrengung zu ueberzeugen, den verschiedenen Aktivitaeten im Bereich des deutsch-israelischen Austausches ein gemeinsames Forum zu geben. Zum Auftakt hat seine Exzellenz der Botschafter gegruesst und dann haben viele Menschen von Rang und Namen auf dem Podium diskutiert. Danach folgetn Workshops und der, den ich besucht habe, fand im &#8220;Raum Frankfurt&#8221; statt. Der Direktor vom <a href="http://www.yifc.org/">Young Israeli Forum for Cooperation</a> war Moderator und hat mit ausufernden Erklaerungen und Kreisdiagrammen das Bemuehen seiner Organistion um Frieden in Nahost und die Verbesserung israelisch-europaeischer Beziehungen dargelegt. Teilnehmergemischte interkulturelle Projekte, das Crack der NGO-Branche, wurden vorgestellt und ambitionierte Plaene ausgebreitet. Auf der Schiene der israelisch-europaeischen Kooperation soll eine Art Dachorganisation von NGOs gegruendet werden um die Zivilgesellschaften beider Seiten in Austausch zu bringen. Ich bitte um Nachsicht, wenn ich die Plaene der Verstaendigungsjunkies nur so gut widergeben kann, wie ich sie selbst verstanden habe. Kurzum plant die Organisation Voelkerverstaendigung 2.0 in grossen Stil. Nun stellt sich der geplanten Kooperationsplattform aber ein Problem. Mehrere europaeische NGOs weigern sich einer Dachorganisation israelischer und europaeischer NGOs beizutreten, wenn der Nahostkonflikt darin nicht gebuehrend zur Sprache kommt. Problematisch fuer das Vorhaben, da viele Israelis den Nahostkonflikt nicht mit Europaeern diskutieren moechten. In einer vorangegenagenen Diskussionsveranstaltung hat ein Repraesentant des <a href="http://www.biu.ac.il/Besa/">Begin Sadat Center</a>fuer strategische Studien formuliert, dass der Konflikt nur Israelis und Palaestinenser angeht. Eine solche Einstellung ist natuerlich unvereinbar mit dem Draengen der Europaeer, den Nahostkonflikt mit ihnen zu diskutieren. Was tun? Die Frage, die dem Direktor des Kooperationsforums einige Kopfschmerzen zu bereiten scheint, wurde zum Thema des workshops. Um es gleich vorwegzunehmen war das Fazit der Diskussion eineinhalb Stunden spaeter, dass man sich zunaechst seiner eigenen Einstellung kritisch bewusst werden muss und dann erst in Dialog kommen kann und dieser aber &#8211; wunder wer &#8211; ganz furchtbar wichtig ist. Trotzdem fanden sich in dem Geschwaetz, dass dazwischen lag, einiges dialektisch unterhaltsames. Die anwesenden Europaeer,waren Deutsche, die Israel gegenueber sympathisch eingestellt sind und versucht haben aus dieser Einstellung heraus zu ergruenden, warum es ihren Landsleuten ein solch brennendes Beduerfnis ist, Israel in erster Linie mit dem Nahostkonflikt zu assoziieren. Europaeer &#8211; und hier wurde stets am Beispiel von Deutschen explifiziert &#8211; muessen sich zwangslaeufig ein falsches Bild von Israel machen, da sie in den Nachrichten und Zeitungen stets nur im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt ueber Israel erfahren. Womit die Vorbehalte der Europaeer mit Israelis zu kooperieren, ohne den Nahostkonflikt zu diskutieren, erklaert wurden.<br />
Ich habe mich selbst schon gefragt, warum es Europaeern ein so starkes Beduerfnis ist, in Hinblick auf den Nahostkonflikt, Israel zu massregeln und abzustrafen. Es waere blauaeugig anzunehmen, dass es den Europaeern mit ihrer Obsession den Nahostkonflikt mit Israelis zu diskutieren um etwas anderes als Tadel ginge. Selbst dem workshop war das klar, wenn es auch nicht ausgesprochen wurde im &#8220;Raum Frankfurt&#8221;.</p>
<p>Vielmehr wurde eroertert, dass der Nahostkonflikt einer Verstaendigung von Europaeern und Israelis so lange im Wege steht, wie Europaeer ein falsches Bild von Israel in den Medien vermittelt bekommen. Mehrere Deutsche haben dargelegt, wie ueberascht sie waren, Israel anders anzutreffen, als sie es vermutet haben. Viele Israelis haben beklagt, dass sie in deutschland oft fuer Israels Rolle im Nahostkonflikt an den Pranger gestellt wurden.</p>
<p>Ist es aber tatsaechlich das mediale Zerrbild von Israel, dass es den Europaeern unmoeglich macht, abseits des Nahostkonflikts mit Israel eine Zivilgesellschaft zu assoziieren, die sich mit Problemen wie Umwelt, Altersvorsorge, Verkehr, Bildung usw. beschaeftigt.</p>
<p>Dass es auch in Israel eine gruene Bewegung gibt, Sozialisten, Veganer und was sonst zur modernen Welt gehoert, scheint ganz offensichtlich viele Europaeer nicht davon abzubringen im Kontakt mit Israelis stets ohne Umschweife auf den Nahostkonflikt zu kommen.</p>
<p>Es wurde festgehalten, dass in der Medienlandschaft Verwertungszwaenge herrschen, die immer wieder auf ein Neues eine Berichterstattung zeitigen, die nach dem Geschmack der Leser und anderer Nachrichtenkonsumenten ist. Das haben selbst die anwesenden Jusos zu meinem Erstaunen schon erkannt. Woraus zu ergruenden war, was den Leser interessiert. Der Leser wuenscht Konflikt und Knall auf Peng, wodurch die klare Sicht auf Israel versperrt wird und nur dort Einblicke gewaehrt werden, wo scharf geschossen wird. Das waere eine brauchbare Erklaerung. Ich teile sie aber nicht.</p>
<p>Herr Jessen von der Welt hat den Hinweis eingebracht, dass der Nahostkonflikt die hoechsten Wegzapraten im deustchen TV hat. Das war sehr interessant, da ich beim Lesen der grossen Tageszeitungen im Internet feststelle, dass jeder Bericht zu Nahost in die Charts der meistkommentierten Artikel katapultiert wird. Die emotionale Anteilnahme breiter Schichten deutscher Nachrichtenkonsumenten an den Geschehnissen hier, bedingt ganz augenscheinlich eine ueberproportionale Nahost Berichterstattung, die jenen Teil der Nachrichtenkonsumenten, die keine Nahost-Obsession hegen, zum Wegzappen zu draengen scheint.</p>
<p>Ich habe auf den ausgepraegten sekundaeren Antisemitismus in Europa und v.a. in Deutschland verwiesen, da meiner Meinung nach nicht die schlicht sensationelle Lust am blutigen Konflikt dasProfil der Nahostberichterstattung schaerft. Ich denke nicht, dass die Berichterstattung das Israel-Bild praegt, sondern das Gegenteil der Fall ist. Das antiisraelische Ressentiment ist auf staendiger Suche nach Indizien fuer sein verzertes Nahost-Bild bzw. Weltbild. Der Journalist kann sein Produkt nur dann gewinntraechtig platzieren, wenn er eine Rezeption zulaesst, die das antiisraelische Ressentiment der Konsumenten kitzelt.</p>
<p>Ich moechte ein Beispiel geben. Von Gestern, dem deutschdeutschen Gedenktag zu 20 Jahre Mauerfall. In der Zeit erschien unter allerlei Ehrerbietung an den Durchbruch 1989 ein Artikel mit dem unpoetischen Titel Palästinenser reißen Segment der Mauer nieder. Obwohl es bei Weitem nicht das erste und sicher nicht das letzte Mal war, dass Aktivisten Hand an die Sperranlage gelegt haben, war es sicher kein Zufall, dass die Aktivitaet es gerade an solch historischem Tag fast ganz nach oben auf zeit.de gebracht hat. Obwohl angenommen werden muss, dass die Zeit Redakteure nuechtern genug sind, zwischen dem einen Mauerfall und dem anderen keinen Zusammenhang, ausser dem rein physischen Entstehen einer Luecke, zu sehen. Wie sie auch gebildet genug sein werden, zwischen der einen und der anderen Mauer kein gemeinsames Fundament auszumachen. Doch scheint die Verlockung in den Redaktionsstuben zu stark gewesen zu sein, diese liderliche Assoziation zwischen den Mauern anzubieten, bzw. der Anschauung weiter Teile der Leserschaft Zucker zu geben. Und die Kundschaft hat angebissen. Heute ist der kurze Artikel bereits der meist kommentierte. Es war nicht anders zu erwarten. Zaehlen sie einmal das Wort Apartheid in den Kommentaren zu vorangegangenen Berichten ueber Israel.</p>
<p>Zurueck zu den NGOs und dem Sekundaerern Antisemitismus. Ich habe versucht zu erlaeutern, dass dieser in manche NGO-Charta, u.a. in die der Globaisierungskritiker, eingearbeitet ist. Natuerlich fehlen mir da die Worte eines Grigat, und so wurde der Aspekt nicht fuer wuerdig empfunden diskutiert zu werden, und eigentlich ist es auch nicht angebracht ueber den bloedsinnigen workshop hier so viele Worte zu verlieren. Doch haben mich nach dem workshop gleich zwei Israelis aufgesucht, um mich zu fragen, ob denn wirklich eine Mehrzahl von deutschen Anti-Israelische Ressentiments antisemitischer Faerbung pflegt. Urteilen sie selbt, angesichts von Umfragen, die besagen, dass die Haelfte der Deutschen der Meinung ist, <a href="http://www.honestly-concerned.org/Heitmeyer.htm">die Israelis wuerden mit den Palaestinensern umspringen, wie die Nazis mit den Juden.</a></p>
<p>Am Abend des Netzwerkforums haben dann die Dienststellenleiter der verschiedenen deutschen Parteistiftungen auf Englisch ueber das Ergebnis der Bundestagswahl diskutiert. Bei den Fragen aus dem Publikum hat ein Israeli mir aus der seele gesprochen, als er gefragt hat &#8220;why the hell should Israel care for what Germany thinks?&#8221; als die Haltung eines CDU/FDP regierten Deutschland zum Nahostkonflikt ergruendet wurde. Der Direktor der Friedrich Naumann Stiftung in Tel Aviv, Parteifreund von Westerwelle war der Ansicht, dass Israel sich zu viel erlaubt.</p>
<p>Einige Tage nach dem Netzwerkforum hat es mich noch einmal in den &#8220;Raum Frankfurt&#8221; verschlagen. Zu einer Buchvorstellung. Igal Avidan zeichnet ein authentisches Bild von inem Staat, der sich selbst sucht. Ein Haufen linke Aktivisten kommen zu Wort und Ehren, eine Reihe pseudosignifikanter Konflikte im Kleinen werden aufgefuehrt. Dabei gibt es viele Menschen, die zu befragen es sich mehr lohnen wuerde, wenn das ernsthafte Interesse geboten waere, die israelische Seele zu erkunden. Viele Menschen muessten es auf jeden Fall sein, da Israel so viele Gesichter hat, dass wir, die wir aus einer Gesellschaft mit strenger Leitkultur kommen, uns nur wundern koennen ueber den Schmelztigel der Kulturen hier. Ein Eindruck, der auch auf meine Gaeste stets den staerksten Eindruck macht.<br />
Ein israelischer Journalist hat zu recht angemerkt, dass Avidan seine Gespraechspartner zu subjektiv ausgewaehlt, als dass er objektive Geltung erlangen koennte mit seinem Israel-Bild.</p>
<p>Dabei wuerde es sich auf jeden Fall die Muehe lohnen, sich mit den Menschen hier zu unterhalten, um etwas ueber die israelische Seele zu erfahren. Wenn nur der Versuchung widerstanden wird, stets nur aufgeblasene Schwaetzer der verblassenden Linken um ihre Meinung zu bitten, um ein authentisches Bild zu zeichnen.</p>
<p>Ich schlage zwei BewohnerInnen aus einem Moshav im Norden vor. Zwei Menschen, die der Masenvernichtung der Juden durch die Deutschen entkommen sind. Ueberlebende des Konzentrationslagers Ausschwitz, die nach ihrer Befreiung durch Europa geirrt sind, um schlieslich in einem yugoslawischen Hafen ein ueberladenes Schiff zu besteigen um in Eretz Zion neu anzufangen. Ein Schritt ohne Alternative. Vor der Kueste des ersehnten Landes wurden sie abgefangen und auf Zypern interniert, bevor sie nach einjaehrigem Aufenthalt dort es doch geschafft haben, ueberzuschiffen. Durch verschiedene Auffanglager geschleusst wurden, mehrfach ,von den Englaendern entwaffnet den Angriffen arabischer Milizen ausgesetzt. Schliesslich in einem Kibbutz im Zentrum gelandet sind, wo sie die Ausrufung des juedischen Staates durch Ben Gurion am Radio im Versammlungsraum des Kibbutz mit Freudentraenen aufgenommen haben. Ein Staat, von Juden regiert. Auf die Freude folgte die Ernuechterung. Am naechsten tag sahen sie sich bereits in einem Krieg, der ueber den eben gegruendeten Staat in form mehrerer arabischer Armeen hereinbrach, denen es um nicht weniger als die Vernichtung der Heimstaette der Juden ging. Nach acht Jahren im Kibbutz sind sie in einem Moshav im Norden ansaessig geworden. Viele Kriege, die dem juedischen Staat aufgezwungen wurden, folgten, doch leben ihre Enkel heute in einem freien Staat. Eine Freiheit, die noch immer der Verteidigung bedarf. Meine Freunde in jenem Moshav, Maccabi Haifa Fans in meinem Alter, haben selbst schon einige Kriege miterlebt. Das Prinzip der eliminatorischen Gesinnung ist den Feinden des juedischen Staates seit dessen Gruendung nicht abhanden gekommen. Der Dienst in der Armee ist Pflicht und Ueberzeugung. Auch und gerade unter den Kibbutzniks und Moshavniks, die schon immer links waren und dem palaestinensischen Staat das Wort geredet haben, bis die Losung &#8220;Land fuer Frieden&#8221; im Kassamhagel besiegelt wurde. Ich war zu einem feierlichen Abendessen im Moshav eingeladen. Ein Enkel der Holocaustueberlebenden hat seinen Armeedienst abgeleistet und ist nun in der Reserve. Sein Vater hat eine amerikanische Juedin aus Brooklyn geheiratet und seine Tante ist inzwischen geschieden, Kuenstlerin und Lebefrau. Seine Cousins und Cousinen haben ihren Armeedienst schon abgeleistet, einer hatte sich weitere Jahre als Offizier verpflichtet. Sie bilden sich derzeit in der Ingineurskunst, chinesischer Medizin bzw. Design. Hinter der augenscheinlichen Normalitaet eines unspektakulaeren Abends liegen die besonderen Umstaende des Lebens in Israel. Wie die ueberwaeltigende Mehrheit der Israelis haben sie den Waffengang gegen die Hisbollah und Hamas unterstuetzt. Der Offizier war in den Libanon abkommandiert. Bei Tisch wurde ueber Kuchenrezepte, Computerprobleme, das Wetter, ein Theaterstueck und Urlaubsplaene konversiert. Allerweltsthemen. Es ist schwer zu vermitteln, dass die Israelis es einerseits bedauern mit den Nachbarn im Unfrieden zu leben und aber zu keiner Zeit bereit sind die Verteidigung ihrer Existenz gegen die Moerderbanden und Gottesstaaten in der Region aus der Hand zu geben. Die Notwendigkeit vom Staat und seiner Armee geschuetzt zu werden, aktualisiert sich fast taeglich. Andererseits sind die Menschen nicht bereit, dem Dauerkonflikt mehr Platz in ihrem Leben einzuraeumen als er notwendiger Weise beansprucht. Wer ein authentisches Bild der israelischen Gesellschaft zeichnen moechte, sollte das beruecksichtigen. Es ist ein famoses und zugleich ungewuerdigtes Phaenomen, dass die Israelis, Auge in Auge mit eliminatorisch gesinnten Antisemiten, eine solch vitale Demokratie pflegen.</p>
<p>Im Moshav steigt ueberigens einmal die Woche auf ein Fussballspiel, bei dem sich eine Auswahl des Genossenschaftsdorfs einem Team aus Beduinen der umliegenden Beduinendoerfer entgegensieht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/11/10/verstand-und-verstaendigung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ponti-Faxen</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/05/20/ponti-faxen/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/05/20/ponti-faxen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 May 2009 10:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=229</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem sich die Spuren des heiligen Vaters im heiligen Land wieder verloren haben, bemuehen sich irdische Kommentatoren darum, die Groesse seiner Schritte zu bemessen. Die Auslegung der Nachwirkung des Kirchenoberhauptes bietet Gelegenheit einmal mehr eigene Anschauungen an einem hoeheren Ereignis abzuarbeiten. So verfestigt sich noch einmal die Vorstellung einer schweren Reise, die der Pontifex auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich die Spuren des heiligen Vaters im heiligen Land wieder verloren haben, bemuehen sich irdische Kommentatoren darum, die Groesse seiner Schritte zu bemessen. Die Auslegung der Nachwirkung des Kirchenoberhauptes bietet Gelegenheit einmal mehr eigene Anschauungen an einem hoeheren Ereignis abzuarbeiten. So verfestigt sich noch einmal die Vorstellung einer schweren Reise, die der Pontifex auf sich genommen hat. Der Gang duch Nahost wurde in den Tagen vor seinem Erscheinen vor Ort oft <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/2009/20/Juden-Papst">zur Reise mit schwerem Gepaeck</a> stilisiert. Eine gelungene Dramatisierung, die sich heute fuer eine positive Anschauung seines Wirkens fruchtbar erweist. Die Reise stand vermeintlich unter einem schlechten Stern. Von Ratzingers Hitlerjugend bis zu Benedikts Rehabilitation eines Holocaust-Leugners wurden allerlei Schwierigkeiten heraufprophezeit. Als ob jemals die Moeglichkeit bestanden haette, dass der Papst seinen Auftritt verweinbauert.<br />
In Yad Vashem schwieg er sich dann tatsaechlich darueber aus, wer sechs Millionen Juden ermorden liess. Kein Wort zu Williamson und kein Besuch des Museum, in dem Pius II als Papst gezeigt wird, der zum Holocaust schwieg.<br />
Statt verdienter Schelte an einem deutschen Papst, der es unterlaesst, in Israel die Deutschen als Schuldige an der Judenvernichtung zu bennenen, gab es anerkennende Worte fuer seine grosse, <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/20/papst-rede-jad-vahsem?page=1">spirituelle, nicht historisch ausgerichtete Rede</a>. Alles in allem gilt der Besuch, gemessen an den schlechten Vorzeichen, als Segen. Die erloesten Reaktionen verweisen auf die Gemuetslage der Schreiber und ihrer seeligen Leser.</p>
<p>Der Holocaust ist vorbei und in ehrenwerten Denkmaelern fuer die Nachwelt aufgehoben. Die schwierige Auseinandersetzung mit den Umstaenden, unter denen er moeglich wurde, hat ihre Schuldigkeit getan. Geschichte ruhen lassen als deutsches Anliegen. Zum ansatzweise kritischen Artikel <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/21/papstreise-kommentar">&#8220;Ungleichgewicht des Mitgefuehls&#8221;</a> bemerken kommentierende Leser dass die &#8220;Unterdrueckung der Palaestinenser&#8221; als aktueller Konflikt zu gelten hat im Gegensatz zum Holocaust, der nunmehr über ein halbes Jahrhundert zurückliegt.</p>
<p>Ueberhaupt sind die Leser-Kommentare zu den verschiedenen Berichten ueber die Papstreise vollgepackt mit dem Schuldkomplex, den es abzustreifen gilt. Woraus sich die Vorstellung eines Komplex herauskristallisiert, also einer eingeredeten Schuld. Einer vorgeblichen Schuld, die in der Auschwitzkeule, staendig gegen die Deutschen instrumentalisiert wird. Eine Schuld, die Deutsche aus Sicht der Deutschen zu Taetern stigmatisiert und ihrer Opferrolle [Dresden und Vertreibung] ukeinen Platz laesst.</p>
<p>Es sei an dieser Stelle eingeschoben, dass der Papst zum Tag der Heimat auch schon die ein oder andere <a class="postlink" href="http://www.bund-der-vertriebenen.de/presse/index.php3?id=600">einfuehlsame Grussbotschaft an den BdV schickt.</a></p>
<p>Wer aber auf dem moralischen Fundament baut, Auschwitz &#8220;Nie Wieder&#8221; geschehen zu lassen, kann den Holocaust nicht als Geschichte betrachten, die uns heute nichts mehr angeht. Der millionenfache Judenmord der Deutschen gruendete auf einem antisemitischen Wahn, der nicht mit dem Ende der Nazis verblichen ist. Daraus ist durchaus eine Verpflichtung abzuleiten, sich immer wieder mit der Ideoloie auseinanderzusetzen, die Auschwitz moeglich gemacht hat. Die wahnsinige Vorstellung einer juedischen Verschwoerung, die mit allen Mitteln angegangen werden muss, feiert derzeit Renaissance. Die industriell durchgeplante Judenvernichtung als Verirrung der Geschichte abzutun, ist fahrlaessig.<br />
In der westlichen Welt &#8211; v.a. in Deutschland &#8211; hat sich der Antisemitismus nach Ausschwitz zum Ressentiment gegen Israel gewandelt. Eine ideologiekritische Dechiffrierung dieses verkleideten Antisemitismus waere eine Herausforderung fuer einen deutschen Papst gewesen, der so gerne zum Philosophen erhoben wird. Mit einer Beleuchtung der unheilvollen Solidaritaet mit antisemitischen Bewegungen, haette der Papst tatsaechlich den Mut bewiesen, der ihm so oft unterstellt wird.</p>
<p>In der islamischen Welt blueht der eliminatorisch gesinnte Antisemitismus und treibt immer neue Vernichtungsdrohungen gegen den juedischen Staat hervor.<br />
Wer es ernst meint mit der Forderung, dass Auschwitz &#8220;Nie Wieder&#8221; sei, der muss diesen blutruestigen Wahn als Grundproblem des Nahostkonflikts herausarbeiten und sich solidarisch mit dem juedischen Staat zeigen. Mit seinen Bewohnern und seinen Streitkraeften, die verhindern, dass die Juden ein weiteres Mal, als Suendenboecke fuer alles Uebel, zur Schlachtbank gefuehrt werden.</p>
<p>Als Katholik haette Ratzinger beim christlichen Antijudaismus einsteigen koennen, um die Vorgeschichte des Antisemitismus zu beleuchten. Zum Abschluss haette er klare worte fuer die Solidaritaet mit Israel finden muessen. Es waere ihm zu Gesicht gestanden einzugestehen, dass die Moral des christlichen Europa keine ausreichende Rueckversicherung gegen den Judenmord war und ist.</p>
<p>Als Papst haette sich Benedikt zur Gefahr der Holocaustleugnug aeussern muessen. Immerhin zielt die Holocausleugung und -relativierung, wie sie in Teilen der Kirche immer wieder zu finden ist, auf die Legitimation des juedischen Staates.</p>
<p>Als Vorbeter fuer das palaestinensische Volk hat er dem Frieden, den er sich erhofft, keinen Dienst erweisen. Sein Betrauern der Sperranlage bietet Anknuepfungspunkte fuer ein verzerrtes und verkehrtes Verstaendnis des Konflikts. Einen Sperrwall als Separationsmauer zu bedauern dekontexualisiert diese Anlage und verkehrt Ursachen und notwenige Folgen. Diese &#8220;Mauer&#8221;, die der deutsche Papst zur Freude deutscher Kommentatoren <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/21/papst-bethlehem">als &#8220;Mauer&#8221;, nicht Sicherheitswall, nicht Sicherheitsmauer, bezeichnet hat</a>, schuetzt Cafes, Maerkte, Busse und Krankenhaeuser vor dem Eindringen von Selbstmordattentaetern.<br />
Statt den Palaestinensern zu versprechen bedingungslos fuer sie zu beten, haette er den Mut aufbringen koennen, sie aufzufordern der Gewalt abzuschwoeren und sich um den Aufbau einer Zivilgesellschaft zu bemuehen, statt sich und Israel im Dschihad aufzubrauchen. Das unerfuellt bleibende &#8220;Streben für ein bleibendes Heim, für einen unabhängigen palästinensischen Staat&#8221; haette er als Intelektueller Ratzinger gerne ausfuehren duerfen. Worin erkennt er dieses Streben? Und warum ueberliefert er die Vorstellung einer &#8220;Spirale der Gewalt, von Angriffen und Gegenangriffen, Vergeltung und fortwährender Zerstörung&#8221;. Wenn Israel sich gegen seine Zerstoerung wehrt, ist das nur eingeschraenkt als Spirale der Gewalt zu kolportieren.<br />
Das palaestinensische Fluechtlingslager als Kulisse fuer den politischen Papst ist seiner Berufung zur Stigmatisierung israelischer Vertreibungspolitik voll gerecht geworden. Dabei gibt es kaum etwas unheiligeres als diese Staetten, in denen palaestinensischens Leid von den Agenten der Weltgemeinschaft konserviert wird, um es gegen den juedischen Staat zu instrumentalisieren. Der vermeintliche Mut, mit dem Benedikt das Recht der Vertriebenen auf Rueckkehr angemahnt hat, ist auf dem Mist antizionistischer Propaganda gewachsen und stellt ein nicht unbedeutendes Hindernis fuer die israelisch-palaestinensische Verstaendigung dar.</p>
<p>Die schmerzhafte Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus hat das Kirchenoberhaupt gescheut. Dies- und Jenseits der Sperranlage. Und damit die Moeglichkeit vertan, aufzuzeigen, wie die Auseinandersetzung mit dem Holocaust das Verstaendnis fuer einen aktuellen Konflikt &#8211; v.a. seine Konfliktparteien &#8211; weitet.<br />
Israel hat die Lehren aus der Geschichte der Judenverfolgung und -vernichtung gezogen und bietet als juedischer Staat allen Juden eine Heimstaette. Ein Staat, der Vernichtungsdrohungen ernst nimmt und den Schutz seiner Buerger garantiert. Auch wenn dieser einen Sperrwal oder militaerisches Vorgehen notwendig macht.<br />
Was einige deutsche Meinungsmacher, die sich wuenschen, Israel moege angesichts existenzieller Bedrohung die Haende in den Schoss legen, <a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/21/israel-usa-iran">maechtig fuchst.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/05/20/ponti-faxen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sirenen und zwei Minuten Stillstand</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/04/21/sirenen-und-zwei-minuten-stillstand/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/04/21/sirenen-und-zwei-minuten-stillstand/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=209</guid>
		<description><![CDATA[Als heute morgen um 10 die Sirenen im ganzen Land aufheulten, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind.
In den deutschen Medien wird derweil Fuer und Wider des Fernbleibens Deutschlands von der Antirassismuskonferenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="postbody">Als heute morgen um 10 <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1079917.html">die Sirenen im ganzen Land aufheulten</a>, sind Millionen still gestanden im Gedenken an Millionen planvoll ermordeter Juden. In Ohnmacht vor dem antisemitischen Wahn, dem so unendlich viele Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zum Opfer gefallen sind.</div>
<p>In den deutschen Medien wird derweil Fuer und Wider des Fernbleibens Deutschlands von der Antirassismuskonferenz der UN eroertert. Vielfach erhebt sich die Ansicht, wonach es aufrichtiger gewesen waere, dem iranischen Praesidenten dort argumentativ zu begegnen, statt seinen Auftritt zum Anlass zu nehmen, sich dem Boykott vieler anderer Staaten anzuschliesen.</p>
<p>Vergessen wird dabei, dass Antisemitismus ist kein Vorurteil ist und Antisemiten nicht durch Widerspruch von ihrem Wahn abzubringen sind .</p>
<p>In der Kritik an Israel, wie sie von Achmadineschad ernet bemueht wurde, offenbart sich das antisemitische Ressentiment. Je genauer der Blick auf die Vorgaenge der UN-Konferenz gegen Rassismus gerichtet wird, desto gruseliger erscheint die ganze Veranstaltung.<br />
Der iranische Praesident hat noch einmal aller Welt erlaeutert, dass er im Holocaust nichts als einen falschen Vorwand fuer den Staat Israel sieht. Die Konferenz bietet ihm ein Forum fuer die Delegitimation des juedischen Staates.</p>
<p>Kaum ist ein Tag seit seinen Tiraden vergangen und schon wird sich angeschickt, den iranischen Praesidenten auf ein Neues zu dechiffrieren und umzudeuten, da antisemitischer Wahn und seine eliminatorische Gesinnung eine positve Bezugnahme in Europa verbieten. Dabei wird dem Mann unrecht getan. Er bemueht sich nach Kraeften beim Wort genommen zu werden. Er verleugnet den Holocaust um Israel die Legitimation zu entziehen.</p>
<p>Obwohl Israel weder einen Fluechtlings- noch einen Grenzkonflikt noch sonst einen Interessenkonflikt mit dem Iran hat, wird diese Delegitimation immer und immer wieder ins Feld gefuehrt. Z.B. beim Holocaust-Karrikaturenwettbewerb.</p>
<p>Wer den antisemitischen Wahn in der Diskusion herausfordert, laeuft Gefahr, sich mit Berichtigungen begnuegen zu muessen, die die “Schwere dessen, wogegen anzugehen ist, kaum in Bewegung setzen wuerden”, wie Adorno in “Aufarbeitung der Vergangenheit” formuliert hat.</p>
<p>In seinem antisemitischen Wahn befangen, sieht der iranische Praesident in Israel nichts als die dunklen Machenschaften einer zionistischen Verschwoerung, von der Gefahr ausgeht. Israels Existenz gilt ihm als Bedrohung mit der verfahren werden muss. Dieser Wahn treibt ihn zu der Foerderung den juedischen Staat <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,381752,00.html">von der Landkarte zu tilgen.</a></p>
<p>Die Gefahr, die der iranische Praesident dabei wittert ist die Gefahr der Moderne, mit der sich der erzkonservative Islam nicht vermitteln kann. Israel ist hier in antisemitischer Manier eine Projektionsflaeche.</p>
<p>In der Ablehnung der Moderne liegt wohl der Anschluss fuer seine europaeischen Anhaenger. In den antisemitischen Tiraden findet der staendige Betrug um das versprochene Glueck einen Schuldigen. Nicht zufaellig wird Israel in Europa <a class="postlink" href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">als Gefahr fuer den Weltfrieden</a> wahrgenommen.</p>
<p>Im Gegensatz zum gewoehnlichen Vorurteil kann dem antisemitischen Ressentiment nicht argumentativ begegnet werden. Wenn Antisemiten reden, dann stellen sie das Gesagte nicht zur Ueberpruefung. Unmoeglich wird die Auseinandersetzung mit ihnen, wenn die Anklage gegen Israel so sehr in ein Wahnsystem verstrickt ist, dass jedes Widerwort an ihr abprallt, bzw. noch als Beweis fuer die Reichweite des zionistischen Einflusses geltend gemacht wird.</p>
<p>Der iranische Praesident zeigt keinerlei Faehigkeit seine “Ansichten” auf die Realitaet zu reflektieren. Er redet um Wirkung zu erziehlen. Seine “Wahrheit” steht fuer ihn bereits fest.</p>
<p>Vergebliche Liebesmueh, den Thesen mit Antithesen kommen zu wollen, wo es gar keine Thesen sind.</p>
<p>Die Konferenz bietet bietet eine denkbar unguenstige Sprechsituation fuer vernuenftige Kraefte. Der iranische Praesident schneidet einer Sprechsituation, in der es zu kommunikativer Verstaendigung kommen koennte, das Waser ab. Aus der Notwendigkeit heraus, dass sein Wahn keiner vernuenftigen Pruefung stand halten koennte.</p>
<p>Die ganze Konferenz ist Buehne fuer Antisemitismus im Gewand der Kritik an Israel.<br />
Dem Ressentiment freien Lauf gelassen.</p>
<p>Das Wahnsystem des iranischen Praesidenten kann nicht gebrochen werden, da die herbeihalluzinierte zionistische Verschwoerung, die es zu tilgen gilt, ihm den Vorwand bietet, sich nicht mit der Moderne arrangieren zu muessen.</p>
<p>Dem eliminatorischen Wahn, wonach Israel von der Landkarte getilgt werden muesse, um dann endlich eine bessere “Welt ohne Zionismus” zu haben, eine Buehne zu bieten ist eine moralische Bankrotterklaerung fuer die UN und teilnehmende europaeische Staaten tun sich keinen Gefallen damit, sich dort einspannen zu lassen.</p>
<p>Die Ueberlebenden der Shoa haben in Israel eine Zufluchtstaette gefunden. Ein juedischer Staat, der es nicht gestattet, die Juden noch einmal zur Schlachtank zu fuehren.</p>
<p>Eine Heimstaette, die ihnen gerade heute von einer UN-Versammlung madig gemacht, wo nicht gar abgesprochen wird.</p>
<p>Gerade der heutige Gedenktag an die Opfer der Shoa mahnt an, die eliminatorischen Absichten von Antisemiten ernst zu nehmen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/04/21/sirenen-und-zwei-minuten-stillstand/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Anderen &#8211; pt.2 &#8211; Ressentiment</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/04/02/die-anderen-pt2-ressentiment/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/04/02/die-anderen-pt2-ressentiment/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 22:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=194</guid>
		<description><![CDATA[ 
 
Es ist nicht einfach, mich durch die europaeische Nahostberichterstattung zu lesen ohne das Sein, das ich vor Ort vor Augen habe, zum falschen Schein zu erklaeren. Zwischen meinen Erfahrungen, die ich inmitten der israelischen Gesellschaft gewonnen habe, und der Einschaetzung der europaeischen Journaille besteht eine Differenz, die mich an meinem Verstand oder der Presse zweifeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="postbody"> </p>
<p class="postbody"> </p>
<p class="postbody">Es ist nicht einfach, mich durch die europaeische Nahostberichterstattung zu lesen ohne das Sein, das ich vor Ort vor Augen habe, zum falschen Schein zu erklaeren. Zwischen meinen Erfahrungen, die ich inmitten der israelischen Gesellschaft gewonnen habe, und der Einschaetzung der europaeischen Journaille besteht eine Differenz, die mich an meinem Verstand oder der Presse zweifeln lassen muss. Schwieriger zu verdauen, und zugleich leichter zu verstehen, werden die israelfeindlichen Toene der Medienlandschaft, wenn die Nahostberichte Leserkommentaren ausgesetzt werden. Dann sind klare Ressentiments auszumachen und Denkmuster zu erkennen, denen der uneingestandene antisemitische Wahnsinn anklebt.</p>
<p class="postbody">Die Ansichten der kommentierenden Leser sind, insofern sie als repraesentativ aufgefasst werden, ein starkes Argument fuer die Presse, sich in der Nahostberichterstattung voreingenommen gegen Israel zu zeigen. Eine jede Zeitung lebt von ihren Kunden. Alles was ueber deren Wuensche hinausgeht ist brotlose Kunst. Von aufrichtiger Berichterstattung laesst es sich schlecht leben, wenn dieser die Abnehmer fehlen. Wahrscheinlich aber sind Journalisten sich ohnehin mit der Leserschaft einig in ihren Schuldzuschreibungen fuer alles Schlechte in Nahost.</p>
<p class="postbody">Den rennomierten Zeitungen fehlt es dabei meist gaenzlich an offener &#8211;  geschweige denn aggresiver - Verurteilung Israels. Die Voreingenommenheit wird weniger in These und Antithese ihrer Eroerterungen deutlich, als mehr in den unhinterfragten Annahmen, die den Weg zu ihrer ueberparteilich anmutenden &#8220;Kritik an Israel&#8221; pflastern. Wenn etwa kolportiert wird, dass Israel den Palaestinensern grundlegende Rechte vorenthaelt, Besatzungsanspruch durch Siedlungsbau untermauert, die Gegner eines Friedensprozesses in die Regierung waehlt und ein unverhaeltnismaessiges militaerisches Vorgehen pflegt.</p>
<p class="postbody">Dann wird in den Begrifflichkeiten der Eindruck einer israelischen Politik und Gesellschaft reproduziert, die eine Gefahr fuer die Region &#8211;  und darueber hinaus - darstellen.</p>
<p>Die Entkleidung antisemitischer Denkmustern von der moralinsauren Israel-Kritik vollziehen dann oft die Kommentatoren. Dann sind es ausgemachte Rassisten, die in der Regierung sitzen und Palaestinenser brutal unterdruecken und sie in Ghettos einsperren, waehrend sie auf ihrem Land siedeln und den legitimen Widerstand als Vorwand nehmen, um wild auf die Zivilbevoelkerung zu ballern.</p>
<p>Es haengt dabei alles enger miteinander zusammen, als es die zurueckweisende Zensur mancher Kommentare von Seiten der Redaktion vermuten laesst.</p>
<p>Dass Netanjahu die Gruendung eines unabhaengigen palaestinaensischen Staates nicht anstrebt, macht ihn zum obersten Friedensverhinderer in Nahost. Dabei haben alle Entwicklungen der letzten Jahrzehnte aufgezeigt, dass Palestinaenser zu keinem friedlichen Nebeneinander mit den Israelis bereit sind, und ein groeseres Interesse am Verschwinden des juedischen States haben, als am Aufbau eines eigenen Staates. Es gibt nicht die geringsten Anzeichen fuer den Aufbau einer Zivilgesellschaft in den Gebieten, die an Stelle des ueber den Dschihad vermittelten gesellschaftlichen Zusammenhangs treten koennte. Als Folge daraus gibt es auch keine Bestrebungen, sich um eine funktionierende Wirtschaft zu kuemmern, statt sich fortwaehrend von hunderten Hilfsorganisationen aushalten zu lassen. Alles in allem sind fuer die palaestinensischen Gebiete die denkbar unguenstigsten Bedingungen fuer eine Staatsgruendung zu konstatieren.</p>
<p>Dass ein palaestinensischer Staat moeglich ist und letztlich zum Frieden in Nahost fuehren wuerde ist angesichts der palaestinaensischen Gemuetslage ein Wunschdenken, dem alle notwendigen Voraussetzungen fehlen, in die Realitaet ueberfuehrt zu werden. Dass die neue israelische Regierung mit der Revision der Illusion einer Zwei-Staaten-Loesung unter den gegebenen Bedingungen ihre Ansaetze den Realitaeten anpasst, ruft in Europa eine Entgeisterung hervor, die darauf schliessen laesst, dass dort die Schuld fuer das Ausbleiben des friedlichen Miteinander vor allem bei den Israelis gesucht wird.</p>
<p>Statt den tieferen Ursachen des andauernden palaestinensischen Leids auf die Spur zu kommen, wird dieses ueber die Fluechtlichtlingsmaschinerie der UN staendig reproduziert, von tausenden NGO&#8217;s als israelisches Verbrechen gegeisselt, von der arabischen Welt instrumentalisiert und schliesslich auch von den Europaeern den Israelis zur Last gelegt.<br />
Die Notwendigkeit des israelischen Vorgehens zum Schutz seiner Bevoelkerung bleibt gaenzlich unreflektiert, wenn das Bild einer agressiven Besatzungsmacht gezeichnet wird, hinter der ein vermeintlich aggressiver Sozialcharakter steckt. Der Stern hat einmal auf seiner Titelseite in grossen Lettern gefragt, <a class="postlink" href="http://www.stern.de/_content/56/68/566859/titel_300_300.jpg">was das Land so aggressiv macht</a>. Im April 07 hat der Wandersmann Wolfgang Buescher in der Zeit ein Dossier mit suggestiven Klischees über die israelische Gesellschaft vollgepackt. In der Printausgabe aufgemacht mit einem bewaffneter Siedler am Strand von Gush Kartif. Eine sehr merkwürdige Bildauswahl, da der Siedlungsblock Gush Kartif im Gaza lange vor der Rundreise von Buescher geräumt wurde. Nur wenige Wochen nach dem Erscheinen des Artikels war Gaza bereits <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,489876,00.html">Hamastan</a> und wurde mit freundlicher iranischer Hilfe zu Kassamastan hochgeruestet. Israel hat Gaza geraeumt und dafuer einen <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1064578.html">Raketenhagel auf den Sueden des Landes</a> geerntet.</p>
<blockquote class="postbody">
<p class="quotecontent">In 2005, less than a day after Israeli forces removed every last Jew from Gaza, Palestinians set up rocket launchers on the ruins of settlements that had been just been evacuated. They took aim not only at Sderot, but at some of the very kibbutzim who had most strongly championed the cause of an independent Palestine alongside Israel.</p>
</blockquote>
<p class="postbody">Roter Alarm und ein anhaltendes Wunder haben bis dato verhindert das weit ueber zehntausend Raketen nicht tausende Katastrophen ausgeloest haben.</p>
<p>Doch wird der Terror gegen Isarel in den Augen der Europaeer lediglich als mildernder Umstand fuer israelische Aggressionen angefuehrt oder auch als deren Vorwand. Jeder zweite Deutsche <a class="postlink" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:stern-Umfrage-Jeder-Zweite-Israel-aggressiv/651466.html">haelt Israel fuer aggressiv.</a></p>
<p>Nie ist von der Notwendigkeit einer uneingeschraenkten Solidaritaet mit Israel zu lesen. Von einem Schulterschluss mit einem freien demokatischen Land, dem seit seiner Gruendung und schon davor der Kampf um seine Existenz aufgezwungen wurde.</p>
<p>Alle Vernichtungsdrohungen gegen den juedischen Staat und der blutigen Ernst der Islamfaschisten scheinen gegen die europaeische Ueberzeugung, wonach Israel letztlich fuer alles verantwortlich ist, nicht anzukommen. Alle Betrachtung der Misere im Nahen Osten fuehrt zu einer Anklage gegen Israel. Wenn nicht explizit, dann ueber die unrefleflektierten Annahmen vermittelt, die in den Begriffen mitschwingen, mit denen der Nahostkonflikt beschrieben wird. In der Konstruktion eines Suendenbocks zeigt sich der Antisemitismus, der sich als Kritik an Israel verkleidet.</p>
<p>Gegen den Wahn, wonach Israel an allem Schuld ist, kommt Argumentation zu Israels Gusten nicht an. Es geht bei dem ganzen Interesse an Nahost weniger darum, etwas zu verstehen, als sich etwas bestaetigen zu lassen. Das Ressentiment zeigt sich ressistent gegen gegen die Realitaet.</p>
<p><a class="postlink" href="http://www.hagalil.com/antisemitismus/studien/2004/studien-2004.htm">Mehr als die Hälfte aller Deutschen etwa meinten 2004, das Verhalten Israels gegenüber den Palästinensern sei grundsätzlich nicht von dem der Nazis im Dritten Reich gegenüber den Juden zu unterscheiden.</a></p>
<p>Aus dem Verhalten Israels ist die Antipathie, die dem juedischen Staat entgegenschlaegt nicht zu verstehen. Der Blick muss auf die Verstaendnismuster derjenigen Betrachter gelenkt werden, die sich lustvoll zu Anklaegern und Richtern ueber den juedischen Staat aufschwingen. Neben den einseitigen Schuldzuweisungen hinsichtlich des Nahostkonflikts faellt auch die Straflust als ein signifikantes Element des Antisemitismus auf. Die falsch verstandene Moderne, die uns bedrohlich erscheint, erzeugt eine Paranoia, die auf maechtige Schuldige verweist und deren Abstrafung zum Wohle der Menschheit fordert. Als ob es konkrete Machenschaften waeren, die es verhinderten, dass sich der Weltfrieden einstellt und alle Menschen zu dem ihnen versprochenen Glueck finden.</p>
<div class="postbody"><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,272436,00.html">Eine 2003 von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass die EU-Bürger in Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden sehen</a></div>
<p>Waehrend Europaeer die Konfrontation mit der islamistischen Bedrohung scheuen und sich dafuer in die eigene Tasche Luegen, stellt sich Israel dieser notwendiger Weise entgegen. Als Folge wird der juedische Staat als aggressiv und faschistisch verurteilt. Je mehr sich das europaeische Appeasement als Fehler herausstellt, desto staerker scheint es in Europa verteidigt. </p>
<p>Europaer uebersehen bei ihrem bestimmten Versuch, auch Israel dieses Appeasement aufzudraengen, dass eine Niederlegung der Waffen den Palaestinensern zu einem Leben in Frieden verhilft, waehrend Israel nur durch seine militaerische Ueberlegenheit verhindern kann, dass seine Bewohner durch die Hoelle gehen.</p>
<p> </p>
<p>Sie uebersehen vor allem den Antisemitismus, der in die Ideologie der arabischen Welt eingeflochten ist. Ein Export der Nazionalsozialisten in die arabische Welt, wie Kuenzel in &#8220;Dschihad und Judenhass&#8221; hervorragend herausgearbeitet hat. Dort tritt er heute als islamisierte Variante der Vorstellung einer juedischen Bedrohung, die es um jeden Preis auszumaerzen gilt, in Erscheinung.</p>
<p>Bei der Betrachtung des Nahostkonflikts muss Antisemitismus in doppelter Weise konstatiert werden. Zunaechst im stets relativierten Streben islamfaschistischer Kraefte, die dem juedischen Staat nach der Existenz trachten. Dann auch als stets verneinter Bestandteil der Weltanschauung europaeischer Betrachter.</p>
<p>Ein weiteres dieser Elemente des Antisemitismus ist die Vorstellung, wonach Israel nicht kritisisert werden duerfte. Auch dies suggeriert eine maechtige Sonderstellung, die sich wunderbar kompatibel mit allen Arten von Verschwoerung erweist. Sie findet prominente Befuerworter, wie Martin Walser, der dem sekundaeren Antisemitimus mit dem Begriff &#8220;Auschwitzkeule&#8221; eine Wunderwaffe an die Hand gegeben hat.</p>
<p> </p>
<p>Das herbeihalluzinierte Verbot Israel zu kritisieren und die Grundfalsche Behauptung einer Gewaltspirale, die durch die europaeische Medienlandschaft geistert und eine Vorstellung schafft, wonach sich Terror und Staatsterror Zahn um Zahn vergelten, muendet nicht selten in der Romatisierung radikalislamistischer Terrorgruppen zu Widerstandsbewegungen. Statt offen gegen Israel zu giften, kann das Ressentiment sich ueber die Solidaritaet mit diesem Widerstand vermeintlich unverdaechtig auessern.<br />
Mit bitteren Folgen fuer die Israelis, die sich mit einer ungeliebten aber notwendigen Mauer gegen Selbstmodattentate schuetzen und dafuer den Vorwurf ernten, Ghettos zu schaffen. Israelis, die sich gegen den Raketenbeschuss durch die Hamas zur Wehr setzen muessen um im Anschluss antisemitische Auflaeufe queer durch Europa zu Friedensdemos verklaert zu sehen. Israel ist Ziel iranischer Vernichtungsphantasien und gilt gleichzeitig als Gefahr fuer den Weltfrieden.</p>
<p>Queer durch Europa zieht sich Israel nicht nur freundschaftlich gemeinte Kritik auf sich, sondern muss sich auch mit einer neuen Qualitaet des Antisemitismus abfinden, bei dem islamische Gruppierungen in weiten Teilen europaeischer Gesellschaften Verbuendete findet, die ihn zugleich stuetzen und abstreiten. Fuer vorgebliche Friedensfreunde in Europa hat diese Allianz den Vorteil, dass sie das Unaussprechbare nicht selbst aeussern muessen, sondern mit <a class="postlink" href="http://www.dig-frankfurt.de/site/aktuelles/dignews/pressemitteilung-15.01.2009.html">Verstaendnis fuer krasse Aussagen</a>von Islamisten operieren koennen.</p>
<p>Wobei der Schriftsteller Gaader andererseits 2006 in einer antisemitischen Polemik unumwunden die <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,431138,00.html">Delegitimation Israels gefordert</a> hat und damit schon einen ganzen Schritt weiter gegangen ist.</p>
<p>Israelis fliegen sehr gerne nach Europa und die Tageszeitungen sind entsprechend tagtaeglich voll mit Angeboten fuer Kurzurlaube. Dabei sind sich die Israelis durchaus bewusst, dass Europa ein nicht ungefaehrliches Pflaster ist. Dass der Antisemitismus auf dem Vormarsch ist, wird hier sehr wohl regisitriert. </p>
<p>In Malmoe <a class="postlink" href="http://www.lizaswelt.net/2009/03/rache-ist-blutwurst.html">stachelt der Stadtrat israelfeindliche Proteste an</a> und daemonisiert israelische Sportler. In Duisburg macht sich die <a class="postlink" href="http://www.lizaswelt.net/2009/01/geschichtsbewusste-gefahrenabwehr.html">Polizei zum Freund und Helfer</a>eines antisemitischen Mobs. Die Briten sind zur Aussoehnung mit Hizbollah und Hamas genauso bereit, wie fuer die spezielle Kennzeichnung israelischer Produke aus Judaea und Samaria.  Queer durch Europa werden Israelfahnen auf Plakaten mit Hakenkreuzen versehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/04/02/die-anderen-pt2-ressentiment/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Anderen &#8211; pt.1 &#8211; IDF</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/03/23/die-anderen-pt1-idf/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/03/23/die-anderen-pt1-idf/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 11:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Appeasement]]></category>
		<category><![CDATA[IDF]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=131</guid>
		<description><![CDATA[


Wenn meine BesucherInnen am letzten Tag ihrer Israel-Reise resuemieren, dann reflektieren sie ihre Erlebnisse oft auf die Vorstellungen, die sie sich vorab gemacht haben und kommen dann zu dem Schluss, dass alles doch irgendwie anders ist, wie man sich es sich eben so ausmalt.   
 
Im Alltag komme ich dem Aussergewoehnlichen kaum auf die Spur. Dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Courier New;"></span></div>
<div><span style="font-family: Courier New;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"></span></span></div>
<p><span style="font-family: Courier New;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wenn meine BesucherInnen am letzten Tag ihrer Israel-Reise resuemieren, dann reflektieren sie ihre Erlebnisse oft auf die Vorstellungen, die sie sich vorab gemacht haben und kommen dann zu dem Schluss, dass alles doch irgendwie anders ist, wie man sich es sich eben so ausmalt.</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"><span style="mso-spacerun: yes;">   </span></span></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Im Alltag komme ich dem Aussergewoehnlichen kaum auf die Spur. Dass meine KollegInnen im Krankenhaus aus allen moeglichen osteuropaeischen, zentralasiatischen und arabischen Laendern stammen, muss ich mir schon bewusst vergegenwaertigen, um es als etwas Besonderes zu begreifen.</span></p>
<p class="MsoNormal" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"><span style="mso-spacerun: yes;">   </span></span></p>
<div></div>
<p></span></span><span style="font-family: Courier New;"> </p>
<p></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Gerade aber bei meinen BesucherInnen bleibt eine Idee der faszinierenden Vielschichtigkeit haengen, die </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">das</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Land</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und die israelische Gesellschaft kennzeichnet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Mir selbst stellt sich das Nebeneinander der verschiedenen Lebenswelten als Normalzustand dar. Ich kaeme sonst aus <span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><img class="alignright size-medium wp-image-180" title="purim-party" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/03/purim-party2-300x225.jpg" alt="purim-party" width="300" height="225" /></span>dem Staunen auch gar nicht mehr heraus. Ich begegne jeden Tag zwischen Yafo und Yad Eliyahu zahllosen Hippies und Orthodoxen, hoere den Muezzin mehrmals am Tag plaerren und viel viel orientalischen Pop aus Kiosken und Haendys schmachten. Ich hoer Leute sich Hebraeisch unterhalten, Russisch, Englisch, Arabisch. Ich seh in Tel Aviv tausende Tassen Cappuchino auf den Tischen der zahllosen Cafes stehen und unglaublich viele Becher mit tuerkischem Cafe und angezuendete Zigaretten in den Haenden der Mizrahi, die vor ihren Geschaeften sitzen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Das alte Europa scheint dagegen von einer krassen Gleichfoermigkeit gepraegt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Doch kann es mir keine staendige Bewunderung entlocken.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span></span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Meine Freizeit verbring ich meist entweder in den Bars und Cafes im Sueden von Tel Aviv, die alternatives Publikum links des sozialliberalen Milieus anziehen oder in Yafo. Waehrend meine KollegInnen im KKH zu Likud und Israel Beitanu tendieren, wuerde in den Laeden, die ich in Tel Aviv zu meinem Amusement aufsuche, Hadash alle anderen Parteien in den Schatten stellen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wenn mir der Sinn nicht nach Szene steht, dann treibe ich mich in Yafo herum, wo in meiner Nachbarschaft in den letzten Monaten einige Bars und Cafes aufgemacht wurden, die der Naehe zum Mittelmeer noch ein weiteres Argument zufuegen sich fuer den Jerusalem-Boulevard als Homebase zu entscheiden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Waehrend mir mein Alltag also als auesserst alltaeglich im angenehmen Sinne erscheint, bin ich auch fuer meine Umgebung schwer als Nicht-Israeli auszumachen</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" lang="HE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Doch braucht es nur etwas ausholendere Betrachtung oder auch eine Verschaerfung der Spannungen zwischen </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und seiner Nachbarschaft um das Ausergewoehnliche des Lebens der Israeli zu sehen, dem ich zu einem gewissen Grad immer nur als Beobachter folgen kann. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ich bin in Deutschland wie selbstverstaendlich nicht zum Bund gegangen. Moege es fuer viele meiner Altersgenossen Gruende gehabt haben, Wehrdienst zu leisten, so gab es fuer alle Leute, mit denen ich mich rumgetrieben habe, gute Gruende diesen zu verweigern. Hier in Israel ist es dagegen selbstverstaendlich, dass </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">auf die Schule der Dienst bei den israelischen Streitkraeften folgt. Wer hier einmal zu Besuch war, der konnte sich der Vielzahl junger Menschen in Uniform nur schwer entziehen. Keine Busfahrt von Tel Aviv nach </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Jerusalem</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und keine Zugfahrt von Beer Sheva nach </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Haifa</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ohne dass dutzende Gewehre mit an Bord getragen werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Der Armeedienst ist fuer Israelis ein praegender Teil ihrer Lebensgeschichte. Junge Maenner werden drei Jahre verpflichtet, junge Frauen zwei Jahre. Die IDF ist dadurch auch wichtige Integrationsinstanz fuer die Einwanderergesellschaft. Sehr oft haben wir im KKH Soldaten, die im Rahmen ihres Armeedienstes einen der vielen verpflichtenden Freiwilligendienste in sozialen Einrichtungen ableisten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Oft genug bedeutet der Dienst bei der IDF aber toedlichen Ernst. Die <img class="alignleft size-medium wp-image-179" title="danger_mines" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/03/danger_mines-300x212.jpg" alt="danger_mines" width="300" height="212" />Ueberlegenheit der israelischen Armee in der Region sichert<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>das Ueberleben des juedischen Staates. Erste und zweite Intifada und mehr als ein halbes Dutzend Kriege, die Israel seit seiner Staatsgruendung aufgezwungen wurden, haben fuer zehntausende Israelis Erfahrungen bereit gehalten, die mir ewig fremd bleiben werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Auch fuer die Menschen in meinem Alter, von denen ich mich in meinen Gewohnheiten kaum zu unterscheiden pflege. Ich hab mit Freunden die letzte WM und EM geschaut und Bier getrunken und hab dann weiter Bier getrunken als sie in die Reserve berufen wurden um im Libanon bzw. Gazastreifen einen assymetrischen Krieg zu kaempfen. Ich hab europaeische Zeitungen studiert, in denen ihr unverhaeltmismaessiger Einsatz angeklagt wurde und gleichzeitig darum gebangt, die naechste WM und EM wieder mit ihnen anschauen zu koennen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="mso-spacerun: yes;">Waehrend die Verteidigung Deutschlands am Hindukush sich gerade dadurch auszeichnet, dass eine Konfrontation mit radikalislamistischen Terroristen, die der freien Welt den Krieg erklaert haben, vermieden wird verhaelt es sich fuer die IDF ganz anders</span></span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Das Leben in Israel tobt mit einer </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Selbstverstaendlichkeit, die kaum den Blick freigibt auf die Bedingungen unter denen es ueberhaupt erst moeglich ist. Die Freiheit unter der sich die Lebenslust hier erst entfalten kann, muss von den israelischen Streitkraeften erkaempft und mit der Waffe verteidigt werden. Denn all das <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>bunte Treiben hier, ob postmodern oder traditionell, hat Feinde in seiner Umgebung, die dem Laden unter allen Umstaenden die Lichter ausschiessen moechten. </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ist ein </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">kleines</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Land</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">, dem von allen Seiten mit Zerstoerung gedroht wird. In dessen Nachbarschaft sich Terrororganisationen nach Kraeften und Moeglichkeiten um ein Ende der Existenz </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israels</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> bemuehen. So verrueckt es einen machen muesste, sich dessen gewahr zu sein, so aussergewoehnlich erscheint es dann doch, dass alle Bedrohung, an der es keinen Zweifel gibt, es nicht vermag an den Grundfesten der einzigen freien Demokratie im Nahen Osten zu ruetteln. Die Gesellschaft duldet keine Totalisierung ihrer Lebensverhaeltnisse. Auch unter Feuer gestehen sie dem Islamfaschisms, der sie belagert, keinen Fussbreit zu. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span><span style="mso-spacerun: yes;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Es waere doch interessant einmal zu erforschen, inwieweit in der europaeischen Anthipatie gegen Israel Neid gegen eine Gesellschaft mitschwingt, die sich<span style="mso-spacerun: yes;"> so </span>unbedingt zu Freiheit und Demokratie bekennt und auch bereit ist diese zu verteidigen.  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Angesichts der islamischen Bedrohung ist in Europa vorauseilende Kapitulation zu konstatieren, wie sie Broder  in seinem Buch &#8220;Hurra, wir kapitulieren&#8221; so herrlich pointiert hat.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Europaeern scheint es schwer verdaulich, dass </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> keine Abstriche an seiner Existenz als freie und demokratische Gesellschaft zulaesst</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> Dass </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> sich dem Kampf um die Freiheit stellt, muss Europaeern immer wieder einen Hinweis auf ihren Verrat am eigenen Freiheitsversprechen geben. Oft und gerne wird aus Europa der Wunsch vernommen Isarel fuer seine Militaeraktionen zu sanktionieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> verhandelt seine Freiheit nicht und zieht sich so die Straflust derer zu, die es tun, ohne es sich eingestehen zu wollen. Es gibt fuer </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> keinen Frieden durch Ausgleich mit seinen Feinden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Junge Israelis stellen sich im Rahmen ihres Armeedienstes den Feinden der Freiheit, die dem juedischen Staat nach seiner schieren Existenz trachten und riskieren dabei nicht selten ihr Leben. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Europaeern werden dagegen immer neue Rechtfertigungen fuer ein Appeasement gegenueber radikalislamistsichen Kraeften eingehaemmert. Als ob ihr &#8220;Nie wieder&#8221; nie &#8220;Nie wieder Faschismus&#8221; zu bedeuten haette, sondern &#8220;Nur kein Stress&#8221;. Dass kann dann schon zur Straflust gegenueber denjenigen fuehren, die sich nicht wegducken. So wichtig die IDF ist, so unbeliebt ist sie. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Gerade deshalb verdient sie die uneingeschraenkte Solidaritaet derjenigen, die es mit &#8220;Nie wieder&#8221; Ernst meinen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p><span style="font-family: Courier New;"> </span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/03/23/die-anderen-pt1-idf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1000</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/03/22/1000/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/03/22/1000/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 11:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Gilad Shalit]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=127</guid>
		<description><![CDATA[Waehrend die Hamas im Austausch fuer den vor 1000 Tagen entfuehrten Soldaten Gilad Shalit eine unahnnehmbare Zahl von Moerdern zurueck in ihre Reihen fordert, zeigen sich Europaeer um die Rueckkehr der Radikalislamisten in die palaestinensische Interessenvertretung besorgt. Statt Hamas zu draengen, Gilad Shalit in die Haende seiner Familie zu geben, verlangt es den allzeit gewillten Unterstuetzern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Waehrend die Hamas im Austausch fuer den vor 1000 Tagen entfuehrten Soldaten <a class="postlink" href="http://www.freegilad.co.il/">Gilad Shalit</a> eine <a class="postlink" href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&amp;Param_Kat=3&amp;Param_RB=5&amp;Param_Red=11415">unahnnehmbare Zahl von Moerdern</a> zurueck in ihre Reihen fordert, zeigen sich Europaeer um die <a class="postlink" href="http://www.welt.de/politik/article3090695/EU-fordert-Hamas-und-Fatah-zur-Versoehnung-auf.html">Rueckkehr der Radikalislamisten</a> in die palaestinensische Interessenvertretung besorgt. Statt Hamas zu draengen, Gilad Shalit in die Haende seiner Familie zu geben, verlangt es den allzeit gewillten Unterstuetzern der Palaestinenser nach einer Regierung der nationalen Einheit.</p>
<p><a class="postlink" href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-elegante-loesung/">Die Teilnehmer der</a>  juengsten Geberkonferenz wuenschen sich, um die bereits zugesagten Milliardenhilfen erleichtert zu werden und brauchen dafuer zumindest den Schein einer Ueberwindung des palaestinensischen Schisma. Das Geld direkt in die Haende der Hamas zu geben ist derzeit noch nicht denkbar. Zwar stellen Fatah und Hamas in programmatischer Hinsicht nicht gerade solche Gegensaetze dar, dass es sich rechtfertigen liesse, die eine Organisation zu hofieren und der anderen mit Argwohn zu begegnen, doch war die Aufspaltung in gute Palaestinenser und weniger gute Palaestinenser durchaus noetig um eine Verklaerung der Fatah hin zur moderaten Kraft zu erreichen.</p>
<p>Den Geldgebern muesste allein aus ihrer Erfahrung klar sein, dass der Geldstrom – zumindest jener Teil der nicht gleich versickert &#8211; doch wieder in betraechtlichem Umfang in den Auf- und Ausbau zahlreicher Geheim- und Sicherheitsdienste fliessen wird. Und natuerlich auch dem palaestinensischen Widerstand gegen die Existenz Israels zukommen wird. Auch wenn die Palaestinenser nach Darstellung von UN und anderen Hilfsorganisationen immer kurz davor sind am Hungertuch zu nagen, scheinen die Vorraete an Schnellfeuergewehren, Munition und Raketen unerschoepflich. Dort wo der Geldfluss der westlichen Unterstuetzer nicht direkt in die Aufruestung der Waffenarsenale fliesst, wird die Entlastung geschaffen, die es den Finanzhilfen aus Teheran moeglich macht, entsprechend ihrer Bestimmungen eingesetzt zu werden.</p>
<p>Hier verhaelt es sich mit der Wahrheit, wie mit einer Hure, die jeder kennt und ihr doch nicht bei Tageslicht begegnen will.</p>
<p>Dass ein junger Israeli seit bereits 1000 Tagen in palaestinaensischer Gefangenschaft leidet, scheint dem schamlosen Anflirten seiner Entfuehrer keinen Abbruch zu tun.</p>
<p>Wer verstehen will, was dieser Tage Israel bewegt, der muss das Schicksal von Gilad Shalit und seiner bangenden Familie in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen setzen und den Zirkus um die Einheitsregierung der Palaestinaenser an den auessersten Rand.</p>
<p>Fuer den, der hier lebt, ist Nahost-Diplomatie Teil eines auf Dauer eingerichteten Konflikts, der ein staendig nervendes Hintergundgeraeusch erzeugt und doch im taeglichen Leben soweit ausgeblendet wird, dass er die Lebensfreude nicht abwuergt.</p>
<p>Bei den Entwicklungen im Entfuehrungsfall Shalit aber stockt bei jedem neuen Hinweis auf eine eventuelle Entwicklung ganz Israel der Atem.</p>
<p>Sollen sich Hamas und Fatah in Kairo oder sonstwo versoehnen und gemeinsam ein von der westlichen Welt eingelassenes Geldbad nehmen und neue Plaene schmieden um sich dann wieder gegenseitig die Koepfe einzuschlagen und so fort.<br />
Fuer das alltaegliche Leben in Israel ist es relativ unbedeutend, unter welchen Bedingungen sich welche palaestinaensischen Machthaber nicht bereit erklaeren ihren Kampf gegen Israel aufzugeben.</p>
<p>Israel ist indes in Gedanken bei Gilad Shalit. <img class="alignright size-medium wp-image-129" title="1000" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/03/1000-300x225.jpg" alt="1000" width="300" height="225" />Fordert seine Freilassung.</p>
<p>Ich habe auf Arbeit im KKH oder im Bus oder sonstwo noch niemanden heiss ueber europaeische Friedensbemuehungen diskutieren hoeren.<br />
Die Sorge um Gilad Shalit ist aber ueberall spuerbar.</p>
<p>Die Existenz Israels ist von der Bereitschaft seiner BewohnerInnen abhaengig, das Land gegen seine zerstoerungswuetigen Nachbarn auch mit Gewalt zu verteidigen. Familien schicken ihre Soehne und Toechter zu den Streitkraeften. Israel verspricht ihnen dafuer, Niemanden hinter den feindlichen Linien zurueck zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/03/22/1000/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stillgestanden.Frieden.Marsch pt.2</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/03/15/stillgestandenfriedenmarsch-pt2/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/03/15/stillgestandenfriedenmarsch-pt2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 21:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Appeasement]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=119</guid>
		<description><![CDATA[Am Tag vor den Wahlen habe ich einen meiner seltenen freien Tage dazu genutzt, durch Jerusalem zu spazieren. In der Ben Yehuda hatte ich das Vergnuegen auf die Produktion eines RTL-Beitrags zu den anstehenden Wahlen zu stossen. In mehreren Versuchen hat der Sprecher mit ernster Miene verkuendet, dass die Erstwaehler die historische Chance haben,…, vermutlich aber nicht von ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Tag vor den Wahlen habe ich einen meiner seltenen freien Tage dazu genutzt, durch Jerusalem zu spazieren. In der Ben Yehuda hatte ich das Vergnuegen auf die Produktion eines RTL-Beitrags zu den anstehenden Wahlen zu stossen. In mehreren Versuchen hat der Sprecher mit ernster Miene verkuendet, dass die Erstwaehler die historische Chance haben,…, vermutlich aber nicht von ihrem Wahlrecht gebrauch machen, … Rechtsruck….</p>
<p>Einer der Versuche wurde abgebrochen, weil ich via RTL-Nahostberichterstattung nach Hause winken wollte. Nachdem mich der Kameramann dafuer abgemahnt hat, wurde mir ein kurzes Interview in Aussicht gestellt, dass dann aber nicht gefuehrt wurde, da RTL lieber seinen &#8220;zufaelligen&#8221; Passanten, der die ganze Zeit ueber geduldig gewartet hat, zu Wort kommen lies.</p>
<p>So wurde die Chance vergeben dem deutschen Fernsehvolk zu erklaeren, das das israelische Wahlvolk sehr viel von der Idee Land fuer Frieden haelt und der Rechtsruck kein Votum gegen diese Idee ist, sondern als Ausdruck der Enttaeuschung mit der Politik der Sharon-Erben von Kadima und der einst so dominanten Arbeitspartei gelesen werden muss.<br />
Netanjahu hatte gegenueber Barak Recht behalten, als er in den Neunzigern das Oslo-Abkommen als gescheitert bezeichnet hat. Wenn der zweite Libanonkrieg Olmert als schlechtesten Premier aller Zeiten empfliehlt, dann heisst sein schaerfster Konkurrent Barak, der den Palaestinensern im Anschluss an den Oslo-Prozess 2000 in Camp David einen eigenen Staat auf 97 Prozent der besetzten Gebiete auf dem Silbertablett praesentiert und die zweite Intifada dafuer bekommen hat.<br />
2006 hat Netanjahu hinsischtlich der Raeumung des Gaza vor dem Schlimmsten gewarnt und auch damit Recht behalten. Zu seiner Zeit hat er damit eine historische Niederlage fuer den Likud eingefahren und musste Sharon das Feld ueberlassen, der Kadima gegruendet hat um seine Plaene von der Raeumung durchzusetzen. Auf den Raketenterror, der sich mit der Uebergabe des Gaza eingestellt hat konnte Arik nicht mehr reagieren und seine Nachfolger haben in den Augen vieler Israelis versagt. Gaza wurde zu Hamastan bzw. Kassamastan und Olmert/Livni haben sich in eine Zwei-Staaten-Illusion hineingesteigert. Es ist ein feiner Zug von Netanjahu dieses Wunschdenken nun endlich von der Agenda zu nehmen. Es kann kaum ungeeignetere Vorausetzungen fuer eine Staatsgruendung geben als diejenigen, die wir in den palaestinensischen Gebieten vorfinden. Die Rundumversorgung der Palaestinenser durch hunderte Hilfsorganisationen wirkt der Uebernahme von Verantwortung entgegen. Statt sich darum zu kuemmern, die Angelegenheiten des taeglichen Lebens zu organiseren und eine Zivilgesellschaft aufzubauen, auf der ein Staat bauen koennte, werden immer neue Geheim- und Sicherheitsdienste gegruendent. Geht man sich gegenseitig an die Kehle und fuehlt man sich dann wieder in seinem Hass auf Israel vereint. Beklagt man die Nakba statt sich endlich mit dem unabaenderlichen eines juedischen Staates abzufinden und die Energien in konstruktiver statt in ewig zerstoererischer Weise zu buendeln.</p>
<p>Als der angeschlagene Premier Olmert sich in seinen letzten Monaten seiner Amtszeit mit immer neuen Rueckzugsofferten dem Wohlwollen der Weltoeffentlichkeit  nachgejagt ist, hat dies viele Israelis zur Sorge getrieben, dass neben Gaza auch noch die Anhoehen unweit der Metropolenregion Tel Aviv und die Golan-Hoehen zu Abschussgebieten freigegeben werden.<br />
Netanjahu hat die Wahlen gewonnen, weil er, wie die meisten Israelis die radikalislamistischen Terrorgrupen und ihre Unterstuetzer im Iran als ernsthafte Bedrohung ansieht, denen mit Appeasement nicht beizukommen ist. Und weil er den Palaestinensern keinen Staat ueberantworten will, solange diese nicht glaubhaft zusichern koennen, friedliche Nachbarn zu sein.</p>
<p>Nach europaeischer Lesart behindert Netanjahu den Friedensprozess, weil er sich nicht bedingungslos fuer einen palaestinensischen Staat ausspricht.  Dabei hat seine Ankuendigung, erst die palaestinensiche Wirtschaft auf die Beine zu stellen, durchaus mehr Potential als sich unentwegt der Illusioen eines Staates hinzugeben fuer den es in der Realiaet keinen ernsthaften Interessenten gibt.</p>
<p>Zu veranschaulichen ist das bittere Versagen der Palestinenser am Beispiel Gaza, wo der israelische Rueckzug nicht zu einer Demonstration palaestinensischer Faehigkeit ,Staat zu machen, gefuehrt hat, sondern zu ziemlich genau dem Gegenteil. Hamas und Fatah haben sich einen kurzen und aeusserst blutigen Schlagabtausch geliefert, den die vom Iran unterstuetzten Radikalislamisten wenig ueberaschend gewonnen haben. Ulricke Putz hat ein paar friedliche Stunden am <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,489876,00.html">Strand von Hamastan</a> genossen. Dann hat sich Hamastan zu Kassamastan hochgeruestet und Israel unter Feuer genommen. Aus dem Kuestenstreifen, der von Israel in der Hoffnung auf eine Beilegung der Spannungen mit den Palaestinensern geraeumt wurde. Als israelische Antwort auf die Traumatisierung seiner Bewohner in Reichweite der Kassamraketen wurde von der Staatengemeinschaft nur die Erduldung geduldet. Gezielte Toetung von Hamas-Fuehrern wurden ebenso verurteilt wie begrenzte Unterbrechungen der Stromversorgung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/03/15/stillgestandenfriedenmarsch-pt2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stillgestanden.Frieden.Marsch pt.1</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/03/14/stillgestandenfriedenmarsch-pt1/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/03/14/stillgestandenfriedenmarsch-pt1/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 10:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=110</guid>
		<description><![CDATA[Der unvermeidliche Wolfgang Gehrke hat am Tag nach den Wahlen zum israelischen Parlament davor gewarnt, dass der Rechtsruck in Israel den Friedensprozess im Nahen Osten gefaehrde. Er fordert von Deutschland, endlich mit der Hamas zu reden.
Juergen Trittin stoesst ins gleiche Horn und sieht mit dem Sieg der Rechten die Gegner einer Friedensloesung gestaerkt.
Nach Treffen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der unvermeidliche Wolfgang Gehrke hat am Tag nach den Wahlen zum israelischen Parlament <a class="postlink" href="http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1202185780">davor gewarnt</a>, dass der Rechtsruck in Israel den Friedensprozess im Nahen Osten gefaehrde. Er fordert von Deutschland, endlich mit der Hamas zu reden.<br />
Juergen Trittin <a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E725BF1FDF06A46D4963F2415A2FA09E3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">stoesst ins gleiche Horn</a> und sieht mit dem Sieg der Rechten die Gegner einer Friedensloesung gestaerkt.<br />
Nach Treffen mit der Hizbollah und <a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6/Doc~EFF77EE206E8F4D3DA016D60C25113EEB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Forderungen nach Einfuehrung eines muslimischen Feiertags</a> in Deutschland, macht sich auch Trittin dafuer stark mit der Hamas zu reden. Die heuer aufgestellten Forderungen nach Anerkennung Israels und Gewaltverzicht sollen Gespraechen mit der Hamas nicht mehr im Wege stehen. Sie bleiben fuer Trittin allerdings selbstverstaendliche Voraussetzungen der vollen Anerkennung einer palaestinensischen Regierung unter Beteiligung der Hamas. Kurz gesagt sollen die Forderungen aufs Abstellgleis geschoben werden um die Hamas zum Verhandlungspartner zu machen. Bevor die Forderungen nach Anerkennung Israels und Gewaltverzicht zur Symbolik degradiert wurden, lagen sie fuer wenige Monate dem Boykott einer Hamas-Regierung zu Grunde, die klar gemacht hat,  dass Regierungsverantwortung keine Abstriche an der Ausrichtung der Organisation nach sich zieht. Selbst Europaeer haben zugestimmt den Geldstrom in die Haende der Radikalislamisten zu unterbinden.<br />
Obwohl mit TIM ein Weg gefunden wurde, die Palaestinenser weiter auszuhalten, haben sich Europaeer mit den Vorwuerfen herumgeplagt, mit dem Boykott von Hamas das Leid der Palaestinenser in Kauf zu nehmen. Statt von den Zerstoerungsabsichten gegenueber Israel Abstand zu nehmen, hat Hamas im Verbund mit UN-Organisationen auf den Klassiker einer drohenden humanitaeren Katastrophe gesetzt. Das Experimentieren mit Forderungen, die nicht nur selbstverstaendlich, sondern auch Ernst gemeint sind, hat sich so fuer Europaeer als peinigend erwiesen.</p>
<p>Als Hamas in Mekka einer Einheitsregierung mit der Fatah zugestimmt hat, haben die Europaeer <a class="postlink" href="http://www.amb-norwegen.ch/policy/Palestinia+anerkennung.htm">eine Moeglichkeit</a> geahnt, sich zurueck in die Rolle des unkritischen Unterstuetzers palaestinensischer Machthaber zu manoevrieren und an diese wieder haufenweise Geld zu schaufeln.  Die Forderungen nach Gewaltverzicht und Anerkennung Israels konnten <a class="postlink" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/597379/">endlich verwaessert</a> und zur Seite geschoben werden.</p>
<p>Die, auf den Zirkus der Einheitsregierung gefolgte, blutige Uebernahme aller Macht im Gaza und der Raketenterror gegen Israel hat Hamas nicht davon abhalten koennen, sich aus der internationalen Isolation zu befreien. Europa hat Einheitsregierung als Losung ausgegeben die Forderungen nach Anerkennung Israels und Gewaltverzicht, die den Aktueren einer solchen Einheitsregierung urspruenglich zu Gebot standen, unter den Teppich gekehrt. Bereits heute treibt sich der <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1069774.html">britische Parlamentarier Galloway</a> als Vorreiter des altneuen Appeasements gegenueber Radikalislamisten im Gaza herum.</p>
<p>Seit dem Sieg des nationalen Lagers bei den israelischen Parlamentschaftswahlen gehen die Schuldzuweisungen fuer die Misere der Palaestinenser wieder in die gewohnte Richtung. Waehrend eine palaestinensische Regierung unter Beteiligung der Hamas hofiert wird, bevor die sich konstituert hat, gelten nun Likud und Israel Beitanu als bedeutendstes Hindernis fuer den Frieden im Nahen Osten.</p>
<p>Liebermann, der <a class="postlink" href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/02/26/AR2009022602806_3.html">gegenueber der Washington Post</a> seine Bereitschaft erklaert hat, sein Haus in der Siedlung Nokdim zu raeumen, wenn eine Zwei-Staaten-Loesung erreicht wird, gilt inzwischen als groesseres Hindernis fuer den Frieden als die die vom Iran unterstuetzte Hamas, die Israel nach der schieren Existenz trachtet.</p>
<p>Pierre Heumann hat bereits zwei Tage vor den Wahlen im Spiegel geschrieben, dass die sich abzeichnende Verschiebung der Kraefteverhaeltnisse eine friedliche Loesung des Nahostkonflikts erschweren wuerde. Ich habe noch vor der Spaetschicht ein Feedback geschrieben, in dem ich darauf verwiesen habe, dass die Gleichsetzung der israelischen Rechten mit einem Hindernis fuer den Frieden in der Vergangenheit hinreichend widerlegt wurde. Ich habe mich auf Begin bezogen, der lange ein ausgemachter Gegener von Land fuer Frieden war, und sich zwei Jahre nach dem ueberaschenden Israel-Besuch von Sadat in einem Friedensvertrag dazu verpflichtet hat die Sinai-Halbinsel an Aegypten zu uebergeben und alle israelischen Siedlungen dort zu raeumen. Und natuerlich habe ich mich auf Sharon bezogen, der als einziger israelischer Politiker die Herausforderung schultern konnte, den Gaza-Streifen zu raeumen. Kein anderer israelischer Politiker haette diesen Rueckzug durchgesetzt. Obwohl eine absolute Mehrheit der Israelis bereit war Land fuer Frieden zu tauschen, waren die Bilder des einsitigen Rueckzugs dramatisch. Ich war zu der Zeit selbst in Israel und kann mich an die Rezeption der verstoerenden Bilder erinnern, die durch die Raeumung produziert wurden. Nur Sharon, der als Fuersprecher der Siedlungsbewegung bekannt war, konnte als Ministerpraesident die Aufloesung aller israelischen Siedlungen im Gaza planen und die Raeumung juedischer Siedler durch die israelische Armee durchsetzen.</p>
<p>Am selben Abend hat Zeev Avrahami beschrieben, warum in <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,606054,00.html">Israel die Falken den Frieden</a> bringen. Er sieht allein die politische Rechte in der Lage Land fuer Frieden zu tauschen.</p>
<p>Wer die israelische Politik durchforstet, um zu einer Einschaetzung der Chancen fuer den Frieden in Nahost zu kommen, findet queer durch das politische Spektrum Anschlusspunkte fuer einen Friedensprozess.</p>
<p>Ueber den Friedenswunsch der Israelis gibt die <a class="postlink" href="http://www.zionismus.info/grundlagentexte/israel/begin.htm">Rede von Begin</a> 1978 vor der Knesset Aufschluss.</p>
<p>Dass trotz der Anerkennung der legitimen Rechte des palaestinensischen Volkes durch Begin in Camp David 1978 und der wiederholten Anerkennnung dieser Rechte 1993 in Oslo keine substantielle Aenderung im &#8220;israelisch-palaestininensichen Konflikt&#8221; erreicht wurde, liegt vor allem daran, dass die Palaestinenser bisher noch jede Offerte – von rechten und linken Regierungen in Israel- als Anreiz verstanden haben, statt einem satten Stueck vom Kuchen nach der ganzen Baeckerei zu verlangen.</p>
<p>Wo die Hamas keinen Kompromis auch nur in den Grundzuegen bereit ist zu diskutieren und die Fatah seit Jaren Kompromissbereitschaft signalisiert, ohne sich zu bewegen, lastet der Druck der Diplomatie auf <img class="alignright size-medium wp-image-125" title="mit_freundlicher_unterstuetzung" src="http://www.derpartisan.com/wp-content/uploads/2009/03/mit_freundlicher_unterstuetzung-225x300.jpg" alt="mit_freundlicher_unterstuetzung" width="225" height="300" />Israel. Wo die Palaestinenser nicht dazu zu bewegen sind, dem Ruf nach einem eigenen Staat auch nur die geringsten Anstrengungen in Richtung Verwirklichung dieses Staates folgen zu lassen, werden die Israelis in die Pflicht genommen. Obwohl die Zwei-Staaten-Loesung als Schluessel zum Frieden in Nahost gilt, scheint es unmoeglich, dass die Palaestinenser als Voraussetzung fuer die Errichtung eines eigenen Staates der Gewalt abschwoeren und sich dazu verpflichten dem jahrelang herangezuechteten dschihaddistischen Geist in den Gebieten entgegen zu wirken.</p>
<p>Obwohl der Gewaltverzicht die Palestinenser direkt zu einem eigenen Staat fuehren wuerde, wurde nie darauf hingewirkt, den dschihadistischen Geist als verbindendes Element der palaestinensischen Gesellschaft zu konfrontieren und durch einen zivilen Zusammenhang zu ersetzen. Die Tag- fuer Tagsynchronisation in den palaestinensischen Gebieten gibt wenig Hinweis auf eine moegliche Uebernahme von Verantwortung fuer einen eigenen Staat.</p>
<p>Wo die Palaestinenser unabhaengig von den Wegen, die sie gehen, von der Staatengemeinschaft ausgehalten und ueber die <a class="postlink" href="http://www.lizaswelt.net/2009/01/die-htschelkinder-der-un-i.html">UNO rundumversorgt</a> werden, koennen sie auch auf Irrwegen wandeln. Sie koennen sich auch jahrzehntelang im Kreis drehen mit ihren Vorstellungen, doch noch die Herrschaft ueber das ganze Land zu erlangen.</p>
<p>Die Errichtung eines palaestinensischen Staates im Rahmen einer Zwei-Staaten-Loesung laesst die Emotionen in den palaestiensichen Gebieten nicht gerade hochkochen. Eine Existenz an der Seite Israels wurde nach palaestinensischer Ideologie einem Verzicht auf einen Grossteil der besetzten Gebiete gleichkommen.</p>
<p>Begin haette den Palaestinensern einen Staat in Aussicht gestellt. Doch statt sich <a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,582281,00.html">in die Fussspuren von Sadat</a> zu begeben und mit den Israelis Land fuer Frieden zu tauschen, wurde Sadat als Verraeter angesehen und seine Ermordung gefeiert. An der Vorstellung, wonach ein Staat an der Seite von Israel einem Verrat gleichkommt, hat sich wenig geaendert.</p>
<p>Ohne Zweifel spielt den Palaestinensern in die Karten, dass nahezu jeder Politiker den Ehrgeiz hat, den Nahostkonflikt zu loesen um in die Geschichtsbuecher einzugehen. Eine der letzten Heldentaten, die heute in der Politik noch moeglich sind. Und selbst wenn der ganz grosse Durchbruch nicht erreicht wird, winken jene Erfolge, die sich erst viel spaeter als symbolisch herausstellen.</p>
<p>Bush hat einen sehr spaeten Versuch unternommen, den Nahostkonflikt zu loesen. Obwohl die zum Ende seiner Amtszeit intensivierte Terrorbekaempfung im Irak Fruechte getragen hat, war der durch Annapolis verfolgte Ansatz in Hinsicht auf die Palaestinenser Appeasement, dem selbst die Europaeer Beifall gezollt haben. Ein Jahr wurde fuer die Schaffung des palaestinensischen Staates veranschlagt und Condi ist dutzende Male hier eingeflogen um Druck auszuueben. Auf Israel. Der Ansatz ist die Regierungszeit eines Ministerpraesidenten gefallen, der in Israel nicht mehr viele Freunde zu verlieren hatte und dankbar war, in Washington noch etwas Gefallen zu finden. Ohne sich um Rueckhalt in der israelischen Bevoelkerung kuemmern zu muessen, konnte er Abbas das Blaue vom Himmel versprechen. Bitter nur, dass einmal angedachte Zusagen der Israelis von der Weltgemeinschaft gleich zur Ausgangslage fuer die naechste Runde gemacht werden, waehrend man den Palaestinensern stets nachsieht, dass sie sich ueberhaupt nicht erst bewegen.</p>
<p>Um Kluft zwischen der aeusserst moderaten israelischen Position und den extremen palaestinensischen Forderungen zu verkleinern, verlangen die Vermittler staendig &#8220;schmerzhafte Zugestaendnisse&#8221; von Israel. Damit kommt der Prozess zwar nie wirklich voran, erweckt aber zumindest den Anschein. Wuerde zunaechst die Positionen selbst der <a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/923076.html">als &#8220;gemaessigt&#8221; eingestuften Palaestinenser</a> zur Debatte gestellt, waere schnell das Ende des diplomatischen Prozesses erreicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/03/14/stillgestandenfriedenmarsch-pt1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nie wieder vs. Nicht wider</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/03/09/nie-wieder-vs-nicht-wider/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/03/09/nie-wieder-vs-nicht-wider/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 12:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=106</guid>
		<description><![CDATA[ 
 
Hier in Israel faellt es schwer, hinter den iranischen Forerungen, Israel von der Landkarte zu tilgen, nichts als den Wunsch nach Gespraech mit der westlichen Welt zu sehen
 
 
Wo die Vernichtungsdrohungen so offensichtlich auf einem antisemitischen Wahnsystem bauen, wird die atomare Bewaffnung des Iran zur existentiellen Bedrohung es juedischen Staates. Die atomaren Ambitionen des Iran werden hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: EN-US; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: HE;" dir="rtl">Hier in Israel faellt es schwer, hinter den iranischen Forerungen, Israel <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/meldung154160.html"><span style="color: purple;" dir="ltr">von der Landkarte zu tilgen</span></a>, nichts als den Wunsch nach Gespraech mit der westlichen Welt zu sehen</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wo die Vernichtungsdrohungen so offensichtlich auf einem antisemitischen Wahnsystem bauen, wird die atomare Bewaffnung des </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> zur existentiellen Bedrohung es juedischen Staates. Die atomaren Ambitionen des </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> werden hier in </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> nicht symbolisch verstanden, sondern als sehr gefaehrlich eingeschaetzt. Die Welt ohne Zionismus wird hier nicht nur als Propaganda, sondern durchaus als Programm verstanden. In </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> wird eine iranische Fuehrung, die dem juedischen Staat gegenueber eliminatorisch gesinnt ist, als existentielle Bedrohung wahrgenommen. Die vom </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> finanzierten radikalistamistischen Vereine Hizbollah und Hamas geben mit ihrem Raketenterror eine Anzahlung auf den blutigen Ernst, mit dem es </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> an den Kragen gehen soll.<br />
</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> hat immer wieder Entgegenkommen sinalisiert und sich so gegen einen wirksamen Militaerschlag abgesichert. Der sich unentwegt anbahnende diplomatische Durchbruch hat solange alle anderen Optionen vom Tisch gezwungen, bis die diplomatische Charade zum Selbstlaeufer wurde. Mit der anstehenden Annaeherung der </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">USA</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> an den Iran wird die Bombe endgueltig zur Nebensache. Der atomwaffenfreie </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> rueckt als Anliegen hinter die Restaurierung der abgebrochenen Beziehungen zwischen </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">USA</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ohne dass die iranische Fuehrung sich auch nur einen Jota bewegt, koennen die herrschenden Herrschaften schon bald allerlei Haende westlicher Politiker schuetteln.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">In </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ist dagegen schon die Moeglichkeit einer iranischen Atombombe eine Unmoeglichkeit.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wer es mit dem Imperativ “Nie wieder” ernst meint, muss jeden Versuch unterstuetzen, eliminatorisch gesinnte Antisemiten von der Bombe fern zu halten. Alle Moeglichkeiten, den Iran durch scharfe Wirtschaftssanktionen in die Knie zu zwingen muessen ausgeschoepft werden. Eine militaerische Drohkulisse und in letzter Konsequenz die volle Unterstuetzung eines praeventiven Luftschlags.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wer sich wirksamen Sanktionen verweigert und “Nie wieder Krieg” schreit, sobald die militaerische Option auf den Tisch kommt, spielt den Iranern in die Karten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wo die Rhetorik und das Handeln der erzkonservativen Fuehrer im Iran keinen Anschluss fuer die westliche Welt erlaubt wird eifrig dechiffriert und entlastet. So wird staendig nur verstanden, was in die diplomatische Agenda passt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ueber Umdeutung wird alles, was nicht passt, passend gemacht. So entscheidet die westliche Welt ueber die Radikalislamisten hinweg, was diese meinen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wuerde man die Vertreter des Gottesstaates ernst nehmen, dann waere in ihren Augen der Holocaust mehr oder minder eine Erfindung und damit ein delegitimierter Vorwand fuer einen juedischen Staat. Hier wuerde der Zusammenhang von Holocaust-Karrikaturen und einer Welt ohne Zionismus deutlich.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"><a href="http://www.zeit.de/online/2009/11/usa-iran-israel-konservative"><span style="color: purple;" dir="ltr">Michal Thumann reibt sich die Augen</span></a></span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">, wenn israelische Politiker im iranischen Treiben eine Existenzbedrohung sehen. Immerhin hat der </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> ja noch keine Bombe. Eine Logik, wie ein schlechter Witz. Doch damit nicht genug, denn selbst fuer den Fall, dass “</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> je Nuklearwaffen haben sollte, heißt dies noch lange nicht, dass sie diese einsetzen würden.” Hier spiegelt sich das Verstaendnis des Westens, wonach sich die iranische Bedrohung in Verbal-Attacken erschoepfen. Hier in </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> tun sich die Menschen schwer mit solch einer Relativierung. Waehrend Obama Thuman damit begeistert, das theokratisce System nicht zu daemonisieren, fuerchten die Israelis dass der amerikanische Praesident das Vabanquespiel seines iranischen Kollegen unterschaetzt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Ausgehend von Obamas Obsession fuer symbolischen Erfolg wird es ihm schwer fallen, einen Schritt zu unterlassen, der ihm den Jubel fast der ganzen Welt einbringt. Eine Tase Tee mit Ahmadinedjad ist ein kalkulierbarer symbolischer Erfolg. Ungeachtet der moeglichen fatalen Folgen fuer </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Nicht dass es nicht wuenschenswert waere, sich mit dem </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> zu versoehnen. Doch ist Iran eben nicht nur die Summer seiner Bewohner, sondern auch die erzreaktionaere Ideologie. Nach innen sind Unterdrueckung, Religionspolizei, Kopftuchzwang, das Aufknuepfen Homosexueller und viele andere Grausamkeiten ideologisch gestuetzt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Eine Ideologie, die der Moderne so feindlich gesinnt ist, dass sie im offenen Antisemitismus muendet und nach aussen die Forderung, Israel von der Landkarte zu tilgen, hervorbringt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Es handelt sich bei </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> und </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> nicht um verfeindete Parteien, die sich in einem Interessenkonflikt gegenueberstehen. Es gibt zwischen den Laendern weder einen Grenz- noch einen Fluechtlingskonflikt. Trotzdem tachtet der </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Iran</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> nach der schieren Existenz und streckt die Hand zur Bombe. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> draengt die Welt taetig zu werden um dies zu verhindern. Das sich die israelische Fuehrung natuerlich auch die Option offen haelt, es zum Showdown israelischer Bomber ueber iranischen Atomanlagen kommen zu lassen, reicht aus um Agression auf “beiden Seiten” zu konstatieren.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wuerde der Iran sein Atomprogramm aufgeben, wuerde kein Mensch hier in </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Israel</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> darueber nachdenken </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">das</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Land</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr"> anzugreifen</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left;" dir="rtl"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;" dir="ltr">Wo Israelis zur Maessigung aufgerufen werden, um den diplomatischen Prozess nicht zu gefaehrden, verkehrt sich das Bemuehen den Iran vom Bau einer Atombombe abzubringen in sein Gegenteil.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/03/09/nie-wieder-vs-nicht-wider/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prozessorientiert</title>
		<link>http://www.derpartisan.com/2009/02/15/26/</link>
		<comments>http://www.derpartisan.com/2009/02/15/26/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 23:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krieg und Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostdiplomatie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derpartisan.com/?p=26</guid>
		<description><![CDATA["Man muss nur wollen". Von allen Opiaten, die ein verkehrtes Bewusstsein zu einer falschen Wirklichkeit liefern, stellt der Aufruf, es nur wollen zu muessen, sicher das potenteste Crack.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Man muss nur wollen&#8221;. Von allen Opiaten, die ein verkehrtes Bewusstsein zu einer falschen Wirklichkeit liefern, stellt der Aufruf, es nur wollen zu muessen, sicher das potenteste Crack.</p>
<p>Schauen sie auf mich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man es mehr<br />
wollen kann als ich es will. Ich will teuren Rotwein trinken und nur vom Besten essen. Ich will hin- und herjetten u.v.m. Doch offensichtlich reicht mein Wollen nicht aus. Als Sozialarbeiter hab ich mich im Jugendhaus mit Jugendlichen herumgeaergert, die auf den Boden rotzen, als Tellerwaescher mit dreckigem Geschirr und im Krankenhaus mit dem Scheiss, der bei der Pflege an- bzw. durchfaellt. Ich gebe die Hoffnung auf einen ploetzlichen Ausweg aus der Misere aber nicht auf.</p>
<p>Zwar bin ich zu sehr Marxist, um wirklich der Annahme verfallen zu koennen, dass letztlich doch das Bewusstsein das Sein bestimmen koennte. Allerdings habe ich auch Augen um zu sehen, dass der allumfasende Verwertungszwang nicht ausschliesst, dass sich hochsubventionierte Betaetigungsmoeglichkeiten bilden, die keiner Produktivitaet verpflichtet sind. Wie die Nahost-Diplomatie.</p>
<p>Ich will Nahost-Diplomat sein. In einem Buero in Jerusalem sitzen und den ganzen Tag Zeitung lesen und auf Mittags- und Abendessen von Amman bis Riad eingeladen sein. Unter keinem Druck stehen, irgendetwas erreichen zu muessen, nichts zu erreichen und meine Taetigkeit trotzdem immer wieder als einzig richtigen Ansatz zur Loesung des Nahostkonflikts bestaetigt zu bekommen. Den bereits jahrzehntelang anhaltenden &#8220;Friedensprozess&#8221; stuetzen, indem ich immer wieder seine &#8220;Fortsetzung&#8221; fordern wuerde.</p>
<p>In Bezug auf den &#8220;israelisch-palaestinensischen Dauerkonflikt&#8221; wuerde ich den Israelis ohne Unterlass &#8220;schmerzhafte Konzessionen&#8221; abfordern. Den Palaestinensern im Gegenzug eine &#8220;Abkehr vom Terror&#8221;. Pro Forma jedenfalls. Da die palaestinensichen Ohren sich seit je her taub gegen diese Forderungen stellen, wuerde ich den Israelis um so mehr Entgegenkommen abverlangen. Irgendwas sind die immer bereit zu geben. In ihrer grenzenlosen Annahme, irgendwann auch mal etwas als Gegenleistung zu bekommen. Wenn sie nicht genuegend Entgegenkommen zeigen, wuerde ich sofort Alarm schlagen und davor warnen, dass der diplomatische Prozess &#8220;ins Stocken geraet&#8221;.</p>
<p>Ich wuerde dabei geflissentlich darueber hinwegsehen, dass die Palaestinenser immer gleich nach der ganzen Baeckerei verlangen, wenn ihnen ein Stueck vom Kuchen angeboten wird. Ich wuerde unbeirrt damit fortfahren, Israel dazu zu draengen &#8220;moderate&#8221; Kraefte zu staerken und alle anderen als &#8220;Gespraechspartner&#8221; zu akzeptieren. Die Zionisten in die Pflicht nehmen nach der erfolgreichen Schaffung eines juedischen Staates auch einem palaestinensischen Staat auf die Beine zu helfen. Ich wuerde davon absehen, dass die vom palaestinensichen Volk gewahlten Akteure der Hamas das &#8220;zionistische Gebilde&#8221;  ins ertraeumte palaestinensische Reich holen wollen.</p>
<p>Ich wuerde in Zeitungsinterviews davor warnen, die Palaesinenser in die Arme von Extremisten zu treiben.<br />
Ich wuerde bei UN vorsprechen und beim Quartett und mich mit den vielen Aussenministern treffen, die hier dutzende Male waeherend einer Amtszeit reinchecken, um diplomatische Loesungen voranzutreiben. Ich wuerde im Dienst unzaehliger Friedensinitiativen stehen. Road map, Annapolis und saudische Friedensinitiative waeren meine Verpflichtungen.  Ausfluege an den Strand von Tel Aviv waeren meine Ablenkung vom harten Diplomatengeschaeft.</p>
<p>Ich wuerde zwischen den &#8220;verfeindeten Parteien&#8221; vermitteln, als ob sich die &#8220;Interesengegensaetze&#8221; wie ein Tarifstreit loesen liesen. Ungeachtet der schlechten Erfahrungen, die Israel mit Land fuer Frieden bisher gemacht hat, wuerde ich weitere &#8220;mutige Schritte&#8221; dieser Art anmahnen.  Es durefte alles passieren. Nur kein Fortschritt. Denn als Diplomat waere ich auf einen &#8220;unloesbaren&#8221; Konflikt angewiesen.</p>
<p>Die palaestinensische Taktik, schon grundlegende Voraussetzungen fuer einen Kompromiss nicht zu erfuellen, wuerden mir da sehr entgegenkommen. Die ausbleibende Abkehr vom Terror wuerde ich fuer mein Konzept so umdeuten, dass sie mir als Diplomat in die Karten spielt. Ich wuerde den antisemitischen Terror von der Ursache zur Folge des Nahostkonflikts verklaeren. Den Ball fuer die Abkehr der Palaestinenser vom Terror damit ins israelische Feld spielen. Schwer verdauliche Ideologiekritik wuerde ich links liegen lassen und bei der Darstellung des &#8220;Konfliktherds&#8221; mit einem primitiven Reiz-Reaktions-Schema arbeiten. Mit der Gewaltspirale.  Schliesslich wollte ich mir ja nicht den Diplomatenkopf zerbrechen, sondern Rotwein, feines Essen und rumjetten geniessen.</p>
<p>Ich wuerde &#8220;unverhaeltnismaessiges Handeln&#8221; verurteilen und &#8220;Besonnenheit&#8221; fordern und schmerzliche Konzessionen und ein Ende der Gewaltspirale und gegenseitiges Verstaendnis und Vernunft und Gespraechsbereitschaft und Aufbaugelder. Ich wuerde diplomatieren bis alles zu spaet ist.</p>
<p>Ich wuerde ueber die Leute laecheln, die sich fuer Rauchverbot und Muelltrennung engagieren. Denn ihre Arbeit wuerden tatsaechlich an den Entwicklungen des Rauch- und Muelltrennungsverhaltens gemesen. Meine nicht. Sie waere ganz unabhaengig von den Realitaeten und Entwicklungen im Nahen Osten der einzig richtige Ansatz.</p>
<p>Vom Iran wuerde ich derweil forden, keine Atombombe zu entwickeln, wobei es mir auch keinen Aerger einbringen wuerde, wenn diese Forderung verhallt. Auch wenn die Diplomatie als Zeitgewinn in die Haende der Mullahs spielt, die keine Anstalten machen ihre Urananreicherung abzublasen, gilt der diplomatische Ansatz in den Augen der Weltoeffentlichkeit als der einzig richtige Ansatz. So richtig, dass er Gestalt ohne Form sein kann. So sehr, dass wirksame wirtschaftliche Sanktionen Deutschlands gegen den Gottesstaat neben dem vielbeschworenen diplomatischen Prozess trivial und fast vulgaer erscheinen. Und deshalb immer wieder auf die lange Bank geschoben werden. Von militaerischen Optionen des Westens zum Schutz Israels ganz zu schweigen. Zuerst mussen &#8220;alle diplomatischen Mittel ausgeschoepft werden&#8221;. Ich wuerde dafuer sorgen, dass die Mitel unerschoepflich bleiben. Ich wuerde als Diplomat geschickt immer wieder diplomatischen Fortschritt berichten und von Zeit zu Zeit auch einen bevorstehenden Durchbruch der Diplomatie vermelden.</p>
<p>Wenn die IAF den iranischen Ambitionen irgendwann einen ultimativen Strich durch die Rechnung macht, wuerde ich verurteilen, wahrscheinlich sogar streng verurteilen.</p>
<p>Leider bin ich kein Nahost-Diplomat. Ich wohne in Tel Aviv und muss mir ueberlegen wo Deckung suchen, wenn dann irgendwann die iranische Vergeltung fuer den letztlich unvermeidbaren IAF-Einsatz angeflogen kommt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.derpartisan.com/2009/02/15/26/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
